Samstag, 27. April 2013

Rollstuhlschwimmen

Na super. Ein Sportrollstuhl, egal für welche Sportart, ist teuer. Oft müssen mindestens 5.000 € auf den Tisch gelegt werden und in aller Regel zahlt die Krankenkasse so etwas nicht. Oft sind sie sehr robust gebaut, allerdings nicht darauf ausgelegt, um damit zu tauchen. Daher kann man wohl von einem wirtschaftlichen Totalschaden ausgehen, und zwar an drei Basketballrollstühlen, die unbekannte Knalltüten gestern nacht in einen Tümpel geworfen haben, nachdem sie sie aus einer Sporthalle entwendeten.

Ähnlich wie beim Triathlon hat man auch beim Rollstuhlbasketball in aller Regel kaum Möglichkeiten, die immer sperriger werdenden Sportrollstühle mit nach Hause zu nehmen. Als freut man sich, wenn sie in der Sporthalle gelagert werden können - bis sie jemand so toll findet, dass er damit eine Spritztour macht und sie anschließend versenkt. So geschehen im ostfriesischen Leer. Unglaublich, aber leider wahr.

Wir hatten zwar in Hamburg auch schon etliche kuriose Begebenheiten, von verhinderten Partnerinnen, die unsere Stühle im Regen auf eine Wiese geschoben haben, von Schülern, die damit durch die Stadt gecruist sind bis hin zu Diebstählen, um die Dinger dann im Internet zu verticken (wobei die Diebe dann oft vergessen, dass es sich um Einzelanfertigungen nach Maß handelt, die niemand kaufen will) - aber am Ende einen Schaden von fast 20.000 €, den hatten wir noch nicht. Ich war sehr verärgert, als mir ein Freund ein entsprechendes Foto der geschrotteten Teile schickte und drücke die Daumen, dass die Täter gefasst werden und genug Geld haben.

Kommentare :

Anonym hat gesagt…

Ich dachte gerade an das Sommerloch, so idiotisch kann doch niemand sein. Weit gefehlt. Der Zeitungsartikel dazu:

http://www.oz-online.de/-news/artikel/111060/Sportrollstuehle-gestohlen-und-in-Teich-geworfen

Dennis hat gesagt…

Hallo Jule,

da kann man nur hoffen, dass die Polizei erfolgreich sein wird bei den Ermittlungen und das die Täter als genug sind um für diesen scheiß gerade zustehen.

Liebe Grüße
Dennis