Montag, 25. April 2011

Kein schönes Ostertraining

Nein, natürlich habe ich nicht gemeint, dass alle Sozialpädagogen einen an der Waffel haben, als ich in der letzten Woche vom Pädagogischen Konzept schrieb. Ich finde, man muss eine Menge in meinen Text hinein interpretieren, um das herauszulesen. Allerdings mache ich keinen großen Hehl daraus, dass ich recht fest davon überzeugt bin, dass es unter Sozialpädagogen mindestens genauso viele Idioten gibt wie in anderen Berufen. Und dass ich glaube, dass idiotische Sozialpädagogen deutlich mehr Unheil anrichten können als Idioten in anderen Berufen - zumal das Unheil wohl oft erst dann auffällt, wenn vieles bereits zu spät ist und ganz offensichtlich viele Kontrollen nicht funktionieren oder zu lasch sind. Oder kann mir jemand erklären, wieso ein Gruppen-, Abschnitts- oder Einrichtungsleiter zulässt, dass Susanne zur Durchsetzung pädagogischer Ziele die eigene Mobilität noch weiter eingeschränkt wird als sie es ohnehin schon ist?

Zum Beispiel habe ich auch keinerlei Zweifel, dass Susanne alleine mit Bus und Bahn zu mir fahren könnte - oder auch zum Training. Zumal der letzte Bus direkt über den Deich fährt, auf dem wir trainieren. Trotzdem darf sie das nicht alleine und wir müssen sie zu zweit aus ihrer WG abholen. Zu zweit, damit im Notfall einer Hilfe holen kann, während sich der andere um Susanne kümmert. Kein Kommentar.

Nun hat es unser Verein auch endlich geschafft, zu der absolut geilen Outdoor-Trainingsstrecke die passende Dusch- und Umkleidemöglichkeit zu finden. Bisher war das alles recht improvisiert, doch ab sofort dürfen wir bei einem Sportverein, dessen Vereinshaus am Ende unserer Strecke liegt, duschen und uns umziehen. Und parken. Was natürlich absolut genial ist. Und wie schon gesagt, der Linienbus hält auch direkt vor der Tür. Eingefädelt hatte das übrigens der Dorfpolizist, der in der Nähe dieses Sportvereins wohnt und regelmäßig nach dem Rechten sieht, wenn wir trainieren. Ein etwas rundlicher, älterer Herr mit je drei silbernen Sternen auf den Schultern, der grundsätzlich alleine in seinem Streifenwagen sitzt und uns offenbar in sein Herz geschlossen hat. Fast jedes Mal, wenn wir nachts trainieren, taucht er auf dem Fahrrad sitzend mit seinem Hund auf, grüßt einmal und haut wieder ab.

Da in der Nacht zu Ostersonntag in dem Bereich ein Osterfeuer war, mussten wir diesmal auf die Nacht von Karfreitag auf Ostersamstag ausweichen. Wir waren gerade mitten im Training, ich auf meiner zweiten Runde mit dem Rennrolli, als ich in weiter Ferne ein Auto mit hoher Geschwindigkeit entgegenkommen sah. Das machte einmal kurz Fernlicht an, blinkte dann aber rechts, fuhr auf den Grünstreifen und schaltete das Licht aus. Es war noch mindestens einen Kilometer entfernt. Das kam mir im ersten Moment etwas merkwürdig vor. Ich verlangsamte die Fahrt und überlegte, vorher zu drehen und zurückzufahren. Immerhin war ich in dem Moment alleine und es war ziemlich dunkel. Aber einen Rennrollstuhl bekommt man nicht so einfach und schnell gewendet. Also beschloss ich, rechts auf den Parkstreifen zu rollen und auf den nächsten zu warten, der hinter mir kommen würde. Das nächste, was nach gefühlten zwei Minuten kam, war ein weiteres Auto, relativ schnell - es gehörte weder zu uns noch zu dem Fußgänger-Team, das mit uns trainierte. In etwa einem halben Kilometer Entfernung folgte diesem Auto ein Kleinbus, der zu einem der beiden Teams gehören könnte. Auf der nahezu schnurgeraden Strecke konnte man kilometerweit sehen.

Das Auto, ein Golf, fuhr an mir mit etwas überhöhter Geschwindigkeit vorbei. Als ich wieder nach vorne schaute, ging an dem Auto, das in zwei Kilometer Entfernung auf dem Grünstreifen im Dunkeln stand, das Licht wieder an. Das Auto wendete. Oder? Nein, es wendete nicht, es blieb quer auf der Straße stehen. Und plötzlich flackerte Blaulicht auf dem Dach. Häh?! Hatte der Dorfpolizist uns etwa so lieb, dass er jetzt alle Leute, die trotz "Einfahrt verboten" die Straße passierten, kontrollierte? Um es nicht endlos spannend zu machen: Der Golffahrer hatte am anderen Ende der gesperrten Straße eine Kurve so geschnitten, dass ein Radler aus dem Fußgänger-Triathlon-Team in den Graben geschliddert ist. Außer ein paar Schürfwunden und einigen zerfetzten Klamotten ist dem aber wohl nichts passiert. Der Golffahrer hatte noch gehupt, ist aber gleich weitergefahren. Unfallflucht nennt man sowas wohl. Per Handy hatte jemand aus dem Team direkt die Polizei angerufen. Ein Begleitfahrzeug hatte den Golf verfolgt. Und der Dorfpolizist hat sich die vier Jugendlichen, die ohne Lappen unterwegs waren, gleich geschnappt und zumindest so lange festgehalten, bis seine Kollegen vom nächsten ständig besetzten Revier dort waren. Damit war allerdings auch das Training für diese Nacht erstmal beendet.

Dafür durften wir am heutigen Ostermontag zum ersten Mal draußen schwimmen. Der See, ein Baggersee, bis zu 19 Meter tief, nur rund 500 Meter breit, dafür aber rund 2300 Meter lang, hatte eine Wassertemperatur von 14 Grad. Etliche Kinder plantschten bereits im flachen Wasser, einige wenige waren auch komplett bis zum Hals drinnen, aber nie länger als wenige Sekunden, dafür war es einfach noch zu kalt. Marie, Cathleen, Simone und ich saßen bereits auf einer Decke auf dem Rasen, zogen uns bis auf die Badesachen aus, während Tatjana noch mit Yvonne, Kristina, Merle und Nadine ins Vereinsbüro wollte, weil die da noch irgendeine Wettkampfmeldung dringend faxen mussten. Es sollte angeblich nur höchstens 30 Minuten dauern, wir sollten uns so lange etwas sonnen.

Nach 20 Minuten begannen wir, uns in die Neoprenanzüge zu zwängen, inzwischen konnten wir es alleine, lediglich Marie machte es zum ersten Mal und brauchte Hilfe. Gefühlte hundert Augen glotzten uns an. Für die ganzen Kinder war es super spannend, dass ein paar Rollifahrer sich dort auf der Erde liegend in ihre Wurstpellen pressten, deren Eltern ließen für Minuten glatt ihre Campinggrills aus den Augen. Nach 10 Minuten saßen wir da, die Einteiler bis zur Brust hochgezogen, auf Tatjana und den Rest wartend. Nach weiteren dreißig (!) Minuten kamen sie dann endlich. Während die anderen sich am Auto umzogen, quetschten wir noch unsere Arme in das Ding, schlossen einander die Reißverschlüsse und warteten darauf, dass es jeden Moment losgehen würde.

Wir rollten langsam vom Rasen auf den Sandstreifen nach unten. Als wir uns wieder umsahen, waren die anderen vier immernoch am Auto. Meine Güte, brauchten die lange. Wir setzten uns schonmal in den Sand. Marie fing an, mich zu ärgern, indem sie mich so anstieß, dass ich (in Ermangelung von Oberkörperstabilität) seitlich umkippte. Sofort warf sie sich auf mich drauf und drückte mich auf die Erde. "Ich bin stärker als du", meinte sie. Wir kämpften. Es gelang mir, sie umzustoßen und mich zumindest für einige Sekunden mit meinem Oberkörper auf sie draufzulegen, bevor sie uns ein Stück weiter rollte und wieder oben lag. Sie war mir durch ihre niedrigere und imkomplette Querschnittlähmung körperlich eindeutig überlegen. Wir wälzten uns in dem Sand hin und her, aber ich schaffte es nicht, sie irgendwie festzuhalten. Stattdessen hatte sie mich ein paar Mal so unter sich fixiert, dass ich kapitulieren musste. Wir sahen aus wie die panierten Schnitzel. Aber wir wollten ja ohnehin gleich schwimmen.

Tatjana kam und brachte uns vier Flaschen Mineralwasser. "Damit ihr nicht völlig dehydriert in dem warmen Ding", meinte sie fürsorglich. Sie habe ihren Neo im Auto vergessen, ergo müsse sie jetzt mit dem Kleinbus nochmal zum Parkplatz zurück. Das würde noch weitere 15 Minuten dauern. Die anderen kämen gleich. Wir sollten warten. Wahnsinn. Marie hatte es faustdick hinter den Ohren. Teilweise trank sie, aber zwischendurch nahm sie den Mund voll Mineralwasser, spitzte die Lippen und spuckte es in meine Richtung, mir direkt auf den Arm oder auf die Brust. Das Spielchen fanden Cathleen und Simone natürlich auch toll und so durften etliche Leute beobachten, wie vier Behinderte sich gegenseitig mit Mineralwasser bespuckten, sich in Schwitzkästen nahmen und im Sand herumrollten. Cathleen begann irgendwann, mit Matsch zu werfen und irgendwann waren wir, obwohl wir auf Tatjana warten sollten, im Wasser. Es war dermaßen arschkalt, dass mir richtig ein wenig übel wurde, als ich komplett drinnen war. Im Neo muss sich ja erstmal ein Wasserfilm bilden, bis er isoliert, und der ist erstmal so kalt wie das Seewasser.

Das Schwimmtraining dauerte nur rund 20 Minuten. Das reichte auch. Vor allem mein Kopf fühlte sich wie eingefroren an und meine Stirn fühlte sich leicht schmerzhaft an. Ich war froh, als wir endlich wieder draußen waren, die nassen Sachen ausziehen und uns abtrocknen konnten. Danach kurz gemeinsam duschen, bevor wir dann einen wunderbaren Grillabend am See hatten - es war richtig herrlich.

In der nächsten Woche sind Osterferien, ich werde die Zeit nutzen, um für meinen Test zu lernen, zwei Referate und zwei Hausarbeiten zu schreiben und intensiver zu trainieren. Das Ostertraining war irgendwie nicht der Brüller. "Nicht schön", wie auch Cathleen fand. Dieser abgebrochene Nachteinsatz und dieses Schwimmen im Eiswasser ... da wäre eigentlich mehr drin gewesen. Schwimmen in der Halle wäre jedenfalls effektiver. Auf jeden Fall möchte ich in diesem Jahr noch an mindestens einem Triathlon teilnehmen!

Kommentare :

Richi hat gesagt…

Dass die euch da stundenlang warten lassen haben, finde ich nicht nett. Ein kleiner Tipp gegen die erste Kälte: Thermoskanne heißes Wasser mitnehmen und nach dem Anziehen oben in den Kragen kippen. Aber vorher kontrollieren, dass es nicht mehr zu heiß ist. Dann hast du beim Reinkrabbeln (krabbelt ihr?) bereits einen Wasserfilm und brauchst dafür kein kaltes Seewasser mehr.

Ansonsten gibt es noch eine Möglichkeit, regelmäßig nachzuwärmen, setzt aber voraus, dass man vorher genug getrunken hat und ist nicht so ganz hygienisch, ich habe keine Ahnung, ob das was für dich ist oder ob du es sowieso schon machst, du kannst es dir sicher denken, was ich meine...

Danke für deine tollen Texte, liebe Grüße aus Schwerin von einem treuen Fan

BigDigger hat gesagt…

Tja, das abgebrochene Straßentraining ist ziemlich ärgerlich. Aber sieh das Positive daran: Diese Flachpfeifen wurden erwischt. Unfallflucht, Fahren ohne Führerschein, möglicherweise noch alkoholisiert (?) - das sind alles keine Kleinigkeiten. Als Höchststrafe für den Fahrer drohen drei Jahre Haft. Und natürlich sechs Monate bis fünf Jahre Führerscheinsperre. Sowas tut vor allem (angehenden) Auszubildenden weh, die ggf. für den Ausbildungsbetrieb mobil sein müssen...

Anonym hat gesagt…
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Khaos.Kind hat gesagt…

Natürlich steht in deinem letzten Post nirgendwo, dass alle SozialpädagogInnen einen an der Waffel haben. Wollte ich dir auch gar nicht unterstellen.
Blöderweise hab ich ja mit einigen studiert und weiß daher, dass es genügend darunter gibt, die ich freiwillig nie auf Menschen loslassen würde. ;)
Nur bilde ich mir gern ein, dass ich da einfach überkritisch bin und daher ärgert es mich besonders, wenn meine Wahrnehmung dann doch nicht so ganz falsch zu sein scheint.


Das Ostertraining klingt wirklich etwas nach "naja, war halt". Hoffentlich erkältet ihr euch nicht von dem kalten Wasser. Aber ich nehme an, ein wenig seid ihr auch abgehärtet, so bei jedem Wetter draußen.

Dirk hat gesagt…

Lass mich doch mal was zum pädagogischen Konzept sagen: Ich habe dir eine Mail geschrieben, auf die du leider nicht geantwortet hast. Ich denke nur, wer öffentlich solchen Mist über Sozialpädagogen schreibt, der sollte sich auch der Kritik stellen. Und meine Kritik war, dass du doch überhaupt nicht weißt, was dieser Entscheidung, ihr den Rollstuhl nicht hinterher zu tragen, vorausgegangen ist. Ich habe selbst Sozpäd studiert. Es ist nicht unsere Aufgabe, den Leuten ein möglichst einfaches Leben zu präsentieren, sondern sie zu fördern und zu fordern. Denk mal darüber nach, was das bedeutet! Du musst dir nicht einbilden, nur weil du einen Weg gefunden hast, wie du mit deiner Behinderung klar kommst, dass du stellvertretend für alle Behinderten sprechen kannst. Viele sind einfach so, dass sie sich nicht bewegen wollen, dass sie sich nicht freiwillig waschen, insbesondere geistig behinderte Menschen. Wer weiß, warum man ihr so ein Wohnheim empfiehlt und warum sich die Eltern trennen von ihrem Kind - wir wissen es nicht und du auch nicht. Also hör auf, über alle Sozialpädagogen zu wettern und alle über einen Kamm zu scheren!

Mike hat gesagt…

Dirk, Du schreibst Mist!

Der geschilderte Fall ist eben keine kognitiv eingeschränkte Person, sondern ein Fall Spastischer Lähmung. Sogar ich weiß, dass man mit Spastischer Lähmung alles andere als Gaga ist.
Zusammen mit der schlichten Tasache, dass die junge Frau 19 Jahre alt und damit volljährig, ergibt sich relativ logisch, dass alle auf Zwang basierenden "Pädagogischen Konzepte" der persönlichen Selbstbestimmung schlichtwegs wiedersprechen!

Ich bin mir bewusst, dass zahlreiche Soz-Päds der festen Überzeugung sind, dass sie nur das Beste für den Patienten im Sinn haben und wissen, was gut für sie ist. ABER:
Wer unter anderem einen geistig normalen Erwachsenen in seiner Mobilität einschränkt und ihn bevormundet, der sollte mal sehr intensiv darüber nachdenken, was eigentlich seine Aufgabe ist und wie er es mit den Grundrechten hält.

Das es vollkommener Unfug ist, eine Spastikerin zusammen mit geistig Behinmderten zusammen zu betreuen, ist auch klar.

Leider erfüllst Du vollkommen meine stetig wachsenden Vorurteile gegen Sozialpädagogen. Oder wie würdest DU dich fühlen, wenn DIR als Erwachsenem dein Tagesablauf noch weiter eingeschränkt und fremdbestimmt würde, als es eh schon der Fall ist.

Mike

Mike hat gesagt…

@ Jule
Euren Polizeihaupkommisar (Der mit den 3 Silbernen Sternen) solltet ihr in Gold fassen lassen und auf eure nächste Vereinsfeier einladen. Der ist mal wirklich "Dein Freund und Helfer".

Die Chaoten ohne Führerschein dürfen sich jetzt übrigens ganz warm anziehen: Unfallflucht: 7 Punkte, Fahren Ohne Fahrerlaubnis: 6 Punkte...
Das Ganze bleibt mindestens 5 Jahre erhalten, mit Drogen 10 jahre. Adios, Führerschein mit 18!

Das Befahren der gesperrten Straße ist dagegen Pillepalle

LG
Mike

Anonym hat gesagt…
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Joachim hat gesagt…

@Dirk:
"Es ist nicht unsere Aufgabe, den Leuten ein möglichst einfaches Leben zu präsentieren, sondern sie zu fördern und zu fordern.

Fordern: Leute lächerlich machen, indem man sie durch die Gegend scheucht?

Fördern: Ihnen die Teilnahme am öffentlichen Leben vorenthalten, weil sie weder alleine, noch zu zweit den ÖPNV nutzen darf?

Was wäre denn, wenn Jule da nicht so engagiert wäre? Susanne ist "fitter"(=Treppen "steigen") als Jule, dürfte aber nicht Bus fahren. Soll sie also "zuhause" verroten? Aber trotz Jules Engagement wäre das fast nichts geworden. Weil die Tante sich darum nicht kümmern wollte.


"Und meine Kritik war, dass du doch überhaupt nicht weißt, was dieser Entscheidung, ihr den Rollstuhl nicht hinterher zu tragen, vorausgegangen ist."

Was sind denn mögliche Szenarien, die das rechtfertigen? Ich weiß nicht was im Kopf von Sozialpädagogen vorgeht, aber wenn ich einer Person, die sowieso schon Probleme hat, noch mehr Steine in den Weg lege, ist das nicht wirklich smart - und die Begründung "Viele sind einfach so, dass sie sich nicht bewegen wollen, dass sie sich nicht freiwillig waschen, insbesondere geistig behinderte Menschen" ist ja wohl auch unter aller Kanone. Ich würde irgendwann auch keinen Bock mehr haben, wenn ich fürs raus'gehen' (mit meinem Rollstuhl) mich jedes Mal zum Affen machen müsste. Und der Einschub mit den geistig behinderten Menschen ist auch fehl am Platz. Kann ja sein. Trifft hier aber nicht zu, ist also irrelevant.


Was ich nicht verstehe: Du muckierst dich über Jule, gehst aber kein bißchen auf das Verhalten dieser Betreuerin ein. (Einen Teil habe ich hier im Kommentar erwähnt, dazu kamen ja noch weitere Ausfälle (wie der Matrazenschontipp).

Anonym hat gesagt…
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Anonym hat gesagt…

Ich kann der Meinung "Ach, hat wieder einer die Pisser losgelassen? Ist doch echt Banane, ob sie beim Schwimmen Pipi macht oder nicht. Ich weiß nicht, warum einige auf dem Thema so rumreiten müssen, wenn sie damit doch wegen ihrer Behinderung zu kämpfen hat. Kann man nicht zu anderen Dingen ona**eren?" nur voll zustimmen.

In anderen Blogs, anderen Foren, sonstwo (die sich NICHT speziell damit beschäftigen)... wird doch auch nicht so viel danach gefragt/geredet wie auch immer.

Ich meine... wenn Menschen so eine Vorliebe haben - schön und gut. Nur sollten diese Menschen sich fragen, ob es nötig ist, damit dauernd jemanden zu belästigen. Für solch einen Austausch gibt es sicher extra Foren oder Bereiche, wo man sich austauschen kann. Aber ich renn doch auch nicht zu xy hin und frag ihn "huii sind eigentlich deine Fußbägel lackiert" (angenommen ich wäre Fußfetischistin...) durch solche Fragen reduziert man die Menschen irgendwo auf eine "Sache" und noch mehr - man nutzt sie für seine Zwecke aus, ohne Rücksicht auf die Gefühle des Menschen, den man fragt. Da könnt ihr echt froh sein, dass Jule da recht offen zu sein scheint und eure Fragen mal mit mehr, mal mit weniger Humor, beantwortet und toleriert. Aber zu weit geht das trotzdem irgendwie...

LG

*Biene*

Steffi hat gesagt…

Ja, Biene, das ist ja leider das große Problem bei solchen relativ anonymen Seiten im Internet. Da gibt es immer wieder ein paar Idioten, denen man nur derart begegnen kann, dass man ihren Müll löscht. Leider haben sie den ganzen Tag nichts anderes zu tun als für den nächsten Schuss zu sammeln und von daher stört es sie in aller Regel auch nicht, wenn ein Versuch ins Leere läuft. Jede Wette, da sind noch mindestens 50 weitere Anfragen am Start.

Ich glaube, es gibt sehr viele Männer, die mehr über eine Frau erfahren wollen. Ich finde es jetzt auch nicht verwerflich, wenn jemand intime Fragen stellt und so irgendwelche Phantasien nährt. Jule kann ja frei entscheiden, ob sie die beantworten möchte. Was ich nur nicht kapiere, ist, dass das nicht irgendwann mal aufhört. Jule hat doch schon erschöpfend darüber Auskunft erteilt, wie das bei ihr läuft oder nicht. Und statt mal zurück zu blättern, wird hier ständig alles vollgeschmiert.

Jede Wette, Jule ist noch unterwegs, sonst hätte sie hier schon durchgegriffen. Zum letzten Mal war ja relativ viel Ruhe, nachdem du, Jule, so eine Fragemöglichkeit eröffnet hattest. Vielleicht ist ja wieder der Moment gekommen, wo man die ganzen Wichser, und das Wort verwende ich jetzt nicht zufällig so, kanalisiert in eine Richtung aus dem Sichtfeld lenken kann.

Lass dich durch diesen Mist nicht abhalten und schreibe weiter. Ich lese deinen Blog sehr gerne. Viele liebe Grüße aus dem Norden (noch nörderlicher als du), Steffi

Jule hat gesagt…

So, ich habe mal wieder aufgeräumt. Das lustigste ist ja, wenn einer (sinngemäß) fragt: "Hey, Jule, pinkelst du in die Hose? Dein treuer Fan Herbert" und anschließend von derselben IP-Adresse unter anderem Namen sich selbst antwortet: "Hey Herbert, du Sau, sowas fragt man doch nicht, hast du deinen Dödel wieder nicht unter Kontrolle?" Da bin ich glatt froh, fest im Stuhl zu sitzen, um nicht vor Lachen rauszukippen.

@Khaos.Kind: An dich habe ich bei meiner Antwort auch nicht als erstes gedacht. Sondern ich hatte mehrere böse Mails zu dem Thema bekommen, auf die ich noch einmal reagieren wollte.

Dazu möchte ich erwähnen (das geht auch an Dirk), dass ich grundsätzlich alle Mails, die ich bekomme, lese, dass ich aber lange nicht dazu komme, sie alle zu beantworten. Obwohl ich mich sehr freue, auch wenn jemand anderer Meinung ist.

Manchmal ist keine Antwort aber auch eine Antwort. Dirk, es muss mir auch freistehen, auf Mails bewusst nicht zu reagieren. Ich habe den Eindruck, du hast das, was ich ausdrücken wollte, nicht erfasst. Ich finde es gut, wenn Menschen mit Behinderung Selbständigkeit vermittelt wird - nur dann bitte auch in aller Konsequenz und somit auch da, wo es unbequem werden könnte.

Khaos.Kind hat gesagt…

@Dirk
Denk nochmal über die Sache mit dem doppelten und dem dreifachen Mandat nach und welche Rolle dir Bedürfnisse und Wünsche der KlientInnen/zu Unterstützenden da spielt und du erkennst, dass nicht besonders viel von dem aus den Worten der erwähnten Sozialpädagogin spricht.

@Jule
Ok, ich schließe einfach mal daraus, dass die bösen Mails von Menschen kommen, die meinen ehem. KommilitonInnen ähneln ;)

Ich glaube, moderieren macht bei dir hin und wieder echt Spaß. Ausgelebte multiple Persönlichkeiten und Menschen, die nicht mal eben ein paar Einträge zurück blättern können/wollen. Da ist glaub echt gut, dass du nicht jedesmal vor Lachen aus dem Rolli kippst. Was hättest du für Armmuskulatur vom vielen wieder in den Rolli-hieven müssen ;) Oder gleich den Laptop/Computer am Boden und Oriental-Feeling *g*

Olli hat gesagt…

Erfahrungsgemäß sind nicht nur die IPs gleich, sondern auch die Browserversionen usw. - das man das als Blogbetreiber sehen kann, erstaunt dann manche, die sich mit "W-LAN, WG" usw. herausreden wollen, warum unter selber IP doch verschiedene Leuts zu gange seien.

Zum Alleinsein beim Straßentraining: ich dachte, ich habt dann Funk im Helm? Oder ist das nur wenn ihr auf ungesperrten Straßen fahrt?
(Sorry wenn das schon wo stand, dann hab ich das gerade nimmer präsent)