Samstag, 13. April 2013

Fahrende von Rollstuhl

Die deutsche Sprache ist in vielen Bereichen sehr kompliziert, in manchen aber wiederum sehr einfach gestrickt.

So kennt man beispielsweise Hans. Hans ist ein Rollstuhlfahrer.

Man kennt auch Marie. Marie ist eine Rollstuhlfahrerin.

Man kennt auch ein Haus. Ein Haus kann kein Rollstuhlfahrer sein, weil das technisch nur schwer zu realisieren ist. Lassen wir das mal aus der Betrachtung heraus.

Wenn man nun erklären möchte, dass irgendein Rollstuhlfahrer sich rollend fortbewegt, dann ist es aus meiner Sicht völlig Banane, ob dieser beispielhafte Rollstuhlfahrer männlichen oder weiblichen Geschlechts ist. Es ist keine bestimmte Person gemeint. In diesem Fall sieht die deutsche Sprache auch in 2013 eine Wortform vor, die mit der männlichen Form deckungsgleich ist.

Gleichermaßen kann ein Mensch sowohl männlich als auch weiblich sein. Die Aussoziation, "der" Mensch ist männlich (sollte man sonst etwa von einer Menschin reden?), finde ich genauso albern wie die Annahme, "die" Clique könne nur aus weiblichen Teilnehmern bestehen.

Eine Gruppe Rollstuhlfahrer ist solange keine Gruppe männlicher Rollstuhlfahrer, wie es nicht explizit heißt: Eine Gruppe männlicher Rollstuhlfahrer.

Eine Gruppe Rollstuhlfahrer ist solange nicht auf weibliche Teilnehmer begrenzt, wie es nicht explizit heißt: Eine Gruppe Rollstuhlfahrerinnen.

Daher ist es aus meiner Sicht völlig überflüssig, durch sprachliche Konstruktionen wie "RollstuhlfahrerInnen" darauf hinzuweisen, dass beide Geschlechter gemeint sind. Solange man nicht bestimmte Personen gezielt ansprechen will, sondern mehrere, x-beliebig austauschbare Elemente einer Menge bezeichnen möchte.

"An Fußgängerüberwegen haben Fahrzeuge den Fahrenden von Rollstühlen, welche den Überweg erkennbar benutzen wollen, das Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen", sagt die seit rund zwei Wochen gültige Neufassung der Straßenverkehrsordnung im Paragrafen 26. Da ist aber jemandem ein ganz großer Wurf gelungen.

Grund für diese aus meiner Sicht absolut dämliche Formulierung soll eine europäische Vorschrift zur geschlechtsneutralen Verfassung von Gesetzestexten sein. Jetzt frage ich mich: Sind viele 'Fahrende' geschlechtsneutral, wenn ein 'Fahrender' es nicht ist? Ich verstehe schon, worauf das abzielt, aber: Wenn man sich schon zu einem derartigen Manöver hinreißen lässt, sollte man dann nicht an einer anderen Stelle ansetzen und vielleicht einfach nur einmal klar stellen, dass der Gesetzgeber davon ausgeht, dass ein Rollstuhlfahrer sowohl männlich als auch weiblich sein kann?

Konsequenterweise hätte es eigentlich heißen müssen: "An Überwegen für zu Fuß Gehende haben Führende von Fahrzeugen den Fahrenden von Rollstühlen, welche den Überweg erkennbar benutzen wollen, das Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen."

Was mich dann aber wundert, ist, warum man die Wortkonstruktion "Rollstuhl", die nicht etwa eine besondere Form der Darmentleerung meint, nicht konsequenterweise aufgebrochen und formuliert hat: "An Wegen für zu Fuß Gehende über das zum Fahren Gebahnte haben in Zeugen führend Fahrende den in Stühlen Rollenden, welche den Weg über das zum Fahren Gebahnte erkennbar benutzen wollen, das Queren des zum Fahren Gebahnte zu wirmöglichen." (Er-möglichen wäre möglicherweise auch nicht ganz geschlechtsneutral...)

Vielleicht hätte, bevor das verabschiedet wurde, nochmal jemand mit einem Pfahl vom Zaun des Gartens winken sollen?

Kommentare :

seemaedel hat gesagt…

Ich finds auch komplett überflüssig. Und ich sage immer noch Studentensekretariat und Studentenausweis statt Studierensekretariat (oder Neudeutsch: Studierenden-Service-Zentrum) und Studierendenausweis.
Das lächerlichste finde ich daran, dass - wie du ja auch schreibst - das Konstrukt nur im Plural funktioniert...

T hat gesagt…

Ohje. Also Fahrzeuge sind ja in der Regel Maschinen mit begrenzter KI - oder wird irgendwo definiert, dass mit "Fahrzeuge" tatsächlich Führende eines oder mehrer Fahrzeuge gemeint sind? Das ist natürlich problematisch, dürften doch die wenigsten dieser Fahrzeuge zur Zeit in der Lage sein, Fußgängerüberwege und Nutzer ebendieser überhaupt zu identifizieren, geschweige denn in Reaktion auf solch ein Ereignis irgendwie anzuhalten.

Überhaupt, Fahrenden von Rollstühlen? Was ist denn, wenn du nun alleine unterwegs bist nur einen einzigen Rollstuhl fährst? Es heißt ja schließlich nicht "Fahrende *eines* Rollstuhls. Ich finde das irgendwie diskriminierend. Immerhin muss ich auch als Fahrender von Fahrrädern nun immer in Gruppen unterwegs sein oder ein zweites neben mir herziehen, was reichlich unpraktisch ist, oder mich einer Gruppe anschließen, was ich nicht möchte.

rhoda hat gesagt…

Wunderschön geschrieben. :D

Jenny ais Hessen hat gesagt…

Herrlicher Beitrag, Jule :)

"An Fußgängerüberwegen haben Fahrzeuge den Fahrenden von Rollstühlen, welche den Überweg erkennbar benutzen wollen, das Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen" Einfach absurd, diese Formulierungen...abgesehen davon kann man diese hier auch so verstehen, dass es die Rollstühle sind, die auf die andere Seite wollen, und nicht deren Fahrer *g*

Amy hat gesagt…

Volle Zustimmung! Ich bin eh Fan des generischen Maskulinums und halte die Herausstellung des Bezugs auf beide Geschlechter durch die Endung "Innen" für eine reine Störung des Leseflusses. Gleichberechtigung wird doch nicht dadurch erreicht, immer und überall hervorzuheben, dass es auch Frauen gibt - die Akzeptanz neutraler Formen, die in dieser Sprache nun mal durch das Maskulinum ausgedrückt werden, hat für mich wirklich nichts damit zu tun, ob Frauen denn fair bezahlt werden oder die Chance haben, in Chefpositionen aufzusteigen. Oder stellt sich wirklich jemand vor, dass der Konzernchef einen Text liest, in dem konsequent die weibliche Endung mit großem I an Wörter gehängt wurde und sich denkt, er könne ja jetzt deshalb mal eine Frau zu seinem Nachfolger bestimmen? Is klar. Also: Pro generisches Maskulinum, kontra schwammiger, den Lesefluss störende Bezeichnungen und Formulierungen, die Menschen mit geringen Sprachkenntnissen das Verständnis eines Texts nur noch erschweren.

MichiK hat gesagt…

Die Formulierung im Gesetz ist wirklich an den Haaren herbeigezogenene und völlig übertriebene übertriebene political correctness (alle Frauen, die sich wegen dieser Gesetzesänderung jetzt tatsächlich weniger diskriminiert fühlen, heben jetzt bitte die Hand) und abgesehen von einem gestörten Verhältnis der Autoren zur deutschen Grammatik dann auch noch mehr als inkonsequent: Wenn es nicht Rollstuhlfahrer heißen darf, dann darf es auch nicht Fußgänger heißen. Und wenn man schon so spitzfindig ist, dann ist "Fahrzeug" an der Stelle ja auch total falsch, denn schließlich ermöglich nicht das Fahrzeug dem Rollstuhlfahrer die Überquerung der Fahrbahn, sondern die Person, die das Fahrzeug bedient. Ein Fahrzeug ist schließlich kein denkendes Wesen mit einem eigenen Willen. Und offensichtlich waren die Autoren sich dieser Problematik ja auch bewusst - denn ansonsten könnte man statt "Rollstuhl Fahrende" ja auch einfach "Rollstühle" sagen.

Aber wie sagt man so schön? Wer sonst keine Probleme hat, macht sich halt welche...

ruolbu hat gesagt…

Ooooohh :3 der Beitrag hat Potential zu Feedback :D

Das generische Maskulinum, leidliches Thema. Ich habe das Gefühl es ist kein guter Ansatz, um Menschen mehr für die Geschlechtergleichstellung zu begeistern. So bedeutet die Alternative doch einen erheblicher Mehraufwand bei Unmengen an Formulierungen im Alltag. Hingegen der Nutzen dieses Mehraufwandes werden oft angezweifelt, da die Risiken/Auswirkungen des generischen Maskulinums nicht gekannt oder anerkannt werden.
Nicht desto Trotz ist Kritik am generischen Maskulinum (ich verwende ab jetzt mal GM, weil geht schneller ;) ) meines Erachtens nach ein Weg, um auf Ungleichheiten aufmerksam zu machen und sollte daher verfolgt werden. Nicht unbedingt weil es das größte und schlimmste Problem ist, das wir in Bezug auf Geschlechterdifferenz haben. Sondern weil es stetig darauf verweist, dass nach wie vor eine ganz rigorose Benachteiligung vieler Menschen auf Grund ihres Geschlechts oder ihrer Geschlechteridentität in unserer Gesellschaft herrscht. Das Problem, das viele Menschen mit dem GM haben, zu lösen, wird diese Benachteiligung nicht abschaffen, aber sich sichtlich damit auseinander zu setzen, setzt ein Zeichen. Mensch können die Thematik nicht ignorieren, müssen sich damit beschäftigen, werden dazu angehalten und evtl. motivert sich zu informieren und zu bilden und sich eine Meinung zu bilden, die über das passiv aus dem Gesellschaft-Ether aufgenommene, oftmals nicht zeitgemäße Allgemeinwissen hinaus geht. (Allgemeinwissen ist das falsche Wort, aber mir fehlt ein passender Begriff)

Ich würde gerne kurz auf dieses (nicht so kurze) Video verweisen, nur eine kleine Vorstellung der Problematik aus Sicht einer Person, die an der Woche des generischen Femininums teilnimmt: http://www.youtube.com/watch?v=vOMlvVgPKaM

Ich glaube jedoch, dass dieses Video dennoch keinen großen Einfluss haben wird, wenn einem Mensch die Überzeugung innewohnt, dass das GM eine ideale Lösung ist und keine nennenswerten Nachteile mit sich führt. Mir scheint, das ist bei dir der Fall? (so oder evtl. etwas weniger schwarz-weiß formuliert). Zumindest kann ich von mir sagen, dass ich dieser Auffassung war. Das hat sich geändert, als ich begann Sprache wichtiger zu nehmen. Das war dadurch motivert, dass die Art, wie ich gelernt habe zu sprechen, immer weiter und weiter von meiner Auffassung von mir selbst und auch anderen Menschen auseinander ging.
Weiblich_Männlich als Leitbild für meine Selbstauffassung zu verwenden, das zu hinterfragen, diese Begriffe zu definieren, ihre Tragweite und ihren Abwandlungen zu erfassen. Den Einfluss den diese Begriffe auf das Verhalten, die Wahrnehmung und Interaktion von Menschen haben zu entdecken. Es kam der Punkt, an dem ich mich nicht als männlich identifizieren wollte, mich nicht als weiblich identifizieren mochte. Beides kann ich auch nicht wirklich. Und doch, wenn ich aufgerufen, angesprochen, beschrieben werden, reagiere ich auf "Er" "Der" oder "Ihn". Zu wissen, dass ich gemeint bin, wenn jemand sagt "die Jungs/Männer können das machen", "was seid ihr denn für Kerle?" oder dergleichen und entsprechen zu reagieren, als würde ich mich wirklich angesprochen fühlen, ist jedoch immer eine Überwindung. Und das nicht, weil ich ein Problem mit dem habe, was ich als meine Männlichkeit oder meine Weiblichkeit ansehe, sondern mit dem was andere darunter verstehen. Damit, dass andere Menschen nur sehen, dass ich mich immer und immer wieder in das gesellschaftlich gängige Modell von Männlich füge. Und das wiederspricht mir enorm. (btw. Ja, jedes einzelne Mal klären, dass und warum ich das nicht mag, ist eine Option, vermutlich oft die bessere, ich bin da sicher nicht perfekt)

[Geteilt, weil natürlich zu lang, wenn es mir wichtig ist ;)]

ruolbu hat gesagt…

Mein persönliches Problem ist, das GM trifft den gleichen Punkt. Ich fühle mich eigentlich nicht angesprochen, weiß jedoch, dass ich gemeint bin. Ich reagiere dennoch, damit kann ich leben. Ich nutze das GM sogar (ist einfacher - zwischenmenschlich gesehen) aber ich komme mir vor, als redete ich über Luft. Ich bevorzuge es tatsächlich von "Menschen", "Leuten" oder "Personen" zu reden und beschreibe ihre Tätigkeit - das, weswegen sie für den Kontext relevant sind. ("Fahrenden von Rollstühlen" anyone?) Und ich weiß, dass das nicht jeder Person liegt, viele das zu umständlich finden. Aber ich genieße es, dass sie oft dazu gezwungen werden, solche Formulierungen zu lesen und zu bedenken, dass ihre Perspektive nicht die einzige ist. Was ehrlich gesagt nicht passieren muss, wenn die Formulierung halbwegs vernünftig geschieht (mir ist an "Fahrenden von Rollstühlen" auch erstmal nichts aufgefallen).

Wie gesagt, das ist eine Perspektive. Meine persönliche. Mein bevorzugter Ansatz wäre auch nicht "RollstuhlfahrerInnen" sondern "Rollstuhlfahrer_innen". Bringt noch diesen extra Kick an Bruch von Lesefluss und einen etwas anderen Sinninhalt mit sich, über den während des unterbrochenen Lesens direkt nachgegedacht werden kann. Ich lass es dich mal selbst recherchieren :3
Mich persönlich erreicht weder GM noch FM, ich bin da einfach ich und lass das Verallgemeinern über mich ergehen. Irgendwie müssen wir ja die Zeit sparen, die aufgebracht werden müssten, wenn die Individualität jedes Menschen in jeder allgemeinen Aussage untergebracht werden sollte.

Was ich jedoch nicht einfach hinnehmen will, ist das Unsichtbarmachen von ca. 50% der Bevölkerung durch eine althergebrachte Sitte (das Un- spare ich mir fast sogar), die Konsequenzen im Alltag haben kann. Es hat sich zeigen lassen [citation needed], dass Entscheidungen direkt beeinflusst werden können, wenn Aufgaben und Fragen im GM, FM oder allumfassenden formuliert werden. Und ich davon überzeugt, dass die schlichte Hinnahme vom GM als "ist halt so, funktioniert doch ganz gut" zielführend ist, wenn es darum geht patriarchale Strukturen aufzulösen, um strukturelle Benachteiligung auszumerzen.

Zu deinem einen Vorschlag gefällt mir gefällt übrigens die Textstelle unter der Überschrift Bundesebene in Deutschland im Wikiartikel zum GM sehr gut:
"Die Benutzung des Generischen Maskulinums sei „nicht akzeptabel”, ebenso wenig Formulierungen wie „Zur besseren Lesbarkeit wird das generische Maskulinum verwendet“.[72] Es sei zwar „erkennbar, dass nach wie vor Akzeptanzprobleme insbesondere bei der geforderten weitgehenden Vermeidung des generischen Maskulinums bestehen“, entsprechende Vorbehalte zu überwinden sei aber Dienstpflicht aller Beschäftigten der obersten Bundesbehörden.[73]"

Auch wenn deine Auffassung zur Kritik am GM eine andere ist, als die von vielen Frauen, die ich kenne bzw. erlebe, hab ich kein Problem damit und will dir deine Verhaltensweisen nicht unbedingt nehmen. Ich glaube, was mich dazu veranlasst hat, dieses mal zu ranten (verzeih den Anglizismus) war der Umstand, dass du dich so über etwas lustig gemacht hast, was in meinen Augen, einen sehr sinnvollen Inhalt hat. Der Vergleich hinkt deutlich, und ist etwas böse, aber evtl. setzt es meine Motivation, hierzu etwas zu schreiben, etwas in einen Kontext: "I don't always rant. But when I do you behaved like Wagner" (Und ich glaube wir wissen beide, welcher Wagner nicht gemeint ist) °﹏°

Paterfelis hat gesagt…

Oh ja, und gerade solche und andere Vorgaben des Gesetzgebers machen es mir als Verwaltungsmensch schwer, einen für den Bürger verständigen Bescheid zu erlassen, der auch noch alle Kriterien der Rechtssicherheit erfüllen muß. Schreibe ich einen solchen Bescheid nämlich in einer Form, die mit dem gesunden Menschenverstand zu erfassen ist, wird mir das Teil von irgend einem Richter zerfetzt.

Also geben wir den gesunden Menschenverstand an der Eingangstür zum Büro einfach ab. So etwas finde ich nur noch traurig.

Mari Mareike hat gesagt…

Ich bin ja wirklich dankbar für alles, was der Feminismus erreicht hat und mir heute das Leben einfacher macht.

Ich finde es auch durchaus schön, mit "Liebe Bürgerinnen und Bürger" / "Liebe Leser und Leserinnen" / etc (und etcinnen)
- in der Anrede, wohlgemerkt. In einem Fließtext behindert das den Lesefluß schon erheblich.

Ich hatte mal eine Bundeswehrvorschrift in der Hand, in der auf 1400 Seiten per Hand jeder einzelne "Soldat" durch "/Soldatin" ergänzt worden war. So kann man sich auch beschäftigen...

Einige künstliche Worte finde ich auch gut, wie "Krankenpfleger". Da muss ich dann nicht mehr überlegen, ob das jetzt ein Krankenbruder ist, der da in der Tür steht.

Abgesehen davon bin ich dafür, derartige Formulierungen mit Maß anzuwenden. Nur leider fürchte ich, da ist das Kind schon in den Brunnen gefallen. Diesen Mist werden wir nicht mehr los...

Frau Jule hat gesagt…

WIRmöglichen? fraulich! äh herrlich... ääähhh ja ;D ich mag so wortspielereien. hast du schön gemacht.

liebe grüße,

jule* (wirklich auch)

Sonja hat gesagt…

Na ja, es heißt jetzt "Fahrenden von Krankenfahrstühlen oder Rollstühlen", wo es vorher "Fahrern von Krankenfahrstühlen oder Rollstühlen" hieß. (Ich hatte mich schon gewundert, dass nicht einfach "Rollstuhlfahrende" verwendet wird.) Die ganze StVO ist ja nicht grade in klarem, verständlichen Deutsch formuliert, da ist dieser (halbe) Versuch von geschlechtergerechter Sprache meiner Meinung nach das kleinste Problem.

Ich bin übrigens auch Verwaltungsmensch, verzweifle auch manchmal daran, verständliche und gleichzeitig rechtssichere Bescheide zu erstellen, aber ich bin auch eine Frau, die sich bei Verwendung von geschlechtergerechter Sprache ein bisschen weniger diskriminiert führt. (Das dürfte wohl auch für trans*-Menschen gelten, aber da bin ich keine Autorität.) Grade da, wo es wirklich einfach ist, z.B. bei "Studierende", ist es den Aufwand wert.

Anonym hat gesagt…

Ich find's gut, dass sie's zumindest versuchen. :) Sprache und Handeln stehen in einem Zusammenhang; verändert man die Sprache, kann sich das auch positiv auf das Handeln auswirken (Ja, kann, nicht muss, nein, nicht immer, nein, es ist nicht der einzig wahre und alles richtig machende Ansatz, blablabla).

Anonym hat gesagt…

Jule, du hast ja so Recht.

Anonym hat gesagt…

Wenn du jetzt noch "in 2013" nicht mehr schreiben würdest, liebe AutorIn, dann wäre es perfekt ;p

Anonym hat gesagt…

Hallo Jule,
die Gruppe oder der Mensch ist aber tatsächlich geschlechtsneutral. Die Rollstuhlfahrer ist dadurch, dass die Gruppe sowohl gemischt geschlechtlich als auch komplett männlich sein könnte, in unserer Realität, in der Frauen noch gar nicht so arg lang weitestgehend gleiche Rechte haben (allerdings bei weitem nicht in allen Bereichen Chancengleichheit), von vornherein männlich besetzt.


Ein wenig Beschäftigung mit Gendermainstreaming und damit, dass Sprache das Denken und damit Realität bestimmt, könnte dir als junger, intelligenter Frau nicht schaden. ;)

VG

Anonym hat gesagt…

weia. da les ich hier schon lang und gern mit und dann das. ich will hier jetzt keinen elendslangen kommentar hinterlassen über die bedeutung und wirkung von sprache, das totschlagargument der unlesbarkeit und das ewige "ja haben wir denn keine anderen probleme?" (haben wir. aber probleme gegeneinander ausspielen ist eine uralte taktik und bringt uns nirgends weiter), daher nur soviel: wenn du dich bei verwendung des generischen maskulinums angesprochen fühlst, ist das natürlich völlig ok und zu respektieren. ich fühl mich nicht angesprochen und "mitgemeint" und deshalb ärgert mich dieses lächerlichmachen.
lg,
verena

Niklas hat gesagt…

Und was ist mit den Fahrzeuginnen? Und den Rollstühlinnen? Die werden weiterhin diskriminiert. SKANDAL

owyanna hat gesagt…

Tollm danke - jetzt hab' ich Bauchweh vom Lachen, und meine Mitbewohnerin (sie ist weiblich und nur in einfacher Ausführung vorhanden, für den Fall, dass jemand unsicher ist, ob ich auch wirklich die korrekte Formulierung gewählt habe!) denkt ich habe einen Sockenschuss, weil ich alleine im Zimmer sitze und laut lache.

Anonym hat gesagt…

Tja, da sehen wir mal wieder... Ich selber bin häufig gezwungen, gegenderte Reden zu halten, wobei ich die Erfahrung mache, dass das eher zu einer Diskrimminierung, denn zu einer Gleichstellung führt. Warum? "Weil da mal wieder eine Extrawurst gebraten wird". Und ich kenne die Idee, durch die Sprache zu beeinflussen, sie hat sich, zumindest was die staatliche Seite angeht, durchgesetzt. Aber gebracht? Nein, da hat sie nichts. Aber dafür einen riesigen Aufwand. Und ganz ehrlich, ich finde absolut nichts daran erstrebenswert, den Textfluss/Lesefluss zu stören und ärgere mich häufig genug darüber, wenn ein Text doppelt so lang ist, nur, weil es dann heßen muss "Die Gruppenführerin oder der Gruppenführer erteilt der Angriffstruppführerin oder dem Angriffstruppführer den Einsatzbefehl"

Btw.: Die gesamte StVO wurde ja gegendert, einzig und allein der Polizeibeamte nicht, deswegen gibt es jetzt schon findige Ideen, ob den Weisungen von Polizeibeamtinnen nicht Folge zu leisten ist...

Jakob hat gesagt…

@ruolbu

Danke für die Denkanstöße, ich muss zu meiner Schande zugeben, dass ich zwar oft über das "Gendern" von Sprache gestöhnt habe, aber nie wirklich darüber nachgedacht habe, welche Argumente auf der tieferen Ebene abseits von Political Correctness für das Gendern sprechen.
Letztlich gibt es wohl keine ideale Lösung, wenn man die Sprache nicht komplett umkrempeln will. Mir persönlich macht der Umgang mit Sprache sehr viel Spaß, und ich bin dazu ein eher praktisch denkender Mensch... Von daher tun die umständlichen Formulierungen, wie sie oft durch das Gendern entstehen, meinem Sprachgefühl weh^^
Aber ich kann auch die Befürworter nachvollziehen, und sollte mich als männlicher Artgenosse wahrscheinlich bei der Diskussion zurückhalten.

PS: Kann mir jemand vernünftig erklären, warum z.B. "die Studenten" nicht auch eine Studentin einschließen kann? Der Begriff ist doch an sich ziemlich neutral...
Und wie soll man Formulierungen wie "Studenten_innen" überhaupt aussprechen?

Anonym hat gesagt…

Hi Jule,

ich war lange Zeit auch deiner Ansicht. Irgendwann als Kind haben wir weiblichen Wesen alle mal gelernt, dass "ein Rollstuhlfahrer" zwar in einem speziellen Fall männlich sein kann, aber auch weiblich sein kann, während "eine Rollstuhlfahrerin" immer weiblich ist. Bei "Rollstuhlfahrer" sind wir quasi mitgemeint. "Rollstuhlfahrerin" ist eine spezielle Form, wenn es wichtig (?) ist, dass die Person im Rollstuhl weiblich ist.
Und ich denke, es ist genau diese Hervorhebung des Geschlechts, die uns Frauen nervt. Wirklich wichtig bei deinem Beispiel mit dem Gesetz ist die Tatsache, dass da eine Person im Rollstuhl sitzt.
Weshalb die Formulierung "Rollstuhlfahrer" auch erstmal völlig sinnvoll erscheint.
Weshalb ich aber nicht mehr denke, dass das reicht, ist folgendes:
Man hat wohl mal untersucht (Details sind aus dem Gedächtnis verschwunden), was sich Menschen unter "Rollstuhlfahrern" oder "Gruppe von Rollstuhlfahrern" vorstellen (stimmt nicht ganz, es war ein anderes generisches-Maskulinum-Wort; ist aber für das Beispiel irrelevant) und niemand hat sich (auch) Frauen darunter vorgestellt! Probier das mal selber aus mit Begriffen wie Bäcker, Lehrer, Ingenieur, Motorradfahrer - es ist ein Kraftakt und man muss es bewusst machen, sich einen weiblichen Bäcker "vorzustellen" und nicht einen männlichen. Und genau das ist gemeint damit, wenn man sagt, die Frauen verschwinden hinter dem generischen Maskulinum.
Und das passiert bei neutralen Begriffen eben nicht oder nicht so leicht. Deshalb finde ich den Ansatz der Behörde auch völlig richtig! Wenn es auch an der Ausführung hapert - denn auf die Verständlichkeit sollte es dann auch nicht gehen!

Mal so ins Blaue formuliert:
An Fußgängerüberwegen haben Fahrzeuge Personen im Rollstuhl, welche den ...
wäre schon etwas besser, wobei mich hier auch das "Fahrzeuge" stört, denn es sind ja keine Fahrzeuge, die etwas tun, sondern "Menschen, die ein Fahrzeug lenken" oder etwas in der Art. Aber wenn man schreiben kann "Fahrzeuge", könnte man auch schreiben "Rollstühle".
An Fußgängerüberwegen haben Fahrzeuge Rollstühlen, welche den ... -> ist auch wieder schwer verständlich ...

Es ist nicht einfach; aber schon allein die Auseinandersetzung damit bringt ja auch eine Bewusstseinsveränderung mit sich!

Ich hab deinen Beitrag sehr genossen (auch wenn ich anderer Meinung bin, aber ich kann deine Meinung gut nachvollziehen)

Liebe Grüße aus dem sonnigen Schwarzwald
Ela

Anonym hat gesagt…

Ich habe mich noch nie durch das generische Maskulinum angesprochen gefühlt und ich sehe kein Problem in einem "Liebe Lehrer_innen, lieber Schüler_innen, liebe Rollstuhlfahrer_innen" etc. Vielleicht wirkt es zunächst umständlich, aber Sprache beeinflusst unser Denken (denke ich) und es macht einen Unterschied, ob in einem Text von Chefunternehmern oder Chefunternehmer_innen gesprochen wird. Gender Mainstreaming ist jetzt sogar Teil des Lehrplans an Schulen, d.h. Lehrer sollten Formulierungen vermeiden wie: "Aber ein Junge sollte..."/ "Aber ein Mädchen sollte..." Und das ist kein Problem. Das ist eine ziemlich gute Sache. Nebenbei "Fahrzeug" hat nichts mit "in Zeugen führend Fahrenden" zutun, auch wenn es ein niedliches Sprachspiel ist. Auch die deutsche Morphologie kann man nicht so verwenden wie man mag.

Sven hat gesagt…

Ich bin auch durchaus Anhänger des generischen Maskulinum.
Warum eigentlich? Sicherlich weil es "normal", also üblich, und vor allem auch einfach ist. Es ist kurz und jeder Mensch versteht es.
Ich verstehe allerdings auch die Kritik am generischen Maskulinum, aber es gibt leider bisher keine praktikable Alternative.

Deine Kritik an den Fahrenden kann ich nicht nachvollziehen. Diese Form hat ja gerade den Vorteil, dass es der oder die Fahrende sein kann.
Genau wie der oder die Studierende.
Problematisch sehe ich eher, dass bei dieser Form gezielt auf die gerade ausgeübte Tätigkeit abgezielt wird.
So bin ich beim Mittagessen in der Mensa eigentlich kein Studierender mehr (ich sitze nicht über einem Buch oder lausche den Worten einer Dozentin), aber immer noch Student.

Es stellt sich also die Frage, ob du immernoch Rollstuhlfahrende bist, wenn du mit deinem Rollstuhl vor dem Fußgängerüberweg stehst.

Anonym hat gesagt…

du meinst sicherlich "Lehrer_innen" ;)

jali hat gesagt…

Was in der ganzen Diskussion um das generische Maskulinum immer schön ausgeblendet wird, ist etwas anderes:

"Fahrende von Rollstühlen" sind nicht dasselbe wie "Rollstuhlfahrer".

Ebensowenig sind "Studierende" dasselbe wie "Studenten". "Fahrend" und "studierend" sind Partizipen. Das Partizip Präsens drückt eine Gleichzeitigkeit aus, z.B: der "fahrende Händler" ist ein Händler der handelt während er unterwegs ist.

So ist Jule z.B. eine Rollstuhlfahrerin. Das ist sie auch dann, wenn sie abends im Bett liegt, denn "Rollstuhlfahrerin" beschreibt die Eigenschaft Jules einen Rollstuhl zur Fortbewegung zu nutzen.

"Rollstuhl fahrend" wird Jule in dem Moment, in dem sie mit Ihrem Rollstuhl unterwegs ist. Sei es im Haus oder draußen.

Im Bereich der StVO ist diese Formulierung nicht mal falsch, denn die StVO greift ja nur, wenn Jule Rollstuhl fahrend am Straßenverkehr teilnimmt, aber nicht wenn sie im Bett liegt.

Bei den "Studierenden" ist das problematischer: Wenn Jule in der Unibibliothek sitzt und büffelt ist sie eine "Studierende", weil sie gerade studiert. Wenn sie dagegen Freitags abends mit ihren Freunden "up'n Swutsch geiht", wie wir hier in Bremen sagen, ist sie vielleicht eine "Feiernde". Studentin ist sie aber in beiden Fällen.

Was ich damit sagen will ist: Wenn an Sprache zu von oben herum gedoktort wird, muss man (frau?) aufpassen, dass man die Möglichkeiten der Sprache nicht einschränkt. Wenn "Studenten" und "Studierende" dasselbe werden, braucht man eine neue Form um Aussagen zu können, dass jemand jetzt in diesem Augenblick für sein Studium lernt.

Es ist sicher nicht falsch, das generische Maskulinum in Frage zu stellen. Allein für die notwendige Diskussion über Sprache und Diskriminierung. Ich bezweifle allerdings stark, dass es möglich ist eine neue Form von Sprache "von oben" zu diktieren. Sprache ist immer auch ein Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse. Und die werden sich nicht ändern, indem man die Sprache ändert.

Im angelsächsischen Sprachraum hat man für geistige Behinderungen z.B. versucht das -als abwertend empfundene- Wort "retarded" durch den Neologismus "mentally challenged" zu ersetzen. Ergebnis: Die Diskriminierung ist geblieben, und die Kinder auf dem Schulhof beschimpfen sich jetzt "Are you mentally challenged?"

Klaus hat gesagt…

Um die ganze Problematik zu verstehen, muss man schon etwas tiefer in die Materie einsteigen. Ich möchte da auf den Aufsatz des Professors der Linguistik Anatol Stefanowitsch bei der Bundeszentrale für Politische Bildung verweisen:

http://www.bpb.de/apuz/130411/sprache-und-ungleichheit

Dort wird auseinandergenommen, warum eine eigentlich sachfremde Unterscheidung zwischen Geschlechtern bei eigentlich neutralen Tätigkeiten problematisch macht. Da muss man schon ein wenig tiefer eintauchen und verstehen, wie unsere eigentlich Sprache funktioniert. Ein Rollstuhlfahrerin ist halt in der allgemeinen Assoziation eine Person, die etwas hilfloser erscheint, als ein Rollstuhlfahrer (Denn Fahrerinnen können schließlich auch nicht einparken).

Heute wird da natürlich herumgenörgelt, weil altgewohntes geändert werden soll.
Früher (bis 1972) wurde von den Behörden auch noch zwischen Frau (verheiratet) und Fräulein (unverheiratet) unterschieden. Auch das war diskriminierend und eine Änderung ist auch erst nach und nach in den allgemeinen Gebrauch übergegangen. Meine Oma (geb. 1898) hat noch alle Verkäuferinnen konsequent als Fräulein angesprochen. Meine Mutter (geb. 1936) und mein Vater (geb. 1920) schon nicht mehr. Die alte Sprachreglungen, die Frauen im Beruf oft eine Ehelosigkeit und damit eine Minderwertigkeit signalisierte (keine "richtige" Frau), ist so langsam ausgestorben (meine Oma ist 1989 gestorben).

Wenn man sich den Artikel des Linguisten mit Verstand durchliest, dann begreift man, dass man einfach auf eine geschlechtsspezifische Bezeichnung von neutralen Tätigkeiten verzichten muss, um eine geschlechtsspezifische Diskriminierung zu vermeiden. Bei den Behörden fängt man da logischerweise an, da man diesen die Sprache vorschreiben kann. Die Bürger werden dann aus Gewohnheit ebenfalls mit der Zeit dazu übergehen.

Das "Innen" ist da übrigens auch keine Lösung da es ja ja auch nur auf ein Geschlecht abzielt und eher als feministische "Kampfendung" bekannt ist.

Anonym hat gesagt…

Ich bin nun doch irgendwie ein wenig verwirrt. Nicht wegen der Ausdrucksweise (die ist für mich typisches heutiges Beamtendeutsch), sondern wegen diesem Zusatz an sich.

Wir reden doch über einen Fußgängerüberweg, so mit Zebrastreifen? Da leb ich wohl nach einer falschen Verkehrsordnung. Denn meine mir seit Fahrschulzeiten bekannte Definition schließ auch die Rollstuhlfahrer bereits mit ein. Schon weil es logisch nachvollziehbar ist, daß ein Rollstuhlfahrer nicht wie ein Radfahrer mal eben absteigen kann, um ihr Gefährt auf die andere Seite zu schieben.

Vielleicht hab ich da ja wirklich einen Denkfehler oder was auch immer. Aber für mich bedarf es damit den gesamten Zusatz gar nicht. Der Rollstuhlfahrer muß genau wie Oma Käthe den Fußgängerüberweg benutzen, um auf die andere Seite zu gelangen und ich hab darum mit meinem Auto anzuhalten.

Das ist doch mal wieder ein Beispiel dafür, dass mit der EU den Menschen das selbstständige Denken abgenommen werden soll.

Gibt es das demnächst vielleicht dann auch nachträglich und explizit für Kinderwagen, angeleinte Hunde, etc., damit ja nirgendwo innerhalb der EU ein Autofahrer in die Bedrängnis kommt, erst mal vor dem Zebrastreifen die Straßenverkehrsordnung aus dem Handschuhfach zu ziehen und nachsehen zu müssen?

Gruß Sandra,
(weiterhin verwirrt *g*)

Anonym hat gesagt…

Ich bin weiblich, und arbeite in einem technischen Beruf. Ich hatte oft und lange genug mit Vorurteilen wegen meines Geschlechts zu tun - das nur als Hintergrundinformation.

Dieses krampfhafte Gendern empfinde ich eher als Rückschritt oder auch als Trostpflaster für die Kampfemanzen.

Gleichberechtigung ist in meinen Augen dann erreicht, wenn wir nur mehr die Person sehen, und nicht mehr sofort danach beurteilen, ob jemand männlich, weiblich, farbig, Rollifahrer oder was auch immer ist.

Wir haben alle etwas gemeinsam - JEDER ist ein MENSCH

Oberlehrer hat gesagt…

"Um die ganze Problematik zu verstehen" - Jule hat die Problematik nicht verstanden.

"Da muss man schon ... verstehen, wie unsere Sprache eigentlich funktioniert." - Jule hat nicht verstanden, wie unsere Sprache funktioniert.

"Wenn man sich den Artikel ... mit Verstand durchliest, begreift man ..." - Jule soll ihren Verstand einschalten, um zu begreifen.

Ganz ehrlich? Ich hätte deinen Kommentar gar nicht erst freigeschaltet. Ein wenig mehr Respekt kann man wohl beim Diskutieren erwarten. Obwohl der verlinkte Artikel bestimmt gut ist, habe ich den gar nicht erst angeklickt, da du dich wegen der an den Tag gelegten Polemik bereits disqualifiziert hast.

Merke: "Die Bürger", wie du sie nennst und dabei die Bürgerinnen vergisst, dürfen Meinungen haben, diese frei äußern und müssen sich deswegen nicht herabsetzen lassen. Weder durch sprachliche Unzulänglichkeiten noch durch Polemik.

Ziel erkannt, Argumentation unfair, referiertes Thema möglicherweise verstanden, Übertragung auf andere Bereiche verpasst. Insgesamt nicht überzeugend: Für ein schwaches "Ausreichend" langt das nicht.

Anonym hat gesagt…

Hallo Jule,

Du hast mal wieder zu Nagelndes auf die Köpfe getroffen.
Danke !!!

stoppe hat gesagt…

damit ist das generische maskulinum tot :(

Xin hat gesagt…

Das geht auch kürzer:

Wenn was quer sitzt, einfach einen fahren lassen.

(scnr)