Dienstag, 14. Februar 2012

An den Rolli gefesselt

Seit einigen Tagen ist der Hinweis im Umlauf, man möge, wenn man jemanden sieht, der an der Rollstuhl gefesselt ist, diesen losbinden oder die Polizei rufen.


Im Bahnhof Altona, genauer gesagt in dem dortigen Elektronikmarkt, befand sich heute eine knapp 20jährige Behinderte mit Rollstuhl. Ob gefesselt oder nicht, kann ich nicht sagen. Vermutlich hat sich jemand an den obigen Hinweis erinnert und vorsichtshalber die Cops gerufen. Diese parkten auch gleich auf dem richtigen Parkplatz...

Kommentare :

Das Orangenmaedchen hat gesagt…

In Berlin in den Tiefgaragen der Einkaufshäuser sieht man das durchaus regelmäßig; am liebsten quer über BEIDE! Irgendwo liegt noch ein Foto, das muss mal rausgekramt werden XD

Danke Jule für das fabelhafte Beispiel, dass es wirklich nicht jeder schafft, bewusst im Straßenverkehr unterwegs zu sein ;)

Anonym hat gesagt…

Ähm, wie jetzt? *kopfkratz*

Anonym hat gesagt…

Die werden einen Ladendieb abgeholt haben und es war kein anderer Parkplatz frei. Polizeiliche Maßnahme, kann man nix gegen sagen.

Annike hat gesagt…

Hahaha göttlich :D Ist ja schon wie hier in NRW^^

Anonym hat gesagt…

Sollte nicht besser das Kennzeichen auf dem Bild unkenntlich gemacht werden?

Anonym hat gesagt…

@06.26 Uhr: Entscheide selbst. Ich poste dir hier mal, was die Halteranfrage ergibt. Danach soll der Halter angeblich ein Mann oder eine Frau sein, die ziemlich sportlich zu sein scheint und mindestens einen Doppelnamen hat:

Behörde für Inneres und Sport
Johanniswall 4, 20095 Hamburg

Oder meinst du das Kennzeichen von dem BMW rechts davor? Das wäre in der Tat zu überlegen.

Alice hat gesagt…

Wofür steht denn diese "an den Rollstuhl gefesselt" Kampagne? Dass man bei den blöden Bodenbedingungen Rollstuhlfahrern anbietet sie anzuschieben, wenn sie fest stecken oder so was?

Anonym hat gesagt…

@10:16

Ich würde beide Kennzeichen unkenntliche machen, aber das ist nur meine Meinung.

Gabriela hat gesagt…

Das ist ja mal eine Frechheit! Grade die sollten doch eine gewisse Vorbildfunktion haben, oder irre ich?!

Anonym hat gesagt…

@Alice: Dass man nicht sagt "an den Rollstuhl gefesselt", weil das nicht stimmt. Man benutzt den Rollstuhl als Mobilitätshilfe, aber man ist nicht gefesselt daran. Es soll lediglich den reflektierten Gebrauch der Sprache anmahnen.

Stephan hat gesagt…

sind Blindheit, Beamtenstatus und die felsenfeste Überzeugung niemals irgendetwas falsch machen zu können nicht als eine so schwere Beeinträchtigung zu sehen, dass die Fahrer dort parken müssen?

b hat gesagt…

@16:09: Ich bin begeistert. :>

Anonym hat gesagt…

Hallo, unbekannter Weise :)

Über ein Hilfeforum bin ich beim Durchstöbern von Threads auf einen Link gestoßen, der mich zu Deinem Blog entführte.

Bevor ich mich nun als anonymer Zaungast wieder davon schleiche, wollt ich wenigens einen ehrlichen Dank dalassen. Einen Dank für einen Einblick in ein Leben, daß mir bislang noch unbekannt war.

Bislang bekam ich durch Bekannte, Einblicke in das Leben mit Blindheit (Einblicke in die andere wirklich schlimme Blindheit erhällt man im Leben von allein), bekomm weiterhin neue Einblicke in die Welt meines Sohnes und nun erhielt ich einen kleinen und aufschlußreichen Einblick in eine weitere Welt.

Ich hab gern Deine vielen Blogeinträge gelesen, aber verabschiede mich nun wieder mit einem Gruß aus dem anderem Ende Deutschland.

Sandra

Anonym hat gesagt…

ich sehe jetzt kein großes Problem darin dass die Polizei auf einem Behindertenparkplatz parkt, insofern es erforderlich ist. Was aber in einem Elektronikmarkt denke ich nicht so sein sollte da es dort ja normalerweise Ladendedektive gibt und diese Diebe soweit ich weis festhalten dürfen.

Das Orangenmaedchen hat gesagt…

Den Ausdruck "an den Rollstuhl gefesselt" finde ich ehrlich gesagt, überhaupt nicht zutreffend. Es ist eine Mobilitätshilfe, die Lebensqualität wiederbringt, wo sie ohne ihn vermindert gewesen wäre.
Vor allem wird dann jeglicher diskriminierender oder ähnlicher Aspekt bestritten. Sei er gemeint oder nicht, wenn aber es einige Leute sehen, muss ja auch was dran sein; dennoch heißt es nicht, dass es nur wenige gibt, die das "bemerken", wenn sich nur wenige melden. Wir sind nur stark, wenn wir gemeinsam den Mund aufmachen!

Olli hat gesagt…

Die Streife hätte sich genausogut da, wo nicht alles zum erliegen kommt, auf die Fahrspur stellen können und so ankommenden Rolli-Fahrern die Chance auf ihren PArkplatz lassen können.
Möge das Bild zeitnah dort gelandet sein, wo man dem Sinn dieses Parkvorgangen ggf. disziplinarisch wirksam nachgehen kann.