Montag, 22. März 2010

Nicht doll, sondern Dell

Pünktlich, quasi in letzter Sekunde, kam heute morgen mein Laptop aus der Reparatur zurück. Ich hatte mir vor knapp einem halben Jahr für die Schule ein Business-Notebook von Dell gekauft, bei einem Computer-Shop in der City (nachdem ich kurz zuvor bei einem Online-Versand und vom Dell-Kundendienst bereits derbe verarscht worden war).

Ich bin davon ausgegangen, dass ein Dell-Laptop mindestens zwei Jahre hält. Ich bin sehr sorgsam damit umgegangen, was man nicht zuletzt daran sieht, dass die Hochglanzoberflächen (ich verstehe nicht, wieso man ein Laptop mit kratzempfindlichen Oberflächen ausstattet) noch nicht einen einzigen Kratzer, geschweige denn eine Schramme oder andere Macken, hatten.

Nach etwa vier Monaten fing nun der Bildschirm laut zu pfeifen an, sobald die Helligkeit etwas reduziert war (wie bei Akkubetrieb üblich). Das Gehäuse knarzte laut im Bereich der Handauflage. Jeder Aldi-Laptop hätte eine bessere Figur abgegeben. Also habe ich zu Beginn der Hamburger Skiferien das Ding zurückgebracht.

Heute morgen kam es nun per DHL zurück. Als zusätzlicher Service hatte mir der Shop angeboten, es mir direkt von Dell zuschicken zu lassen, damit ich nicht extra nochmal in die City fahren müsste. Als ich es auspackte, stellte ich fest, dass das Problem mit der knarzenden Handauflage überhaupt nicht behoben worden war.

Dafür war aber wohl die komplette Bildschirm-Einheit gewechselt worden. Das jedoch scheinbar mit roher Gewalt, denn die kratzempfindliche Hochglanzfläche oberhalb der Tastatur hatte etwa 10 Zentimeter lange, tiefe Schramme abbekommen.

Nun ist Stinkesocke ja keine Dummesocke: Bei der Abgabe des Laptops habe ich mir schriftlich bestätigen lassen, dass es keine Kratzer hat und sonst in ordentlichem Zustand ist. Der Geschäftsinhaber guckte mich zwar an wie ein Auto und dachte vermutlich, ich wäre ein wenig beknackt, aber nach meinen bisherigen Erfahrungen mit dem Dell-Kundendienst war es mir das wert. Den Namen und die Unterschriften habe ich verpixelt (zum Vergrößern bitte anklicken):


Natürlich habe ich den Karton in der WG vor Zeugen (Frank) geöffnet. Als ich das Ding wieder in den Laden brachte, staunte der Geschäftsführer nicht schlecht. Es wurde nun nochmals eingeschickt. Ich bin gespannt, ob es nun repariert wiederkommt (und das zerkratzte Gehäuseteil ausgetauscht wurde), oder nicht. Falls nicht, werde ich vom Kaufvertrag zurücktreten.

Kommentare :

BigDigger hat gesagt…

Sorry, aber: Keine Überraschung. Nicht bei Dell. Je größer, desto würg. Die waren qualitativ hochwertig, als sie noch um Kunden buhlten. Seit sie davon im Überfluss haben, hecheln die hinterher. Nicht wirklich verwunderlich: Die haben bis 2007 fast wundersame Zuwachsraten gehabt und genau so hohe Renditen. Jedes schlechtere Betriebsergebnis wird von den Anlegern nicht mehr honoriert, also dürfen keine zusätzlichen qualifizierten Mitarbeiter die Kosten erhöhen. Bei vielen ist das so, z. B. 1&1 (darum ja jetzt die D'Avis-Offensive). Nicht umsonst verkauft Dell jetzt auch bei Mario Barth...

Olli hat gesagt…

Ärgerlich, dass da wieder mehr Aufwand für Dich ansteht. Aber cool, dass Du Dich so geschickt abgesichert hast.
Schlaue Socken stänkern bei Bedarf eben erfolgreich herum.