Donnerstag, 6. Dezember 2012

Herr Buse und das Blinklicht

Am Montag kam ich nach Hause und mein im Festnetztelefon integrierter Anrufbeantworter blinkte ganz aufgeregt. Ich drückte auf Wiedergabe und traute meinen Ohren nicht: "Speicher voll! Sechsundzwanzig neue Nachrichten. Nachricht eins: Heute, elf Uhr einunddreißig."

Es folgte eine Minute lang: "Piep. Piep. Piep. Piep. Piep. Piep."

"Nachricht zwei: Heute, elf Uhr sechsunddreißig. Piep. Piep. Piep. Piep. Piep."

Am coolsten ist, dass man die Nachrichten nicht löschen kann, bis man nicht wenigstens fünf Sekunden von ihnen gehört hat. Sechsundzwanzig mal Gepiepe. Jeweils zehn Mal im Abstand von jeweils 5 Minuten, dann zwei Stunden Pause, dann wieder zehn mal fünf ... und irgendwann war der Speicher voll.

In der Nacht zu Dienstag gegen halb vier ging das wieder los. Ich hatte das Telefon zwar lautlos gestellt, aber irgendwie war ich wohl gerade nicht im Tiefschlaf, so dass ich davon wach wurde, dass das Telefon im dunklen Zimmer zu leuchten begann. Wieder diese Nummer aus Bonn. Ich machte mir den Spaß, das Gespräch auf das Faxgerät umzuleiten. Aber irgendwie schien das gegenüber kein Faxgerät zu sein, sondern irgendein anderes Datengerät, was versuchte, sich zu synchronisieren.

Nachdem sich das Spielchen noch mehrmals wiederholte, gab ich gestern die angezeigte Telefonnummer in einer Suchmaschine ein und fand heraus, dass der Anschluss eine Nebenstelle eines großen in Bonn ansässigen Unternehmens war. Also rief ich dort die Zentrale an und ließ mich mit der Abteilung verbinden, die dieser nervenden Nebenstelle zugeordnet war. Und da nahm die Posse endgültig ihren Lauf.

Die Mitarbeiterin, die an das Telefon ging, brauchte einige Zeit, um zu verstehen, was ich überhaupt von ihr wollte. Die Nebenstellennummer sagte ihr gar nichts. Irgendwann rief sie ihre Kollegin dazu: "Gerda, kannst du mal kommen, da ist eine Frau, die hat Ärger mit ihrem Telefon, weil wir sie ständig anrufen. Da soll bei uns was falsch programmiert sein."

Gerda erklärte ich das dann auch noch einmal. Sie meinte, dass das aus ihrer Abteilung keiner mache, das käme woanders aus dem Unternehmen. Es gibt dafür extra einen Techniker, Herrn Buse. Ob ich dem mal eine Mail schreiben könnte, am besten wann das ist und welche Nummer da angezeigt wird und ob da gestöhnt wird oder nur gepiept.

So ein Scheiß. Aber andererseits nervte das so, dass ich mich breitschlagen ließ, dem Typen eine Mail zu schreiben. "Wie ist denn die Mailadresse von dem Herrn, der sich dann kümmern will?"

"Da nehmen Sie A Buse Ät ... Punkt DE." - "A Buse mit Punkt oder Unterstrich oder in einem Wort?" - "In einem Wort. Klein und zusammen." - Ich würde mal denken, der Techniker heißt nicht Buse, sondern es gibt eine Missbrauchsadresse (abuse) in dem Unternehmen. Wie dem auch sei, Herr Buse oder ein anderer Techniker haben sich anscheinend recht schnell darum gekümmert, dass es bei mir nicht mehr piept...

Nicht Herr Buse, sondern eine Funkstreife stand in der letzten Woche nachts um halb zwei in unserer Wohngruppe. Zusammen mit der Feuerwehr. Grund: Eine blinkende Lampe. Ja, an Kuriosität kaum noch zu überbieten, wenngleich die Story gleichzeitig auch sehr rührend ist, wie ich finde.

Eine junge Frau, die im E-Rollstuhl sitzt und sich kaum alleine bewegen kann, lag im Bett und konnte nicht schlafen. Ihr war langweilig und so hat sie das Licht angemacht und die Decke angestarrt. Dann hat sie irgendwann gemerkt, dass man so erst recht nicht einschlafen kann, und das Licht wieder ausgemacht. Und da sah sie, so erzählte sie, an der weißen Wand das Muster der Lampenabdeckung, in das sie auch eine Zeitlang gestarrt hatte. Das fand sie so faszinierend, dass sie, entspannt vor sich hin träumend, gefühlte zwanzig bis dreißig Mal das Licht eingeschaltet, einen Moment auf die Lampe gestarrt, das Licht wieder ausgeschaltet und gegen die weiße Wand gestarrt hat, um dort das so genannte Nachbild der Lampenabdeckung (als optische Täuschung) zu betrachten. Ihr war halt langweilig...

Im Haus gegenüber saß noch jemand am PC und wurde auf das Geblinke in dem Zimmer aufmerksam. Und dachte sich: Da wohnen doch Menschen mit Behinderung. Was ist, wenn da jetzt jemand Hilfe braucht und nicht anders auf sich aufmerksam machen kann als durch das Blinken mit der Nachttischlampe? Wenn derjenige aus dem Bett gefallen ist, auf der Erde liegt und nicht alleine wieder hoch kommt? Voller Sorge rief der die Polizei. Und als niemand auf das Klingeln öffnete (weil die Türklingeln auch über die Telefone geschaltet sind und die meisten Telefone nachts aus sind), kam die Feuerwehr, die dann über den Feuerwehrzylinder bis in die Flure vorrückte. Und dann waren natürlich alle wach.

Merke: Als Mensch mit Behinderung trägst du eine übermäßig hohe Verantwortung bei der Benutzung deiner Nachttischlampe!

Kommentare :

Nobody hat gesagt…

Hallo Jule.

Na das sind ja mal nette Geschichten so in der Nacht. ABuse, der Name scheint häufig zu sein oder er hat in vielen Firmen eine eigene E-Mail.

Aber euer Nachbar ist ja gut drauf. Auf diesen Gedankengang muss man mal kommen. Das zeigt er denkt mit und handelt auch gleich. Ihr solltet bei dem brav danke sagen. Es hätte ja wirklich die beschriebene Situation sein können. Dann ist es gut wenn man solche Nachbarn hat.

Um zu überprüfen ob dein Telefon auch richtig entstört wurde, gibt uns doch mal die betroffene Rufnummer hier. Wir alle hier prüfen das dann mal hier.

Michael hat gesagt…

Herr A Buse? Einfach nur klasse LOL. Wo haben sie Dich denn da hinverbunden?

Und die Geschichte, wie sich die optische Täuschung in einen echten Feuerwehreinsatz verwandelt hat ist auch nur gut. Ich hoffe, Ihr habt Euch am nächsten Morgen die Bäuche vor lauter Lachen halten müssen. Für die Feuerwehr war das ganz zwar nicht ganz so lustig, aber die haben bestimmt auch geschmunzelt, zumindest heimlich.

Sally hat gesagt…

... vor allen Dingen dann, wenn du dir das Zinmer mit jemandem teilst... Ich hatte mal eine Zimmerkollegin, die nicht allein aus dem Bett kam. Und bin einmal eingeschlafen, noch bevor ich die Lampe an meinem Bett ausschalten konnte. Ich hab so tief geschlafen, dass sie mich durch Rufen nicht wachbekommen hat und den Nachtdienst rufen musste, damit er meine Lampe ausschaltet... :D

sven hat gesagt…

Ach ja, sind es nicht die Kleinigkeiten, die dem Leben seine Würze geben :D?
Danke dafür, dass du uns an den deinen auch teilhaben lässt.

Anonym hat gesagt…

Jule, you made my day! Das das ganze Haus geweckt wurde ist zwar doof, aber an sich ist es doch ganz gut wenn es noch Mitbprger gibt die sich Gedanken machen und notfalls Unterstützung holen - auch wenn es diesmal ein Fehlalarm war.

Tamani hat gesagt…

Nachttischlampen können demnach mehr, als so manch einer zunächst annehmen würde.
In dem Fall war es wohl ein absoluter Fehlalarm. Jedoch bleibt trotzdem zu hoffen, dass es für den Anrufer weder Konsequenzen hat, noch, dass es ihm zu peinlich ist. Sondern, dass er es in Zukunft auch wieder so machen würde.
Zivilcourage ist leider etwas was der heutigen Gesellschaft immer mehr zum Fremdwort wird. Und ich denke lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Und seine Überlegung dazu war ja auch durchaus nachvollziehbar.
Viel zu viele Menschen schauen einfach nur weg frei nach dem Motto "wird sich schon wer anders darum kümmern". Und oft genug denken die "anderen" eben genau das gleiche.

Anonym hat gesagt…

Aufmerksamer Nachbar.
Ist das nicht positiv zu Bewerten?
Hätte ja auch wirklich was passiert sein können.

Dennis hat gesagt…

Hallo Jule,

das ist ja schon eine richtige Belästigung mit den Anrufen, ich hoffe Deine Bemühungen haben schon einen Erfolg gezeigt.

Auch wenn die Ursache nur Langeweile war, ist es doch gut zu wissen, dass es Nachbarn gibt, die so ein längeres flackern des Lichtes nicht ignorieren, sondern sich Gedanken machen. Wenn was gewesen wäre, wäre zumindest so Hilfe für die Mitbewohnerin da gewesen.

Wünsche Dir noch einen schönen Nikolaustag. *Dir mal einen Schokinikolaus schenk*

Liebe Grüße
Dennis

Anonym hat gesagt…

Die Geschichte mit dem vermeintlichen Herrn Buse ist wirklich krass. Man kann froh sein, dass Missbrauch im Netz nicht mabuse heißt ("Das macht bei uns der Martin-Anton, alles klein und zusammen...").

Anonym hat gesagt…

Die Aktion vom Nachbarn finde ich eigentlich ganz rührend - mit dem Hintergrund, dass meine betagte Großtante, als sie ohne ihren Notrufknopf im Bad gestürzt war (noch dazu stark erkältet und heiser, so dass lautes Rufen nicht ging, und auch nicht fähig, aus eigener Kraft wieder aufzustehen), ihre Nachbarn nur dadurch auf sich aufmerksam zu machen wusste, dass sie wiederholt die Klobrille anhob und lautstark fallen ließ.

Insofern würde ich mir wünschen, dass Nachbarn auch bei nicht behinderten Personen ähnlich reagieren würden; schließlich kann sich jeder mal in einer hilflosen Lage wiederfinden - lieber einmal zuviel...

Anonym hat gesagt…

LOL

Schrödingers Katze hat gesagt…

Eigentlich... ja, eigentlich finde ich den Nachbarn glaub ich nett. Egal ob nebenan "Behinderte" wohnen oder nicht. Er hat gedacht, jemand braucht Hilfe, er hatte Sorge, er hat die Polizei gerufen. Vielleicht hat er auch eine der letzten Folgen Akte XY geschaut, da kam nämlich genau das blinkende (Decken?)Licht als Signal und Hilferuf vor...

Mir ist immer lieber, Außenstehende kümmern sich einmal zu viel um etwas. Rufen die Polizei um Hilfe, wenn sie nicht gebraucht wird. Sprechen die weinende Frau auf der Straße an, die nur Liebeskummer hat. Bieten der älteren Dame Hilfe mit den Tüten an, auch wenn sie das gut alleine kann. Fragen den Rollstuhlfahrer, ob sie ihm die Tür öffnen sollen, auch wenn die meisten das problemlos alleine hinbekommen. Lieber, es wird einmal zu viel Hilfe angeboten, als einmal zu wenig.

Wäre wirklich etwas passiert - hätte jemand auf dem Boden gelegen und nicht um Hilfe rufen könnten... dann wäre das Geschrei auch wieder groß gewesen. Ich sehe die Schlagzeile in der Blöd Zeitung vor mir
"Behinderte Frau gibt Lichtsignal. Niemand hilft!" ;)

Aber vielleicht ticke ich da falsch?
Klar ist es "doof", wenn die Feuerwehr vor der Tür steht. Aber ist es nicht irgendwie auch "doof", wenn die Polizei niemanden per Klingel erreicht? Und wäre es nicht auch "doof", wenn jemand Hilfe bräuchte und es keiner mitbekäme bzw. niemand drauf reagieren würde? Was macht ihr, wenn sich abends/nachts jemand aussperrt? Unterwegs den Schlüssel verliert und dann nicht ins Haus kommt, weil er niemanden rausklingeln kann?

Mart hat gesagt…

Schöne Geschichte. Aber ist doch gut zu sehen, dass sich da noch Leute gedanken machen.

Blogolade hat gesagt…

Na das ist aber schon klasse, dass der Nachbar sich da Sorgen gemacht hat!

Wie kam der Herr Buse nun eigentlich an deine Nummer? Wollten die vielleicht wirklich was von dir und haben verbaselt, dich normal anzurufen?

grutzi hat gesagt…

Hahaha, koestlich!!! :)

jali hat gesagt…

A. Buse, das finde ich schon richtig niedlich. ;-)

Die beiden Damen meinten das sicher todernst, aber Du konntest nach dem nervigen Telefonterror wenigstens schmunzeln.

Zugegeben, mir ist sowas auch mal passiert. Also mit dem Anrufen.

Wir hatten so eine Software zum Datenbankabgleich mit der Softwarefirma aus Redmond. Da musste man, vor ein paar Jahren noch, über ein Analogmodem (sic!) eine Nummer in Irland anrufen.
Aufgrund eines Defekts in der Telefonanlage hat das doofe Modem die erste Null für die Umschaltung auf die Amtsholung nicht gefressen, so dass das Ding dann nicht 0800xxxxxxxxx gewählt hat, sondern 800xxxxx, und das Ding dann eine Dame hier in der Stadt alle paar Stunden angerufen hat.

Erst als sie sich nach zwei Tagen bei uns gemeldet hat, ist das jemendem aufgefallen. Gott war das peinlich...

Also, bitte sei dem armen Herrn Buse nicht zu böse. Das war bestimmt keine Absicht. ;-)

Anonym hat gesagt…

Findet ihr das jetzt gut mitgedacht von dem Nachbarn oder eher übertrieben? Und warum?
Klingt jetzt unwahrscheinlich, aber ich persönlich hätte vlt dass Nicht gesehen, mich gewundert, alle Szenarien im Kopfkino ablaufen lassen,wobei die Möglichkeit der Langeweile mir auch in den Sinn gekommen wäre, und dann auch den Rettungsdiensten meinen Verdacht mitgeteilt. Aber ich kann mir auch vorstellen dass ihr öfter von falsch überlegter Hilfestellung belästigt werdet und das dementsprechend lästig ist.

Anonym hat gesagt…

Herr Buse, so so... Ich hoffe das Telefon verschont dich in Zukunft mit elendigem gepiepe!

Der Nachbar, den find ich toll. Ich hoffe er glaubt nicht gerade, dass er der größte Depp ist und die Rechnung auch noch zahlen muss. Ich kann es nämlich nachvollziehen...

Nachdem ich gestern bei -10 Grad einer älteren Dame hinterher geguckt hatte, die mit ihrem Rollator wilde Halbkreise drehte (vor/hinter einem Seniorenheim/auf der Straße) und immer suchend um sich guckte, sprach ich sie an, ob sie wüsste, so sie hin muss (wegen der Kälte, sie hätte ja dement sein können, so geschätz 80 Jahre alt). Sie guckte mich ganz erstaunt an und meinte, sie wüsste wo sie hin muss, sie wollte nur im Seniorenheim gucken, ob bei ihrer Freundin im Zimmer das Licht brennt... ICH sprech so schnell keinen mehr an.

BigDigger hat gesagt…

Erstmal vornweg: Das mit ABuse und Bonn klingt mir doch verdächtig nach den Telekomikern.
Ich denk da nur an "Wie Bitte ?!" von damals bei RTL (die Sendung vermisse ich). Kategorie: "Spaß mit der Telekom".
Sowas: http://www.youtube.com/watch?v=I6oxwknHnkg

Und das mit dem Nachtlicht: Ich hätte da auch nicht anders gehandelt. Und dazu müssen hinter der Gardine gegenüber nicht mal Menschen mit Einschränkungshintergrund leben...

Fojan hat gesagt…

Bei uns kam mal die Polizei, weil besorgte Nachbarn dachten, da wäre ein Säugling alleine zuhause und würde deswegen seit Stunden brüllen.

Bis heute bin ich den Polizisten ZUTIEFST dankbar, dass sie nicht klingelten sondern klopften. Da war der Brüller grad im Arm von Papa eingeschlafen....
Aber dann denk ich mir: hej lieber besorgte Nachbarn und Fehlalarm als das keiner hinschaut

Jens Bonn hat gesagt…

Ich denke mal ob das lästig ist oder nicht ist hier relativ egal. Wie heißt es immer so schön bei Polizei und Feuerwehr - lieber einmal umsonst angerufen als einmal aus Zweifel es gelassen und da war dann was.

Wobei das in dem Fall nur für den Nachbar eventuell relevant war dass da bei ihm gegenüber eine entsprechende Wohngruppe ist.

In der Regel ist es in der Stadt ja so dass man nicht wirklich weiß wer irgendwo gegenüber in einem Haus wohnt - und es kann ja auch jeder in eine Notlage geraten und sich nur so bemerkbar machen.

Und wenn jemand nicht schlafen konnte, dann mit der Lampe spielt, dann endlich einschläft - dann kann es auch passieren dass man so tief schläft das man das Klingeln der Polizei nicht hört (vor allem bei einem normalen Gong oder einem kleinen Läutewerk).

Allerdings ist es meist anders herum - wenn die Feuerwehr eine "Person hinter verschlossener Tür" gemeldet bekommt, dann kommt immer die Polizei dazu - um anschließend alles notwendige abzuwickeln (Eigentumssicherung bei kaputter Tür / Schließzylinder, Ermittlung von Angehörigen etc pp.). Sollte die Polizei als erstes vor Ort sein, versucht diese natürlich mittels klingeln ins Haus und Wohnung zu gelangen - zumindest auf jeden Fall aber ins Haus beim Mehrfamilienhaus - damit die Feuerwehr sich nicht damit auch noch aufhalten muss - irgendwer wird schon aufs klingeln reagieren.



Und das Telefonproblem kenne ich - ich arbeite in einem Großhandel - und es passiert da schonmal dass die Mitarbeiter von anderen Firmen uns ein Fax schicken wollen und die Telefonnummer erwischen. Zum Glück zeigen ja mittlerweile 99% ihre Rufnummer an, so das ich recht schnell weiß von wo das kommt - aber auch dann ist es manchmal schwierig jemand dazu zu bewegen dieses zu stoppen, da ja auch Faxe öfter versuchen ihren Auftrag los zu werden. Und beängstigend viele können außer der Nummer eingeben nichts an "ihrem" Gerät machen. Also auch keine Aufträge löschen.

al_line hat gesagt…

Ich musste grade wirklich lächeln als ich das gelesen habe. Ich finde das so genial, wie du das alles formulierst. :D

ednong hat gesagt…

Hi Jule,
das mit dem Nachbarn finde ich gut. Ich hoffe auch, dass ihr euch bei dem bedankt habt. Lieber einmal zuviel als zuwenig die Feuerwehr/den Notruf anrufen.

"Herr A Buse" oha. Die hatten die Ahnung. Aber klar, wenn man kein Englisch kann. So hat es aber auch geklappt - der Anruf ich gestoppt und du hast wieder deine Ruhe. Und wir haben ein Geschichtchen mehr, über das sich schmunzeln läßt ;)

Anonym hat gesagt…

Hallo Jule,

ehrlich gesagt würde ich auch dann die Polizei rufen, wenn meine (mehr oder weniger) völlig gesunden Nachbarn ihr Licht so oft hintereinander ein- und ausschalten.

Der Grundsatz ist doch:
Besser 1x zu oft als 1x zu wenig.


Ihr hattet nun einen Fehleinsatz, ein paar müde Augen und eine vielleicht etwas genervte Polizei/Feuerwehr. Und? Ist doch nicht schlimm.

Schlimm wäre es, wenn das nächste Mal jemand stirbt, weil tatsächlich etwas passiert ist und sich niemand kümmert.



Ob ein Danke an den Nachbar angebracht ist? Natürlich. Nächstes Mal rettet er vielleicht dein Leben. Und wenn dafür die Feuerwehr noch 6x umsonst kommen muss, was soll's.

Anonym hat gesagt…

So ein netter Nachbar hat meinen Eltern mal das Leben gerettet-der hat wenig rauch gesehen und direkt feuerwehr gerufen-hätte der noch 5 min nachgedacht wären sie verbrannt.
Daher-lieber zu oft als zu wenig-und ich hätte auch die ältere Frau gefragt-kann nicht schaden, tut nicht weh, ist nicht böse gemeint und síe hätte ja tatsächlich desorientiert sein können.

Anonym hat gesagt…

Bei Herrn A. Buse erreichst du wenigstens was. Kritischer ist das bei Frau Nore Ply.

Anonym hat gesagt…

Also, ich find das positiv vom Nachbarn. Es gab früher eine xy-Sendung. Eine Taxifahrerin wurde bedroht und schaltete die Lichthupe seltsam, um die entgegen kommenden Autofahrer auf sich aufmerksam zu machen. Später erinnerten sich diese an die seltsamen Lichtsignale, haben dem aber keine Bedeutung beigemessen.

BigDigger hat gesagt…

Hey Jule, mal was ganz anderes:
Ich hoffe, dass Deine Radlager den Winter heil überstehen. Nicht, dass Du im Frühjahr wieder einen neuen Rolli brauchst...

Anonym hat gesagt…

Liebe Jule,

ich verfolge seit einiger Zeit mit großem Interesse Deinen Blog und bin begeistert und beeindruckt darüber, wie Du Deinen Alltag meisterst - zumindest empfinde ich als "Fußgängerin" das so.

Ich habe - unabhängig von diesem Thread - eine Frage, die mich beschäftigt, seit der Winter mit seinen tiefen Temperaturen Einzug gehalten hat:
Früher habe ich Rollstuhlfahrer in der kalten Jahreszeit immer mit Decken oder Fußsack wahrgenommen, verständlicherweise, um die unbewegten Beine zu wärmen bzw. vor Auskühlung zu schützen. Heutzutage habe ich den Eindruck, dass diese Praxis nicht mehr angewendet wird - zumindest scheinen Rollstuhlfahrer heutzutage zumeist ganz normale Hosen zu tragen.
Ist das so? Wie schützt Du Dich vor Auskühlung über die Beine?

Ganz liebe Grüße und vielen Dank für Deine Antwort,

Simone

Jule hat gesagt…

Natürlich ist das sehr positiv, was der Nachbar da gemacht hat! Dass es über das Ziel hinaus schießt, konnte er nicht wissen und ich denke, er hat in bester Absicht gehandelt. Und ja, meine Mitbewohnerin hat sich bei ihm bedankt. War ihr nur etwas peinlich - aber da muss sie durch.

@BigDigger: Die Vorderräder sind schon hin und neu bestellt, die Radlager der großen Räder sind auch schon wieder am Limit und vermutlich demnächst dran. Auf jeden Fall nach dem Winter.

@Simone: Die Sache mit dem Fußsack ist eher eine kosmetische. Sieht einfach behindert aus, finde ich persönlich, wenn man damit durch die Gegend fährt. Ich habe meistens eine Legging drunter, und da profitiere ich von dem Sortiment unseres Sportausrüsters, der auch Thermo-Funktions-Leggings anbietet. Einzelanfertigung nach Maß, auf Wunsch sogar mit Fuß, 240g/m² Synthetikfaser mit flauschiger Innenseite - für uns zum Selbstkostenpreis von 33 Euro pro Stück. Und in den Dingern bekomme ich keine kalten Beine. Drüber eine Jeans und alles ist gut.