Freitag, 17. August 2012

Cash für Maria

Endlich. Der Bescheid für Maria, der ihr monatliche Leistungen zum Lebensunterhalt (sprich: Cash für Lebensmittel, täglichen Bedarf etc.) bewilligt, ist durch. Mit Bescheiddatum vom 14.08.12 wurde die Leistung rückwirkend ab Antragsdatum zuerkannt. Acht Monate werden nachgezahlt (somit bekommt eine gute Freundin ihr geliehenes Geld endlich zurück).

Bewilligt wurde die Leistung zunächst bis 31.08.12, das heißt, in den nächsten 14 Tagen muss noch ein neuer Antrag für die Zeit ab 01.09.12 gestellt werden. Bezeichnend ist, dass im Briefkopf bereits eine andere Ansprechpartnerin steht als diejenige, die den Bescheid unterzeichnet hat. Es hat also ein Personalwechsel stattgefunden, wohl nicht ganz freiwillig.

Mit dieser vorerst letzten Handlung der Behörde (Frank hatte sie bewusst abgewartet) vervollständigt sich eine etwa 130seitige Akte, die Maria nächste Woche als Petition an den Eingabenausschuss der Hamburger Bürgerschaft schickt. Sie und letztlich wir alle möchten erreichen, dass einige doch recht ungeheuerliche Vorgänge aufgearbeitet werden und von offizieller Seite eine Stellungnahme verfasst wird. In der Hoffnung, dass sich so etwas nicht wiederholt.

Kommentare :

Michi hat gesagt…

Es geschehen noch Zeichen und Wunder... Hoffentlich läuft der nächste Antrag ausnahmsweise mal anders als die Suche nach Passierschein A38.

BigDigger hat gesagt…

Na endlich...

Da ist Dein "Blogdurchfall" ja wenigstens zu ertragen... ;-)

Anonym hat gesagt…

Hast du bzw. kannst/willst du die Vorgänge hier erwähnen? Es würde mich ja schon interessieren, was man da alles verbocken kann.

Dennis hat gesagt…

Mein Glückwunsch, dass es nun endlich geklappt hat.
Ich wünsche Euch da viel Erfolg und eine deutlich schnellere Bearbeitung für den nächsten Antrag

Herr Ell-Punkt hat gesagt…

@Anonym 3.56: Lies den Blog. Da stehts drin. Oder klick auf den Label "Maria", dann wirds dir sogar noch rausgesucht. *kopfschüttel*

Taro hat gesagt…

Dieser Bürokratiewahnsinn ist echt der Hammer, im negativsten Sinne. Aber schön, dass es zumindest erstmal geklappt hat, wenn auch zeitlich scheinbar sehr begrenzt...

Daniela hat gesagt…

Schön, daß das jetzt mal zum Abschluß kommt. Ich hoffe sehr, daß der nächste Antrag dann etwas zügiger aufgearbeitet wird und drücke die Daumen, für die Petition.

VG
Daniela

Michael hat gesagt…

Hat sich eigentlich die Betreuung von Maria zum positiven gewendet? In Deinem Post über die "Nummer 26" klang das ja sehr zuversichtlich, obwohl die Kandidatin keine vorherige Assistenz-Erfahrung hatte.

Und natürlich: Herzlichen Glückwunsch! Es ist schön, dass sich Gerechtigkeit hier durchgesetzt hat, aber es ist auch wieder schlimm mit anzusehen, wie schwierig es ist, für Gerechtigkeit zu kämpfen. Und es bleibt zu hoffen, dass die Sache ein politisches Nachspiel hat, denn so blauäugig kann man einfach keine Forschung betreiben, ohne sich um die möglichen Folgekosten Gedanken zu machen.

Anonym hat gesagt…

@Michael: Welches politische Nachspiel soll es denn da geben? Offensichtlich gab es (Post vom 10.3.2012) eine ziemlich flach gedachte Vereinbarung mit Rückführung, die die Behörden dann nicht durchgeführt haben, weil es menschlich nicht vertretbar erschien (glaubt man ja kaum, dass es solche Behörden gibt).

Das sind annehmbare gesellschaftliche Folgekosten von internationalen Forschungsprojekten. Wieso annehmbar? Weil es auch hätte alles ganz anders ausgehen können und heute, zehn Jahre später, würde das Medikament XYZ Steuermillionen generieren. Die würde dann ja auch keiner in die Ursprungsländer der kooperierenden Patienten, wie Portugal, abführen wollen. Eine Gesellschaft, die sich hochkarätige Forschung leisten kann, kann und muss sich genau deshalb auch die Versorgung ihrer Forschungspartner leisten.

Thomas hat gesagt…

Happy Birthday to Jule!

Wenn ich mich nicht verzählt habe, dann heisst es ab heute "Good-bye Teenagerzeit, willkommen Twens" :-)

Ich wünsche Dir einen schönen Tag!

liebe grüsse
Thomas

meg hat gesagt…

Hallelujah. Congrats!

Michael hat gesagt…

Übrigens: Herzlichen Glueckwunsch zum Geburtstag :-)

Andrea hat gesagt…

Als Mitarbeiterin einer Behörde in Bayern möchte ich etwas zu den verschiedenen Mitarbeiterinnen im Bescheid vom 14.08.2012 beitragen. Bei uns ist in den Geschäftsverteilungsplänen vorgesehen, dass Bescheide (insbesondere wenn sie zu einer Auszahlung von Geldleistungen führen) nur vom zuständigen Vorgesetzten unterschrieben werden dürfen. Im Regelfall ist also der Ansprechpartner im Briefkopf nicht mit dem Unterzeichner des Bescheides identisch. Das dürfte in Hamburg ähnlich sein.

Jule hat gesagt…

@Andrea:

Das passt hier leider nicht. Unten steht unter "mit freundlichen Grüßen" der Name der bisherigen Sachbearbeiterin und oben unter "Ansprechpartnerin" der Name einer anderen (neuen) Sachbearbeiterin. Es hieß auch, dass die "neue" Sachbearbeiterin künftig zuständig sei.

seemaedel hat gesagt…

Na endlich, das wurde ja auch wirklich mal Zeit!!! Glückwunsch!
Und viel Erfolg mit der Eingabe, ist ja echt ein Unding, wie das gelaufen ist...

Michael hat gesagt…

@20. August 2012 19:16:

Wir sind genau derselben Meinung. Mit "politischem Nachspiel" wuerde ich mir die Aufarbeitung der Tatsache wuenschen, dass Forschungsprojekte gestartet werden, die potentiell riesige Profite abwerfen, aber wenn's dann nicht so laeuft, faengt ploetzlich die Pfennigfuchserei an (gibt's das Wort ueberhaupt noch in Deutsch, oder heisst das jetzt "Centfuchserei"?).

Und in diesem Fall war doch, sofern ich die Faktenlage richtig verstehe, doch irgendwie abzusehen, dass es Risiken fuer Folgekosten gibt. Man holt ein Maedel aus Portugal, von der man weiss, dass sie eine ernsthafte Erkankung hat, von ihren Eltern weg nach Deutschland mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Leider laeuft es nicht so, wie erhofft. Haben "die" wirklich gedacht, dass man die jungen Erwachsenen dann einfach wieder zurueckschicken kann? Da hat man es sich glaube ich schon etwas leicht gemacht.

Ich Weiss nicht, wer "die" ist, aber man wuerde erwarten, dass sowohl oeffentliche Hande als auch Industrie an solchen Projekten beteiligt sind.

Ich bin voellig der Meinung, dass es eine finanzielle Pruefung geben muss. Aber genau da muss man den Eindruck haben, als ob man hier deutlich ueber das Ziel hinausgeschossen ist.

Das einzige, was hier richtig lief, ist dass man keine "Zwangsrueckfuehrung" durchgefuehrt hat. Das waere wohl mit der europaeischen Idee auch nicht ganz vereinbar gewesen. Von der Tatsache, dass Marie ja jetzt deutsche Staatsbuergerin ist, mal ganz abgesehen ;-)