Sonntag, 16. September 2012

Es geht wieder los

Kreisch! Es geht wieder los. Im Supermarkt steht schon wieder regalweise das Weihnachtsgebäck. So weit das Auge reicht. Und so, wie es aussieht, steht das da nicht erst seit gestern, und so wie das auch aussieht, bedienen sie mit dem frühen Verkauf (wir haben September!) auch die Wünsche etlicher Kunden. Einige Kartons sind ja schon komplett leer.

Alte Traditionen sind also nichts mehr wert. Als ich noch ein Kind war, wurden im Advent Kekse gebacken. Die Bäcker und Händler nutzten diese besinnliche Zeit, um besondere Leckereien unter das Volk zu bringen. Ich stelle den Antrag, Weihnachts- und Ostersachen das ganze Jahr hindurch zu produzieren und anzubieten. Dann fällt diese Geschmacklosigkeit wenigstens irgendwann nicht mehr auf.

Kommentare :

Eo hat gesagt…

Jap, hast Recht - das steht (zumindest bei uns im Süden) schon seit Anfang September da - also schon sicher zwei Wochen... Auch, als draußen noch 30 Grad herrschten.

Dennis hat gesagt…

Moin Jule,

ehrlich gesagt hab ich da schon am Anfang des Monats mitgerechnet.
Ich vermute die Händler machen dadurch nicht viel mehr Umsatz. Ob die Schokolade nun in Form eines Weihnachtsmannes oder einer Tafel gekauft wird, ist unterm Strich eigentlich egal. So hat der Kunde nun vielleicht zum Weihnachtsmann gegriffen anstatt der Tafel.

Kann mir auch nur schwer vorstellen jetzt schon Lebkuchen oder Stollen zu essen.

Wenn Du da noch Unterschriften für den Antrag brauchst, bin dabei.

Liebe Grüße
Dennis

Philipp hat gesagt…

Ich liebe es!

Gibts was besseres als Spekulatius mit Eistee? ;-)

Ja, Ich kenne das bei uns hier in Kaiserslautern fängts auch so langsam an.

Verrückt!

Grüße aus Kaiserslautern

Philipp

seemaedel hat gesagt…

Du hast Recht, sie stehen nicht erst seit gestern da...

ruolbu hat gesagt…

Dafür bin ich auch! Ich lieeeebe Spekulatius und bin immer etwas geflasht, wenn ich sie im Herbst endlich wieder kaufen kann.
Was ich nicht so ganz verstehe, nach meinen Beobachtungen sind diese Weihnachtsbäckereien nicht ewig vorrätig. Und im Dezember hatte ich es schon, dass einiges einfach nicht mehr gekauft werden konnte. Das heißt, dass die Zeit des Jahres, wo es "eigentlich hingehört" (Essen hat imo keinen Kalender ;) ) gibt das Zeug nicht mehr, weil es wieder eine Woche früher als im letzten Jahr angeboten wurde und ausverkauft ist.
Demnach ist die Spekulatiussaison irgendwann von April bis Juli... oookaaaaa~y

Ehrlich ich seh den Sinn in zeitlicher Begrenzung nicht. Nagut okay schon. Die Leute wissen dass es beschränkt angeboten wird, kaufen also stärker und auf Vorrat. Und im ganzjährigen Angebot würde es wohl wesentlich weniger Absatz machen, da es schnell langweilt.

Anonym hat gesagt…

Ich meine in Tschechien gibt es Lebkuchen das ganze Jahr über, mit diversen Füllungen oder auch pur.

zarmonia hat gesagt…

Die ersten Sachen standen im Saarland schon mitte August in den Läden. Vor Allem Deko für Tannenbäume und Geschenkpapier o.O
Das Schlimme ist: Die Sachen stehen nur schon so früh im Regal, weil der Durchschnittskonsument quasi danach verlangt. So hat's mir mal ein Freund erklärt, derlange Filialleiter bei LIDL war.

Schulterdrache hat gesagt…

Du erhälst meine volle Zustimmung- das Weihnachtszeug ist noch vor dem Halloweenkitsch in den Läden, irgendwas läuft da schief. Aber wenn es gekauft wird...

Ich ignoriere seit Jahren bis Mitte November die Regale und ab dem 1.Advent werden Plätzchen zu Hause gebacken.

Niklas hat gesagt…

Ich find das auch furchtbar. :D

Ich lese deinen Blog übrigens schon länger, du schreibst sehr unterhaltsam!

Anonym hat gesagt…

Besonders schwierig ist es, den Kindern die Stollen, Lebkuchen, Spekulatius etc. bisNovember vorzuenthalten. Das artet jedes Jahr in Diskussionen aus, die immer früher beginnen.

Judi hat gesagt…

Ich bin fast 20 Jahre älter als Du - aber zu MEINER Kindheit gab es das Zeug auch schon Ende September im Laden. Nix Advent ;-) Hat sich also nur ein paar Wochen nach vorne verschoben.
Ich kann Mehrzwecksbrauchtumsschokoladenhohlkörper ganzjährige essen, die Form ist mir da völlig egal 8-)
Und Lebkuchen und Spekulatius - mei. Ich muss es nicht kaufen und solange da keine Weihnachtsdeko mit entsprechender Musik drumrum ist stören sie mich nicht.

Bei uns im Hotel (mein Arbeitsplatz) stehen seit Mitte August in einem der Läden zwei geschmückte Weihnachtbäume. DAS find ich strange. Aber die Gäste wollen das so, die kaufen tatsächlich in den Sommerferien hier ihren Christbaumschmuck. Der Markt dafür ist also da...
LG
Judi

Sally hat gesagt…

Ich kaufe aus Prinzip vor Dezember keine Weihnachtsleckereien.^^

meg hat gesagt…

Da hilft nur Nighttime-Daytime spielen! Und zwar Nighttime vor allen Weihnachtsregalen!

http://www.youtube.com/watch?v=THrpJSstWZ8

Dabei war ich heute im Kleid OHNE Strickjacke oder Leggings draußen, weils in Dortmund so warm und sonnig war, und hab ein eiskaltes Ginger Ale getrunken und ein Eis geschleckt. Spekulatius und Lebkuchen? Pah!

Anonym hat gesagt…

Wo ist denn das Problem? Wenn man die Tradition haben möchte, so kann man ihr ja gerne folgen.
Anderen Menschen vorzuschreiben, WANN sie WAS zu essen haben erscheint mir die sehr viel größere Geschmacklosigkeit zu sein ...

P. hat gesagt…

Ich find's daneben, mir von den Geschäften vorschreiben zu lassen, was ich wann zu welcher Jahreszeit essen darf.
Ich kann das Weihnachtszeug auch gerne ignorieren .. aber wenn ich jetzt für das schöne Wetter noch auf der Suche nach Grillkohle oder ähnlichem bin, sehe ich absolut alt aus - das gibt's nämlich nicht mehr. Und das finde ich mal richtig daneben.
Ausserdem - ist doch ein toller Gedanke .. dass das Zeug, was ich Weihnachten vielleicht naschen möchte, erst seit 3 Monaten im Supermarkt steht ..

Nobody hat gesagt…

Oh ja. Weihnachtsgebäck!!! :)

Also ich hab meine ersten paar Packungen Spekulatius schon weg.

Also ich wäre ja dafür das Gebäck noch früher in die Läden zu bringen.

Anonym hat gesagt…

Jaja, schlimm, schlimm.

Und in Lübeck ist ein Sack Mandeln umgefallen.

:P

Grüße
Alexander

P.S: Ich kann sogar diese furchtbaren Weihnachtmärkte im Dezember ignorieren. Sind die eigentlich mit Rolli in den Stoßzeiten einigermaßen befahrbar?

Rosa hat gesagt…

Ich schließe mich P. an...
Aber vor allem mit dem Problem der Grillkohle. Als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe (kleines Haus, großer Garten) haben mein Bruder und ich regelmäßig Wintergrillpartys gemacht, insbesondere zu Silvester. Müsste man aber immer frühzeitig dran denken und im August Grillkohle einlagern für den Winter.

Jenny aus Hessen hat gesagt…

Liegt daran, dass die läden die weihnachtssachen mittlerweile kurz nach ostern ins lager bekommen. auskunft meiner verkäuferin-mutter *g*

Dennis hat gesagt…

War heute im Großhandeln, dort bin ich keinen Weihnachtssachen begegnet

Tinka hat gesagt…

Interessant, wie sehr dieses Thema die Gemüter spaltet! Also, gegen Spekulatius und Lebkuchen habe ich nicht unbedingt etwas einzuwenden, die fallen bei mir eher in die Kategorie "Kekse". Was ich mich jedoch wirklich frage: Wer kauft im September Adventskalender? Die braucht man nun mal per Definition erst am 1. Dezember.

Was ich aber wirklich blöd finde, ist, dass nie jemand meine Plätzchen will, die ich grundsätzlich erst am 23. Dezember backe, weil ich vorher nie dazu komme. "Nein danke, ich kann keine Plätzchen mehr sehen." höre ich dann, weil scheinbar jeder seit November Plätzchen ohne Ende in sich reingestopft hat.

Blogolade hat gesagt…

Vor 2 Jahren habe ich die ersten Lebkuchen in der letzten Augustwoche kaufen können.
Die Händler haben keine große Wahl. Die müssen schon gut ein Jahr im Voraus ihre Bestellung abgeben, werden entsprechend beliefert und die allerwenigsten Händler haben Lagerplatz, um das Zeug noch ein paar Wochen stehen zu lassen. Was geliefert ist, muss in den Laden, woanders ist kein Platz dafür. Ich hab mich dran gewöhnt. Wenn das Wetter mal nicht ganz so sonnig ist, schmecken auch schon die Lebkuchen wieder :)

wilderigel hat gesagt…

also hier gibts lebkuchen ab anfang juli

ich finds ok

Daniela hat gesagt…

*lach* Wir sind gerade in Süd-Frankreich in Urlaub und wie jedes Jahr, war ich schon gespannt, ob es bei uns, wenn wir wieder heim fahren, in den Geschäften schon weihnachtet. Mir scheint, es gibt Dinge die bleiben einfach wie sie sind.

Scheint übrigens ein deutschen Phänomen zu sein. Hier im Süden von Frankreich und auch in Italien, wo wir auch schon im September waren, findet man noch nichts dergleichen in den Geschäften.

Ich für meinen Teil verweigere mich da immer strickt bis zum 1. Advent, vorher kaufe ich keine Weihnachtssachen. Ich finde das so albern, im September schon das Zeug in die Geschäfte zu stellen.

LG
Daniela

Silvie hat gesagt…

Ja, das ist wohl wahr, Lebkuchen soweit das Auge reicht, zwischen den Herbstdekos hab ich auch schon Nikolausmützen und Weihnachtskerzen gesehen.
Der Herbst ist ja noch nicht mal richtig eingezogen...

Anonym hat gesagt…

Also ich finde das gut, warum sollten den die Händler bestimmen wann ich was Essen kann.

Wer nicht will kann mit dem Kauf ja warten. *Lebkuchen mampf*

Manu hat gesagt…

Ich finde es auch grausam, dass schon so früh Lebkuchen und Co verkauft werden. Da halte ich mich doch an das Grünwald'sche Lebkuchengesetz (wer es nicht kennt: Günther Grünwald auf Bayern 3 ab und an ansehen), welches besagt, dass man erst ab dem 09.11. Lebkuchen und Weihnachtsgebäck kaufen darf.

Jawohl, richtig so! Man hat sich so doch bis Weihnachten schon satt gegessen wenn man es jetzt schon kauft. Mir kommt das Zeugs wenn überhaupt erst kurz vor Weihnachten ins Haus oder es wird direkt selbst gebacken.

Ruthy hat gesagt…

Ich möchte ja nicht wissen, wieviel Konservierungsstoffe etc. in den Lebkuchen drin sind, wenn die gleiche Ware 3 Monate in den Läden rumsteht und nicht schimmlig wird. Nein danke. Dann lieber selber backen. Und bestimmt nicht schon im September.

wilderigel hat gesagt…

ich find advent grausam

mit weihnachtslieder rund um die uhr und zeugs

einfach ignorieren und Kekse im sommer knabbern :)

Der Point. hat gesagt…

Hallo Jule, vor zwei Wochen habe ich deinen Blog von Anfang bis Ende durch gelesen, um jetzt hier anzukommen und mit dir die Empörung über die Weihnachtsnaschereien in den Regalen zu teilen :)

Mastacheata hat gesagt…

Naja ich wohne in Aachen, da ist ähnliches Gebäck ganzjährig verfügbar. Nur halt nicht als Weihnachtsgebäck sondern ganz normal als Printen und Kekse. Schokonikoläuse und ähnlich geformtes finde ich zwar jetzt auch noch zu früh, aber das Gebäck wird meiner Meinung nach zu unrecht in die Weihnachtsecke gedrängt.

Asinello hat gesagt…

"Der Kunde will es so" ?

Zum traditionellen Vorweihnachtsgebäck im Supermarkt gehört mein traditioneller Vorweihnachtsgesang an der Fundstelle. Den traditionell befremdeten Blicken begegne ich mit traditionellem Kundenplausch über die musisch-besinnlich motivierenden Fundstücke.

Bis auf wenige traditionelle Liebhaber ganz bestimmter Leckereien (meist Spekulatius) habe ich noch keine Durchschnittskonsumenten getroffen, die diese exzessiven "Vorveröffentlichungen" wünschen - geschweige denn je darum gebeten hätten.

Die angeblichen Wünsche der "Durchschnittskonsumenten" müssen für ebenso viel Quatsch herhalten wie in Hotels der vermeintliche Wunsch "des Gastes". Möchte ich als zahlungswilliges Zielpublikum etwas, das von der Routine abweicht, erschallt allerdings häufig:
"Unsere Kunden/Gäste wünschen es so, wie wir das hier machen. Danach richten wir uns."

Wo ich gastkundige Majestät bin und gerade einen bescheidenen Wunsch äußere, erwarte ich eigentlich einen anderen Tonfall. Damit das deutlicher wird, übersetze ich die feine Form mal nach Klartext:
"Bisher haben wir hier alle glücklich gemacht (die sich nach unseren Regeln richten). Jetzt kommen Sie daher und haben als Erster etwas daran auszusetzen. Wollen ausgerechnet Sie ernsthaft verlangen, dass wir jetzt nur für Sie umständlich eine Extrawurst braten?" - Nein, das muss nicht sein. Deswegen frage ich ja extra vorher höflich an. Dann trage ich mein Geld eben dort hin, wo meine kleinen Wünsche angemessen beachtet werden.

Was solls - meine Heiterkeit lässt sich nicht erschüttern, wenn Ansprechpartner der B2C-Relationship in Rabulistik statt in "Kundenpflege" geschult wurden. Ich trainiere einfach wacker weiter für das traditionelle familiäre Tannebaumentnadeln. Da braucht es gute Vibrations.

Olli hat gesagt…

Ja, Aachen ist da eine dankbare Stelle, wo man die Sachen ganzjährig bekommt. Und natürlich produzieren die Firmen auch mehr oder minder ganzjährig bzw, weit im voraus.
Denkt doch mal nach, Beispiel Weihnachtsmänner. Je nach Hersteller tauchen die irgendwann im September/Oktober schlagartig in fast allen Lebensmittelläden auf. Soviel Menge kann der Hersteller nicht in paar Tagen oder wneogen Wochen herstellen. Drum werden die Osterhasen zB schon im jeweiligen Vorjahr angefangen zu produzieren und dann bei Logistikern zwischengelagert.