Donnerstag, 3. Mai 2012

Alles Bagaluten

Nachdem Cathleen Ende März eine Information von ihrer Krankenkasse bekommen hat, dass sie ab 1. Mai neue Verträge über die Versorgung mit Verbrauchs-Hilfsmitteln mit einem Lieferanten für alle Versicherten verbindlich abgeschlossen hat, kam heute von eben diesem auch noch ein "Informationsschreiben" - Frank sagte dazu nur: "Das sind alles Bagaluten."


Ich übersetze einzelne Passagen des Textes mal von amtsdeutsch nach stinkesöcksisch:

"Wir werden auch weiterhin Ihre Inkontinenzversorgung fortführen" - Du hast keine Chance, dich dagegen zu wehren.

"Wir werden alles dafür tun, dass Sie auch weiterhin mit uns zufrieden sind." - Wir haben einen Scheißjob angenommen, in dem wir nur Gewinn machen, wenn wir auf Kosten kranker und behinderter Menschen sparen, du wirst also nie zufrieden sein, aber wir zeigen guten Willen.

"Damit alles nahtlos und pünktlich klappt" - Wenn du dich nicht sofort rührst, gibt es keine Pampers mehr.

"Das Rezept sollte als Dauerverordnung für Inkontinenzprodukte verschrieben sein." - Am besten machen wir gleich für die nächsten Jahre einen sicheren Vertrag. Und am besten schreibt dein Arzt kein konkretes Produkt drauf, dann gehen wir davon aus, dass wir den letzten Scheiß liefern dürfen.

"Wir sind Ihnen gegenüber verpflichtet, Sie medizinisch notwendig zu versorgen." - Komm mir bloß nicht mit Selbst- oder Mitbestimmungsrechten.

"Wir bieten Ihnen auch weiterhin eine auf Ihren individuellen Bedarf abgestimmte und für Sie kostenfreie Versorgung mit Inkontinenzslips. In der beigefügten Preisliste haben wir die kostenfreien Produkte für Sie aufgeführt." - Wenn du nichts zuzahlen willst, bestimmen wir, wieviele Pampers du im Monat brauchst und welches Produkt du nimmst.

"Leider können wir Ihnen Ihre gewohnten Produkte nicht mehr kostenfrei liefern." - Wir wollen unsere Gewinne optimieren und liefern künftig nur noch Scheiß.

"Damit Sie aber Ihre gewohnte Qualität weiterhin einsetzen können" - das, was wir ab heute im Rahmen des Vertrages liefern, entspricht nicht der gewohnten Qualität.

"Wir haben uns bemüht, die Zusatzkosten für Sie so gering wie möglich zu halten." - Vergleiche am besten gar nicht erst mit anderen Anbietern.

"Den wirtschaftlichen Aufschlag entnehmen Sie bitte beigefügter Preisliste." - Wir lassen dich ordentlich zuzahlen, aber wir nennen es einfach mal anders.

"Wir würden uns freuen, wenn Sie uns Ihre Entscheidung frühzeitig mitteilen könnten, ansonsten würden wir Sie zukünftig mit unserem kostenfreien Produkt beliefern." - Ruf schnell bei uns an und lass dich vollsülzen, sonst schieben wir dir ein paar Billigpampers unter. Die Verordnung für die Kasse haben wir ja nicht (siehe oben), somit kommt mit der Lieferung gleich die Privatrechnung.

Und wenn man nun mal wissen will, was man kostenlos geliefert bekommen darf, schaut man am besten in die beigefügte Tabelle:


Slips gibt es nur von easy und Delta. Das erste ist ein Noname-Produkt, das bei der Saugleistung (nach DIN) genau 48% der jetzigen Markenversorgung erreicht. Die Markenversorgung kann 2,8 Liter halten, allerdings wird das gemessen, indem man das Produkt unter Wasser drückt, 5 Minuten auf die Leine hängt, abtropfen lässt und dann auswiegt. Da das aber mit der Realität nichts zu tun hat, kann man diese Zahlen etwa durch 4 teilen, um den tatsächlichen Wert zu ermitteln.

Das bedeutet: Dieses Noname-Produkt läuft bei etwa 330 ml aus. Das billige Discountprodukt fasst immerhin 450 ml. Wenn man nun berechnet, dass ein Mensch pro Tag etwa 2 Liter trinkt und davon 1,5 Liter über die Harnwege ausscheidet, bräuchte man pro Tag rund 3 bis 4 Windeln. Da man pro Monat nur 80 Stück bekommt, sollte man es irgendwie mit 2 bis 3 Stück hinbekommen. Und jetzt bloß kein Bier trinken oder sowas...

Aber es wurde ja schon gesagt: Die gewohnte Qualität gibt es nur mit Zuzahlung. Sieht man dann von einem weiteren Discountprodukt von forma-care ab, bleibt nur noch eins: Der Mercedes unter den Inkontinenzprodukten. Tena. Hier würden bei einer Versorgung von 4 Stück pro Tag bei Größe M bis zu 100 € Eigenanteil pro Monat anfallen.


Für dieselbe Summe (allerdings ohne den hier bereits eingerechneten Zuschuss der Kasse) kann ich aber auf dem freien Markt dieses Produkt auch bekommen. Soviel also zum Thema "Zusatzkosten möglichst gering halten".

Die Krankenkassen lassen keinerlei Spielraum bei der Auswahl des Lieferanten. Das bedeutet: Entweder, du nimmst Schrott oder du nimmst den Mercedes mit 100 € Zuzahlung. Dazwischen gibt es nichts. Cathleen ist das zu blöd und bestellt nun für 50 Euro pro Monat ihr bisheriges Markenprodukt bei einem anderen Lieferanten - und die Kasse bleibt völlig außen vor. Das ist für sie die wirtschaftlichste Lösung. Denn für eine Schülerin ist jeder Euro wertvoll.

Toll gemacht. Wie gesagt: Das sind alles Bagaluten.

Kommentare :

peter hat gesagt…

Liebe Jule,
Bitte rate Cathleen doch mal, mit diesem Schreiben zur KK zu gehen und ganz offen mit den dortigen Mitarbeitern zu reden.
Ich bin mir sicher, dass die KK dieses Schreiben der Firma und deren Umgang mit den Versicherten nicht kennen. Jedenfalls haben wir in unseren Fällen immer eine Lösung finden können.
Und ausserdem wird es neben der Firma A und der Firma B (die mit den 50€ Zuzahlung) auch noch eien Firma C geben, die auch einen Vertrag mit der KK haben.

Das Ganze sind doch nur Preiserhöhungen, die man bei der KK nicht druch bekommen hat und nun von der Versicherten haben möchte.

Grüsse & nochmal herzlichsten Glückwunsch zum BOB!

Olivia hat gesagt…

Das ist mit ein Grund warum ich mir meinen Inkonitenzprodukte von vorneherein privat kaufe auch wenn Einlagen im Vergleich zu Windeln günstiger sind

Banane hat gesagt…

Das ist ja eine schöne Taktik der Kassen:
Kostenlos gibt es nur unbrauchbaren Billig-Schrott und ansonsten verkaufen wir noch teure Luxus-Produkte ohne nennenswerten Zuschuss.
So kann man sehr schön die Kosten für eine Leistung einsparen, die man eigentlich erbringen müsste...

Und gleichzeitig zahlen wir einen Haufen Krankenkassen-Beiträge und die Kassen erwirtschaften Gewinne in Milliardenhöhe.
Schönes Gesundheitssystem!

Gruß
Banane

Seemädel hat gesagt…

Das ist echt komplett daneben, bekomme das bei rehakids auch immer wieder mit... und kann echt verstehen, wenn Cathleen keine Nerven mehr hat, sich weiter zu streiten. Falls sie es doch noch vorhat, gibt es im Übrigen auf der Seite des BVKM eine Argumentationshilfe:
http://www.bvkm.de/Arbeitsbereiche_und_Themen/Recht_und_Politik/Argumentationshilfen/Versorgung_mit_Inkontinenzhilfen

ednong hat gesagt…

Als erstes hoffe ich ja, ihr wehrt euch mit Frank gegen solcherlei Abzocke. Das ist ja wirklcih unverschämt.

Diese Aufrechnung mit dem Zuschlag und die Aussage "wirtschaftlich" in dem Schreiben des Lieferanten paßt absolut. "Wir wollen möglichst viel Gewinn machen und nutzen die Wehrlosigkeit und das Unwissen unserer 'Zwangskunden' aufs Äußerste aus." - einfach nur traurig, diese Verarsche. Und als Versicherter muß man das scheinbar akzeptieren. "Wirtschaftliche Aufzahlung" - was für ein Unwort (oder eher Unwort-Konstrukt).

Wäre denn da nicht ein Krankenkassenwechsel sinnvoll? Oder reißt so etwas weitere Baustellen auf?

Ihr solltet vielleicht noch mal einen weiteren Verein/Genossenschaft/whatever gründen und einen Großeinkauf bei dem "Mercedes"-Fabrikanten dieser Einlagen machen und günstig verkaufen. Oder dieses für die Krankenkassen erledigen. Zumindest für die Krankenkasse(n), deren Mitglieder ihr seid ;)

BigDigger hat gesagt…

"Bagaluten" ist noch eine sehr, sehr freundliche Formulierung, geradezu schmeichelnd (vor allem, wenn man da an die "Bagaluten-Wiehnacht" der liebenswerten Musikgruppe "Torfrock" denkt).

Mir fallen da auf Anhieb sehr viel blumigere Begriffe ein. Streichinstrumente für bei vielen Querschnitten schwer zu kontrollierende Körperteile, zum Beispiel. Oder auch eine herabsetzende Bezeichnung für sexuell aktive Menschen ohne Lebenspartner. Die letzte Zeile von Absätzen, die jeweils die erste Zeile neuer Seiten sind, passt ebenso. Oder auch die Kreuzung aus den Rosensorten "Daisy Hill" und "Solarium" aus dem Jahre 1936. Meinetwegen, als schwächste Form, wohl das Standardselbstverteidigungsgerät eines Panzergrenadiers.

(Wenn Du wissen willst, was das genau sein soll, schreib mir. Mailaddy müsstest Du haben. ;) )

Nobody hat gesagt…

Hey Jule,

da kann ich nur an den Beitrag von zuvor anknüpfen. Barrieren und Widrigkeiten von Fussgängern gegen Personen die sich nicht wehren können oder wollen. Dafür ist das Thema einfach zu unangenehm oder die Personen verstehen überhaupt nicht das sie hier im wahrsten Sinne des Wortes verarscht werden.

Ich kann dieses Posting nicht wie gewohnt in einem Rutsch schreiben. Ich muss immer wieder aufstehen und mich und meine Wut abbauen. Wie kann man nur Menschen so behandeln. Es sind doch keine Zahlen. Am liebsten würde ich ja gerne die Verantwortlichen mal einen Monat nicht auf Klo lassen, dafür aber ihre Windeln tragen. Mal sehen wie toll die dann die Ersparnis finden.

Am besten verlinkt einfach mal jeder diesen Beitrag auf verschiedenen Webseiten. Sollte uns gemeinsam doch möglich sein gegen diese Praxis eine Front aufzubauen. Man kann diesen Konzernen nicht alles durchgehen lassen!

Michi hat gesagt…

Frechheit. In anderen Branchen würde man so ein Geschäftsgebaren als "Abofalle" bezeichnen und die Firma über kurz oder lang Besuch vom Staatsanwalt bekommen. Aber mit Leuten, die keine Wahl haben, kann mans ja machen...

@BigDigger: "Streichinstrumente für bei vielen Querschnitten schwer zu kontrollierende Körperteile" - ROFL! Sehr genial umschrieben :D Trifft den Nagel auf den Kopf.

Wolfy hat gesagt…

@ednong:

Ich könnte mir vorstellen, dass ein Kassenwechsel in dem Fall nicht so einfach ist. Die meisten Kassen würden sich auf die Beine stellen, weil Rolli-Fahrer einen "hohen Kostenfaktor" haben. Also ich würde den Sprung nicht wagen - zumindest nicht als Schülerin ;)

@All

Des Weiteren haben die Kassen ja letztlich nichts mit diesem Schreiben zu tun. Klar suchen sie sich die Vertragspartner aus und verhandeln mit ihnen die Kostenübernahmen - aber wie Peter schon sagte: einfach damit zur direkten Mitarbeiter(in) der Kasse gehen. Da erreicht man durch diverse soziale Kontakte oftmals mehr als man denkt.

Ich halte diese Verträge aber eh alle für Schrott. Das meine ich auch für die Apothekerrezepte. Da schreibt Arzt Produkt von Firma X auf und Apotheke muss Firma Z raus geben, weil die Krankenkasse mit denen ihr Vertrag hat (und X wäre dann deutlich teurer als Z). Mit einer anderen Krankenkasse oder gar Apotheke wäre es Medikament Y.
Verträgt man Z und Y nicht, weil Konservierungstoffe oder weis der Geier, muss ein Sonderkreuz aufs Rezept und der Patient muss eben drauf zahlen.
Und dann produzieren die Kassen einen riesigen Überschuss, der nicht an die Einzahler zurück geht (z.B. Senkung der Versicherungsgebühren, bessere Verträge, etc. pp), sondern an die Regierung abgetreten wird (für keine Ahnung was - Sinn wird das zwar schon haben *hofft* aber mal sehen, wann die nächste Erhöhung der Versicherung kommt...). Woher diese Info kommt weis ich nicht. Kann auchein Gerücht sein - aber die örtlichen Ärzte regen sich genau darüber auf. ;)

Ist doch alles Mist -.-"
*Faden verloren*

Anonym hat gesagt…

Mach dir nichts draus, andere Leute bekommen lapidar gesagt, dass ihr Medikament nicht von der Kasse übernommen wird, und müssen es grundsätzlich selber zahlen. Bei mir sind das 50€/Monat, und das auch schon über 1 Jahr hinweg. Großes Kino...

Anonym hat gesagt…

Nehmt doch einfach einen anderen Leistungserbringer. Ich weiß nicht, worüber du dich aufregst. Hast du zu viel Zeit?

BigDigger hat gesagt…

@Anonym (17:13)

Nicht begiffen?
Du bist bei einer Krankenkasse versichert. Diese hat bestimmte Leistungen zu erbringen, dafür kriegt sie Geld. Zur Kostensenkung hat sie sich entschieden, mit einem Hilfsmittelliferanten einen Vertrag abzuschließen, der für die Krankenkassen-Kunden verbindlich ist. Auf deutsch: Es ist nicht möglich, einen anderen Leistungserbringer zu wählen, da die Krankenkasse dort keine Zuzahlungen leistet. Zuzahlungen, für die u.a. Beiträge an die Krankenkasse gezahlt werden.

Die einzige Möglichkeit wäre der Wechsel der Krankenkasse - da weißt Du aber auch nicht vorher, was da bewilligt wird.

Jetzt kapiert?

Jule hat gesagt…

@peter: Ich werde mit Cathleen reden, allerdings hat die Krankenkasse keine Verträge mehr, sondern nur noch einen Vertragspartner, der über eine Ausschreibung gewonnen wurde. Man darf nur noch dort bestellen - oder muss alles selbst zahlen. Selbst zahlen ist aber nicht unbedingt teurer. Das empfinde ich als Systemkrankheit, auf die ich hinweisen wollte.

@Seemädel: Den Link kannte ich schon, ich denke, Frank würde in dieser Richtung auch was tun, nur Cathleen hat auf das Theater keine Lust mehr. Es ist ja nicht das erste Mal, dass es in diesem Zusammenhang Theater gibt.

@ednong: Ein Krankenkassenwechsel kommt eher nicht in Frage. Cathleen ist eigentlich bei einer recht humanen Ersatzkasse (familien-) versichert, die ihr bisher zum Beispiel jeden Rollstuhl voll bezahlt hat. Da haben zum Beispiel andere Krankenkassen massive Beschränkungen, so dass teilweise pro Rollstuhl (also alle 5 bis 6 Jahre, bei Kindern sogar öfter) gerne mal vierstellige Summen berappt werden müssen.

@BigDigger: Irgendwie bist du genial. Das ist ja nicht das erste Mal, dass ich von dir solche Umschreibungen lese. Wie kommst du bloß immer auf so etwas? Ich bin dann eher diejenige, die sich den ganzen Kram vor dem inneren Auge bildlich vorstellt und musste schon über den aus der Hose rausschauenden Geigenbogen schmunzeln, habe mir eine Singleplattform vorgestellt, auf der man die User auch nach entsprechenden Kriterien (Geschwindigkeit, Häufigkeit, Mengenverhältnisse) sortieren kann (ich weiß, ich bin versaut), musste an eine Deutschstunde zurückdenken, in der es um Schusterjungen und die im horizontalen Gewerbe gezeugten Jungs ging - nur die Rosensorten musste ich googeln und habe dazu gelernt. Und was das Selbstverteidigungsgerät angeht, tippe ich mal unwissend auf einen (Sand-) Sack und sehe einen Schützengraben vor meinem inneren Auge, den ich jetzt mal schnell wieder wegschiebe. :)

@04-05-12 10.14: Ja, ganz großes Kino. Deswegen schreibe (auch) ich darüber, in der Hoffnung, dass sich irgendwann unsere Kassen solche Praktiken nicht mehr leisten können, weil sie in der Öffentlichkeit zu häufig negativ diskutiert werden - insbesondere hinsichtlich ihres zumindest fragwürdigen Nutzens.

@04-05-12 17:13: Nimm dir vielleicht ein wenig mehr Zeit zum Lesen, dann erschließt sich dir, worüber ich mich aufrege.

ein Vater hat gesagt…

Also wenn der private Einkauf bei einm Mitbewerber ohne Zuzahlung durch die Kasse günstiger ist, läuft ganz arg was falsch. Das sollte man der Krankenkasse sagen. Das kann dann ja auch nicht in Ihrem Sinne sein.
Aber vielleicht ist es "nur" in der Sparte so. Ich weiß ja nicht welche Breite dieser Vertrag mit dem Anbieter hat. Insgesamt lohnt es sich vielleicht für die Kasse und Cathleen gehört zu denjenigen, die die Arschkarte gezogen haben.
Die wahrscheinlichste Erklärung ist aber mal wieder, dass bei der Ausschreibung nur auf den Preis und nicht ausreichend auf die Leistung geguckt wurde.
Sehr schade.

Snake hat gesagt…

echt traurig wie einige Unternehmen versuchen den Reibach zu machen auf Kosten der Personen die die Produkte dringend brauchen. Und es ist richtig erbärmlich wie sich die KK´s aus der Affäre rausziehen, man diesen Geld in den Rachen wirft und dann noch extra Kosten an der Backe hat um ne normale Qualität zu erhalten. Zumal diese Ausschreibeverfahren auch der größte Witz sind. Man nimmt den günstigsten Lieferanten und hofft das der noch was an die KK abdrückt um den Zuschlag zu bekommen. Da fragt man sich doch echt sind das alles seelenlose Personen die bei den KK´s und den entsprechenden Versorgern arbeiten.

Wenigstens weiß Cathleen wie man diesen Stress weitestgehend umschifft, andere haben da keine Ahnung und da freuen sich diese netten Unternehmen.

Anonym hat gesagt…

Selbstverteidigungsgerät eines Panzergrenadiers - und nicht nur dessen - ist und bleibt der Klappspaten (http://de.wikipedia.org/wiki/Klappspaten) - und damit sind die für diesen Brief verantwortlichen Mitarbeiter auch noch ziemlich wohlwollend umschrieben.
VG
Micha

Jule hat gesagt…

@ein Vater: Die Krankenkasse kennt dieses Problem aus der Vergangenheit und sagt dazu, dass es sich hierbei um Angebote handelt, die privatrechtlicher Natur sind und in die sie nicht eingreifen können und wollen. Für sie ist nur relevant, dass jedes Mitglied die Möglichkeit hat, kostenlos Produkte zu bekommen. Mit deiner wahrscheinlichsten Erklärung wirst du richtig liegen.

@Snake: Seelenlose Personen? Knallharte Unternehmer halt. Man muss nur sagen, dass ich persönlich einen Unternehmer kenne, der auch ohne solche arschige Einstellung sehr erfolgreich ist. Vielleicht wäre so etwas für eine Krankenkasse grundsätzlich auch angebrachter.

@Micha: Der Klappspaten! Man merkt echt, dass ich nicht gedient habe... Danke für die Aufklärung!

Snake hat gesagt…

tja es gibt Unternehmer die knallhart sind, aber immer noch in den Spiegel schauen können, weil sie fair zu den Kunden sind. Aber Unternehmer die gezielt versuchen aus der Situation anderer ihren Profit zu schlagen, denen fehlt einfach die Menschlichkeit, was irgendwie in der Seele wiedergespiegelt wird.

Gibt solche und solche, meines Erachtens aber zu wenig faire Händler.

Und zu den KK´s da sollten die Vorstände mal wieder anfangen zu denken was eine KK macht und net nur an den fetten Profit. Wie hies es noch in den Nachrichten, die KK´s in Deutschland haben von Januar bis September 2011 einen Überschuss von 8,6 Milliarden Euro verbucht und das waren nur die Gesetzlichen, will ich net wissen wieviel die Privaten gemacht haben. Und zurück an den Kunden geht nix, da werden die Programme sogar noch eingeschränkt, weil angeblich keine Kohle da ist. Deswegen stimme ich Dir zu, dass die mal wieder anfangen sollten wie faire Unternehmer zu denken.