Donnerstag, 2. August 2012

Eintausend Kamelflöhe

Über Parkplätze habe ich schon ein paar Mal geschrieben. Ja, über Parkplätze kann man schreiben. Wenn man den etwas breiteren braucht, der oft mit einem besonderen Verkehrsschild für Rollstuhlfahrer freigehalten wird. Weil man neben seinem Einstieg noch einen Rollstuhl zusammen- oder auseinander bauen muss. Ohne die Türbreite Abstand auf der Fahrerseite komme ich nicht in mein Auto.

Nun gibt es ja zuhauf Leute, die das Prinzip noch nicht verstanden haben, die unberechtigt auf Behindertenparkplätzen parken. Und dabei kann es sogar vorkommen, dass man, wenn man einen dabei erwischt und ihn höflich auf sein Fehlverhalten anspricht (nicht, weil man es als Oberlehrerin besser weiß, sondern weil man vielleicht diesen Platz gerne hätte), gesagt bekommt: "Dahinten sind doch noch genügend (andere) Plätze frei!" - So geschehen gestern. Ähm ja, wie gesagt, Prinzip nicht verstanden. Ich überlege ja noch, ob ich mir für solche Fälle nicht mal einen Damenrevolver zulegen sollte. Nur einen ganz klitzekleinen.

Was macht man als Rollifahrerin, wenn so ein Fall eintritt? Richtig, das gleiche, was man tut, wenn überhaupt keine Behindertenparkplätze vorhanden sind. Man stellt sich so hin, dass es keinen linken Nachbarn geben kann oder dieser mit ausreichend Platz parkt. Und zwar nicht, weil man ein Schild in die Tür klebt, das sieht sowieso keiner, sondern weil man zum Beispiel auf dem ganz linken Parkplatz mit ausreichend Raum zum Bordstein parkt - oder sich rotzfrech über zwei Parkplätze stellt. Ja sorry Leute, ich vermeide das so gut es geht, aber manchmal ist es die einzige Chance, die ich habe.

Vor einiger Zeit habe ich das mal am Hauptbahnhof gemacht, nachdem die dort vorhandenen 10+ Behindi-Parkplätze komplett belegt waren, zu mehr als 80% durch Unberechtigte. Als ich meine Freundin zum Zug gebracht hatte und wiederkam, ging gerade die große Abschleppaktion los. Der Bezirkliche Ordnungsdienst war mit zwei Leuten vertreten und hatte ein halbes Dutzend Abschlepper geordert, die die ganzen Falschparker konsequent an den Haken nahmen. In einiger Entfernung neben meinem Auto gab es eine Diskussion, weil jemand, der auf dem Gehweg parkte, mit seinem Strafzettel nicht einverstanden war und die Verkehrsüberwachungskraft bepöbelte.

Der brachte dann wiederum mich ins Spiel: "Warum hat die da keine Knolle bekommen? Die parkt über zwei Plätze. Nur deshalb stehe ich hier auf dem Gehweg." - Ich war eigentlich schon fast weg, wartete dann aber doch noch ab. Auch auf die Gefahr, dass ich doch noch ein Ticket bekäme. Die Verkehrsüberwachungskraft, die bis dahin noch recht ruhig war, fing an zu sieden: "Die Dame hat einen blauen Parkausweis für Behinderte in der Scheibe gehabt. Und das Auto ist für Handbedienung umgerüstet. Also habe ich mir gedacht, sie wird so geparkt haben, weil sie sonst nicht ein- und aussteigen kann. Die für sie reservierten Plätze sind nämlich alle durch rücksichtslose Verkehrsteilnehmer belegt. Das ist auch der Grund für das massive Abschlepperaufgebot hier. Und Sie behindern durch Ihr Falschparken die Fußgänger. Die Rollstuhlfahrerin müsste nämlich Ihretwegen auf die Fahrbahn ausweichen, Bordstein runter, Bordstein rauf, mit ihrem Rollstuhl. Und jetzt empfehle ich Ihnen, hier wegzufahren, denn der nächste Abschlepper ist Ihrer. Die Anfahrt müssen Sie sowieso schon zahlen." - Er wollte klagen.

Es kann aber auch anders gehen, wie ich heute von einem im Rollstuhl sitzenden Kumpel gelesen habe. Dem haben sie bei einer ähnlichen Aktion, er parkte mit einigem Abstand auf dem ganz linken Parkplatz einer Filiale einer Bürobedarfskette, auf dem kein Behindertenparkplatz vorgesehen war, und fand beim Zurückkommen einen Zettel an seinem Auto:

"Verwarnung! Dies ist zwar kein Strafzettel, aber wenn es nach mir ginge, würden Sie zwei bekommen. Durch Ihr idiotisches, egoistisches und rücksichtsloses Parken beanspruchen Sie einen Parkplatz, der normalerweise für 20 Kamele samt Treiber ausreicht. Da dieser Zettel wahrscheinlich sowieso nicht fruchtet, verabschiede ich mich und wünsche Ihnen baldigst einen Motorschaden auf einer völlig vereinsamten Landstraße um 23 Uhr bei minus 25 Grad und Windstärke 12. Außerdem mögen 1000 Kamelflöhe Ihr Arschloch heimsuchen, und zwar dann, wenn Ihre Arme von einer temporären Lähmung befallen sind. Ein Parkplatzgeschädigter - P.S.: Wenn Sie noch einmal so blöd parken, dann scheiße ich Ihnen auf die Motorhaube."

Ja sag mal, geht's noch? Der Zettel ist zwar nicht neu, wie man im Internet leicht feststellen kann, aber es gibt doch offenbar Leute, die den kopieren und verteilen. Und sich keine Gedanken machen. Oder wenig Verständnis aufbringen. Das Gute ist ja, dass ich die eintausend Kamelflöhe an meinem Po vermutlich nicht mal merken würde. Hingegen sollte ich mir für den angekündigten Kackfrosch auf der Haube vielleicht doch den Damenrevolver kaufen? Nur den ganz klitzekleinen.

Kommentare :

Volker hat gesagt…

Och Jule, Dein Schreibstil ist echt genial. Ich würde niemals einen Artikel über Parkplätze lesen. Außer wenn Du ihn schreibst.

Du schreibst so toll und mit so viel Witz, dass ich schon wieder gute Laune habe. Das war vor 10 Minuten noch ganz anders.

Danke, danke, danke!

nobelix hat gesagt…

Tja, mit den Parkplätzen ist das immer so eine Sache. Leider gibt es viel zu viele Menschen, denen es völlig egal ist was anderen passiert, so lange sie selber den kürzesten Weg haben. Am besten ist es, wenn die direkt vor der Tür des Einkaufszentrums, Supermarktes oder auch Klamottenladens aufhören können zu fahren (von "parken" kann man da ja nicht reden...).
Leider löst ein kleiner, hübscher Revolver das Problem der blockierten Türen oder Parkplätze nicht wirklich - dazu müsste der schon ausgewachsene Panzerminen verschießen - und die sind schwer. Sehr schwer. Aber seeeehr sehr wirkungsvoll ;-) Deswegen meide ich gekennzeichnete Parkplätze auch wie die Pest ;-)

Eigentlich wollte ich das, was jetzt kommt, per Mail schreiben - aber ich war wahrscheinlich zu blöd, die Adresse zu finden...aber das macht ja nichts.
Ich bin wirklich sehr nachhaltig beeindruckt. Von deinem Blog, von dir...ganz allgemein. Vor allem, wie du mit den Menschen umgehst, die ein Benehmen an den Tag legen, das eines Mittelaltermenschen gleicht, die man in die heutige Zeit versetzt hat.
Wenn es dich nicht stört, würde ich dein Blog gerne von meinem aus verlinken, denn das Blog ist wirklich toll zu lesen. Ich gestehe, ich habe mich in den letzten Tagen komplett durchgewühlt, so gefesselt (und teilweise schockiert) war ich.

Viele Grüße,
Nobelix

Anonym hat gesagt…

"Kackfrosch" ist ja eine niedliche Bezeichnung für jemanden, der so etwas ungehöriges macht. Nennt ihr euch untereinander auch manchmal so?

Grendel hat gesagt…

Klare Sache. Als Fußgänger parkt man nicht auf dem Rolliparkplatz.

Anders ist es bei den "Mutter-mit-Kind-Parkplätzen". Da war ich als "Vater-mit-Kind" öfter und war froh darüber. Kinderwagen, Trotzkind, Einkaufswagen... Mütter wissen, warum sie solche Plätze brauchen. Und es hat auch nie jemand ein Wort gesagt, wenn ich den Platz aus gutem Grund genutzt habe. Die meisten Menschen können sich zum Glück aufeinander einstellen, vor allem, wenn sie die Situationen des anderen aus eigener Erfahrung kennen.

Für den Rest von uns gibt es Regeln und Politessen, die sie durchsetzen. Druck ersetzt Verstand. Blöd, dass das zuweilen notwendig ist.

Dennis hat gesagt…

Hallo Jule,

die Reaktion von den beiden Ordnungsdienstmitarbeitern ist doch super. Endlich mal welche, die auf eine faire Art hart durchgreifen. Der Falschparker kann zwar zu der Gruppe gehören, die die Behindertenparkplätze nicht belegen, aber es gibt ihm trotzdem nicht das Recht dann woanders falsch zu Parken.
Die Art wie Du parkst, wenn alle Behindertenparkplätze belegt sind oder keine vorhanden sind, ist meiner Meinung nach doch völlig okay. Wenn sich dann die Geschäftsleitungen (sofern der Parkplatz zu einem Geschäft gehört) darüber aufgeregt, sollten diese lieber dafür sorgen, dass die Falschparker abgeschleppt werden oder Behindertenparkplätze eingerichtet werden. Es gibt genug Fußgänger, die ihr Auto/"Straßenkreuzer" mittig auf den Begrenzungsstreifen stellen und dann zwei Parkplätze belegen.
Die Leute, die diesen Falschparkzettel verteilen, fühlen sich damit sicherlich damit sehr wichtig und toll. Wenn sie den an der Windschutzscheibe festmachen, müssten sie doch eigentlich den Parkausweis sehen und drauf kommen können warum so geparkt wurde. Vielleicht wollte der mit seinem Straßenkreuzer selbst zwei Parkplätze belegen ;)

Liebe Grüße
Dennis

Nobody hat gesagt…

Hallo Jule

Endlich wieder Geschichten über Parkplätze. Los Sherlock fang die bösen Parkplatzstrolche!

Michi hat gesagt…

Find ich gut, wie die Politesse da mitgedacht hat!

Man sollte mal eine Aufklärungskampagne starten, dass Behinderten-Parkplätze nicht für rein intellektuell Behinderte gedacht sind... Komischerweise ist immer die böse Politesse persönlich schuld an dem Knöllchen. Genauso wie die wegelagernde Polizei für einen Monat Bus&Bahn-Fahren verantwortlich ist und nicht etwa die 80 Sachen innerorts.

Hoffentlich prägen sich solche Massen-Abschleppereien beim Publikum deutlich ein. Ein einzelner Abschlepper kann ja auch einen kaputten Wagen einsammeln, aber bei so einem Auflauf kann man sich ja denken, worum es geht ;)

Das Gute ist ja, dass ich die eintausend Kamelflöhe an meinem Po vermutlich nicht mal merken würde.

*wuhahahaha* :D

seemaedel hat gesagt…

Man merkt, dass du wieder ein Auto hast^^
Die Ordnungsmitarbeiter finde ich super.
Den Deppen mit dem Zettel - naja...
Vielleicht würde es eine große Wasserpistole statt dem Damenrevolver auch tun? *g*

Anonym hat gesagt…

Merke: Durch das Unrecht anderer Menschen lässt sich noch lange kein eigenes Unrecht rechtfertigen!

Selbst wenn alle Behindertenparkplätze durch Unberechtigte belegt sind, gibt es dir noch lange nicht das Recht, selbst falsch zu parken!

Insofern hat die Verkehrsüberwachung selbst ein Vergehen begangen: Strafvereitelung im Amt.

Anonym hat gesagt…

@Anonym 14:27:

Du meinst, es ist falsch, wenn Jule so auf Parkplätzen parkt, daß sie aus- und einsteigen kann? Vielleicht sollte sie einfach richtig parken und im Auto bleiben. Oder wie stellst Du Dir das vor?

Es ist aber in Ordnung, wie sie parkt. Wenn ein Fußgänger so parken würde, dann wäre es vermutlich ein Verstoß gegen §12(6) StVO.

Strafvereitelung sehe ich übrigens keine, da Falschparken eine Ordnungswidrigkeit ist. Und abgesehen davon gibt es ja noch §47 OWiG.

Ravna hat gesagt…

Man DARF aber "falsch" parken, wenn man einen blauen Parkausweis hat und keine Notarztwageneinfahrten oder Feuerwehrzufahrten oder ähnliches zuparkt. Insofern hat die Verkehrsüberwachung völlig richtig gehandelt.

Anonsten - ich glaube ich kann mit 100% Sicherheit sagen, noch nie einen so gut geschriebenen Artikel über Parkplätze gelesen zu haben. Einen Schreibstau hast du wohl nicht mehr, oder?
Liebe Grüsse,
Ravna

Unknown hat gesagt…

Ein Hoch auf die Hamburger Verkehrsüberwachungskräfte, so muss das! Wünsch Dir allzeit unfallfreies Fahren und immer ne Handbreit Luft um die Karosserie.

@Anonym: Es ist nicht schlimm, etwas nicht zu wissen, aber muss man es deshalb gleich aufschreiben?

meg hat gesagt…

Nice. Den Falschparken gönne ich es so richtig.

Anonym hat gesagt…

@ 14:27 Ordnungswiedrigkeiten müssen nicht verfolgt werden, Stichwort "Ermessensspielraum".
Ergo keine Strafvereitelung im Amt.

Anonym hat gesagt…

Ich musste nun wirklich lachen, auch wenn die Situation eigentlich (mal wieder) traurig war.

Aber man liest es ja auch in den Kommentaren: Bei Mutter Kind Parkplätzen nimmt man rücksicht und findet diese wirklich oft als einzige frei. Seh ich hier auch oft. Ob es daran liegt, dass diese auch irgendwo mittendrin sind? Oder warum zieht ein Rollstuhlsymbol immer magisch Falschparker an?

Gabriela hat gesagt…

Heute auf dem Marktkaufparkplatz....
Von 25 (!!!) behinderten Parkplätzen waren sage und schreibe 17 !!! mit parkenden Autos versehen, die keinen Ausweis hatten. Ein älterer Herr, der mit seiner Frau einkaufen wollte wurde angepöbelt von einem jungen Herrn/Idioten, da er auf einen Behindertenparkplatz wollte um seine Kiste Bier nicht so weit tragen zu müssen. Der ältere Herr antwortete ganz stumpf: " Junger Mann! Dieser Parkplatz ist für Menschen mit einer Gehbehinderung. Fehlendes Gehirn gehört nicht zu dieser Gruppe, daher würde ich Ihnen raten doch woanders zu parken. " Sprachs und lies den knallrot angelaufenen Typen stehen. :D
Ich hab Tränen gelacht!
Den Mitarbeiter des Marktkaufs den ich nach meinem Lachanfall mal angesprochen habe, ob er sich nicht mal drum kümmern könnte, dass die falsch parker von dannen ziehen sagte wörtlich : " Also das interessiert mich eigentlich nicht, dafür bin ich nicht zuständig und ich will mich ja auch nicht unbeliebt machen. " Ich hab gedacht ich hör nicht richtig... :-O
An der MArktinformation fühlte man sich auch nicht zuständig, da diese Parkplätze, angeblich, nur eine Empfehlung darstellen und keine Verpflichtung diese frei zu halten.
War doch recht sprachlos, was bei mir eher selten vorkommt...!
Menschen gibts... Ich finds frech!!!

Sven hat gesagt…

Hmm... ich muss ja zugeben, dass ich selber teilweise schon knapp davor war mir solche Parkzettel zu holen und an grausam und rücksichtslos geparkten Fahrzeugen anzubringen.
Allerdings mit Augenmaß. Sowas wie ein Rolli-Aufkleber macht ja durchaus klar, dass es einen guten Grund gibt.
Außerdem gibt es noch nettere Varianten dieser Zettel ohne Fäkalien.
Es bleibt da halt ein Fünkchen Hoffnung, dass entsprechende Hinweise in Zukunft dazu führen sein Gehirn beim Parken zu benutzen.
Letztendlich werden diese Zettel aber zum großen Teil wohl von Cholerikern verteilt, die einfach Ihre Aggressionen dadurch rauslassen wollen. Da wird dann natürlich auch beim Anbringen nicht groß nachgedacht.

@14:27:
Blödsinn! Schonmal was von Verhältnismäßigkeit gehört? Fußgänger haben wesentlich weniger Probleme mal einen kleinen Umweg in Kauf zu nehmen.
Auch wenn grundsätzlich Unrecht kein Unrecht rechtfertigt, sollte man doch mit Augenmaß durchs Leben gehen.

@Mutter-Kind-Parkplatz:
Also... die werden nicht ohne Grund inzwischen auch oft Eltern-Kind-Parkplätze genannt. Wer sich da als Mann im entsprechenden Anwendungsfall nicht drauf stellt, hat selber Schuld. Vor Gericht würde sicher auch niemand damit durchkommen, wenn er etwas dagegen hätte. Gleichberechtigung und so.

Jens Bonn hat gesagt…

Zum Glück sind die Gerichte da relativ humorlos wenn die Abschlepp- und Knöllchenaktionen ordentlich dokumentiert sind - da kann er sich grün und blau ärgern, aber vor Gericht wird keiner Mitleid haben. Wenn dann irgendwo im Bericht noch was von uneinsichtig steht, machts die Sache für den Richter einfacher.

@Anonym 03/08/12 14:27

Seid wann ist Falschparken ein Straftatbestand? Nämlich nur dann ergibt sich die Strafvereitelung. Jetzt sind wir von der Straftat schon mal weg - bleibt noch die Ordnungswidrigkeit die hier sicherlich bei enger Auslegung der Regeln begangen wurde. Dazu heißt es dann aber: "Nach § 47 Abs. 1 OWiG liegt es im Ermessen der zuständigen Behörde, aus Opportunitätsgründen von einer Verfolgung der Ordnungswidrigkeit ganz abzusehen." (Nachzulesen bei einschlägigen Seiten) - Damit könnte die Ordnungsbehörde das zwar ahnden, muss es aber eben nicht. Somit auch keinerlei Vergehen der Ordnungsamtmitarbeiter.

Außerdem kann man denen eher hohes Einfühlungsvermögen bescheinigen, an dem es so manchem zu mangeln scheint.

Taro hat gesagt…

Immer wieder schön, wie viel Gedanken sich manche Leute machen... Ich möchte mir auch immer wieder an den Kopf fassen, wenn der Wagen links neben dem Behindertenparkplatz (der sich ganz rechts in der Reihe befindet) so intelligent parkt, dass er quasi mit zwei Reifen über der Linie steht.
Ich hatte übrigens auch mal ein selbstgedrucktes Zettelchen unter dem Scheibenwischer: "Bitte parken Sie (hier) vorwärts ein. Die Bäume (ein paar mickrige Scheinzypressen hinter besagtem Parkplatz) werden es Ihnen danken." Ahja.
Herzlichen Gruß
Taro

Jenny aus Hessen hat gesagt…

bewaffne dich lieber mit einer kamelfloh-schusswaffe ;)

BigDigger hat gesagt…

Gegen solche Kaliber ist ein Damenrevolver deutlich zu klein bemessen. Der hat ja überhaupt keine Durchschlagskraft.
Wenn, dann rate ich Dir eher zu einem altmodischen MG3, das lässt sich eventuell auch auf einer Lafette am Rolli festmachen.
Alternativ wäre vielleicht auch eine SMAW zu empfehlen, für krisengeschütteltere Supermarktparkplätze...

Typen gibt's...

Anonym hat gesagt…

klasse!

seemaedel hat gesagt…

@ Gabriela: Auf Privatgelände (und das sind die meisten Supermarktparkplätze) ist das Rollisymbol meines Wissens tatsächlich nur eine "Empfehlung". Es ist zumindest keine Ordnungswidrigkeit, sich draufzustellen. Ob man Probleme bekommt, wenn man sich draufstellt, hängt von der Courage der Supermarktleitung ab... so ein Typ wie der, der dir begegnet ist, wird sie wohl einfach gewähren lassen... Hast du mal über eine Mail an die Geschäftsleitung nachgedacht?

Blogolade hat gesagt…

Ein Damenrevolver ist genau das was du brauchst... allerdings die Variante aus "der Schuh des Manitu" :D

Anonym hat gesagt…

Ich muss ganz ehrlich zugeben, ich habe auch schon auf Behindertenparkplätzen geparkt. Hauptsächlich aus Faulheit. weil die anderen freien Parkplätze soweit weg waren.
Seit ich hier das erste Mal gelesen habe, dass die wegen den Rollstühlen breiter sind und das alles einen Sinn hat, meide ich die Behindertenparkplätze.

Aber ich war davor tatsächlich so blind oder ignorant oder desinteressiert, dass ich noch nicht mal wirklich bemerkt habe, dass die Parkplätze breiter sind. Und selbst wenn, habe ich darüber nicht nachgedacht, warum das so sein könnte.

eine durch-diesen-blog-geläuterte Parkerin

Anonym hat gesagt…

Ich fürchte, die Angelegenheit ist komplizierter, als nur nach einem Behindertenausweis im Fenster zu gucken. Die Parkberechtigung ist nämlich sozusagen pauschaliert. Insbesondere hat
das Sozialgericht Mainz, 24.05.2012, Az. 13 SB 486/10 entschieden, dass kein Ausweis mit dem Merkzeichen aG und keine Parkberechtigung für den Behindertenparkplatz zusteht, wenn jemand das Auto nur bei weit geöffneter Tür verlassen kann. Nun macht parken aber im Auto sitzenbleiben müssen, nur ausnahmsweise Sinn. Es gibt also durchaus Gruppen, die auf einen Behindertenparkplatz nötig angewiesen wären, aber aus Rechtsgründen keine Berechtigung erhalten.

Olli hat gesagt…

Zumindest beiom Viano würde zunächst aber auch die Motorik des Kackfrosches herausgefordert.