Donnerstag, 22. August 2013

Keine Affen im Baum

Dieses Mal bin ich ohne Krankenhausaufenthalt und ohne größeres Theater durch einen Magen-Darm-Infekt gekommen. Man lernt ja dazu. Ich tippe auf eine Algenbelastung in einem Badesee, in dem Marie, Cathleen und ich am Montag schwimmen waren. In dem wir sonst nie schwimmen, der laut Hinweisschild aber zum Baden freigegeben war ("Wasserqualität: Ausgezeichnet"), der mir aber im Nachhinein nicht geheuer war. Auf jeden Fall lagen wir danach alle drei flach. Wer eklige Details nicht lesen möchte, beschränkt sich nur noch auf diesen Satz: Mir geht es wieder gut!

Ich war an dem Abend wieder zu Hause, hatte gerade etwas gegessen und saß vor meinem PC. Als ich mich zum dritten Mal innerhalb von fünf Minuten über einen lauten Pups erschrak und feststellen musste, dass außer mir niemand im Raum ist, den ich dafür verantwortlich machen könnte, rollte ich vorsichtshalber schonmal in Richtung Klo. Während ich mich umsetzte, ging das los, was ich gerne im Klo gehabt hätte, weil es in der Hose einfach eklig ist; erst recht, wenn es oben aus dem Hosenbund quillt. Leider kam ich nur nicht mehr dazu, meine Hosen runterzuziehen.

Bevor mir erst wieder schlecht wird und mein Kreislauf verrückt spielt oder die ganze Situation unkontrollierbar wird, rief ich eine Etage tiefer im Dienstzimmer an und hoffte, irgendjemand wäre da, der mir helfen könnte. Und möglichst jemand, der es nicht noch unerträglicher macht. Ich hoffte auf eine ganz bestimmte Person ... und die ging tatsächlich dran. Eine Assistentin, die eigentlich hauptsächlich Maria betreut. "Ich komme sofort", meinte sie.

Als sie mit ihrem Schlüssel in mein Zimmer kam, hatte ich einen dicken Kloß im Hals. Ich versuchte, mich zusammenzureißen und kämpfte mit den Tränen. Sie klopfte an die halb geöffnete Badtür und kam rein. Es muss ein seltsames Bild gewesen sein, wie ich wie ein Häufchen Elend voll bekleidet auf dem Klo sitze und sie anstarre, in den Augen die Wörter geschrieben: "Bitte sag" links, und rechts "jetzt nichts!"

Ihre erste Frage: "Hi, was ist los bei dir? Eingekackt?" - Ich nickte kaum sichtbar. Und sagte dann: "Das krieg ich auch alleine wieder sauber. Ich habe nur die letzten Male, als das so los ging, ziemlich schnell Kreislaufprobleme bekommen und musste dann auch jedes Mal in die Klinik." - "Okay, dann pack ich dich ins Bett und mach dich dort sauber?"

"Mir wäre es am liebsten, wenn wir erstmal bei meiner Hausärztin anrufen könnten. Ich denke, dass ich wieder eine Infusion brauche und vermutlich auch was, was den Darm ruhig stellt. Das ist bei mir immer sehr heftig, wenn mein Darm verrückt spielt. Und dann können wir das auch in der Dusche versuchen, solange du mich halten kannst, wenn mir schwindelig wird."

"Gut, dann rufst du bei deiner Hausärztin an und ich hol mir schnell Handschuhe und ein paar Sachen und dann duschen wir? Ich bin sofort wieder da."

Maries Mutter wollte vorbei kommen. Marias Assistentin kam wieder, hatte einen fahrbaren Lifter dabei, zog sich nackt aus, zog sich einen noch halbnassen Badeanzug an, Einmalhandschuhe und Mundschutz dazu. "Was machst du denn?", fragte ich sie erstaunt. Sie antwortete: "Ich komm mit duschen. Das mache ich mit Maria auch immer so. Jeden Morgen. Dann kann ich sie am besten festhalten. Es sei denn, es stört dich." - "Mich? Du weißt schon, wie eklig ich gerade bin, oder?" - "Eklig? Na komm. Das diskutier ich jetzt nicht. Ich ekel mich nicht vor dir. Ich muss nur aufpassen, dass ich mich nicht anstecke, deshalb der Mundschutz und die Handschuhe. Entspricht zwar nicht den Hygienevorschriften, aber du musst es ja keinem erzählen." - "Ich schreibe das in meinen Blog." - "Okay, ich werde es immer dementieren."

Sie hob mich vom Klo auf den Duschsitz und fing an, mich auszuziehen. "Du hältst dich nur fest, ich mach den Rest", befahl sie mir. Während sie mir am Bauch herumfummelte, um mit den Handschuhen den Knopf meiner Jeans aufzubekommen, fühlte sich meine Blase auch noch angesprochen und machte die Sauerei komplett. Marias Assistentin zog blitzschnell ihren Fuß weg und fing an zu lachen. "Mach erstmal fertig", meinte sie. "Und lach mal drüber. Oder hast du Bauchweh?" - "Ich kann darüber nicht lachen, ich mag dieses Unkontrollierbare nicht." - "Jule, nimm es einfach mit Humor. Du brauchst dich vor mir nicht zu schämen. Und ich verpetz dich auch nicht."

"Darum geht es gar nicht. Es ist mir einfach unangenehm, wenn mich andere Leute so schwach sehen, ich auf ihre Hilfe angewiesen bin und nichts dagegen tun kann." - "Du bist nicht schwach. Du hast nur einen Querschnitt. Und einen gelähmten Darm. Das hat nichts mit Schwäche zu tun. Das sind körperliche Gegebenheiten, mit denen unsere Gesellschaft schlecht umgehen kann. Als wir noch in den Bäumen von Ast zu Ast geschwungen sind, hätte sich niemand drüber aufgeregt, wenn du dabei was verloren hättest. Heute, wo wir meistens nicht mehr nackt sind und alles steril und geordnet ist, fallen die auf, die ihren Mist nicht kontrolliert in ein Abwasserrohr plumpsen lassen." - "Im Wald würde ich gar nicht mehr leben." - "Im Wald hätte dich kein Auto angefahren." - "Dann wäre ich eben vom Baum gefallen. Es ist doch eine sehr weit hergeholte Argumentation. Wir sind keine Affen im Baum." - "Wir alle wollen dich unter uns haben. Dich gibt es aber nur ganz oder gar nicht. Also müssen wir auch eine gemeinsame Lösung finden, wenn du einen gelähmten Darm hast. Mein Vorschlag dazu war: Wir duschen zusammen und ich mach dich sauber. So einfach ist das."

Sie hatte mich gerade so sauber, dass sie mich abtrocknen wollte, als es wieder losging. Ich war lediglich froh, mich nicht auch noch übergeben zu müssen. Sie sagte: "Am besten ist wahrscheinlich, wenn du hier sitzen bleibst, bis deine Ärztin dir was gegeben hat und das aufhört, oder? Ich spül dich jetzt nochmal sauber, tupf dich trocken und heb dich aufs Klo." - Ich wurde bereits zittrig.

Maries Mutter kam 20 Minuten später. Die Assistentin hatte bereits Desinfektionsmittel in die Dusche gekippt und die Fliesen mit einem Schrubber bearbeitet und sich wieder angezogen. Sie hatte sich eine Papierschürze umgebunden und nahm aus meiner verdreckten Hose eine Stuhlprobe für Maries Mutter, bevor sie den ganzen Schweinkram auswusch und die Sachen mit zur Waschmaschine nahm. Ich bekam 30 Tropfen Opiumtinktur in ein Schnapsglas mit Wasser aufgefüllt, pfui Teufel. Aber das wirkt wenigstens. Maries Mutter legte mir einen Zugang in die Vene, stöpselte einen Tropf dran und bat Marias Assistentin, alle halbe Stunde nach mir zu sehen. Dann bekam ich eine Pampers angezogen, einen Schlafanzug ... Decke drüber, gute Nacht. Wer nach 30 Tropfen Opiumtinktur noch länger als 20 Minuten die Augen offen hält, kriegt von mir einen Keks. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Zu meinem gestrigen 21. Geburtstag habe ich mich zum ersten Mal wieder länger als 10 Minuten aus meinem Bett rausgetraut und mir von Marie die Nadel ziehen lassen. Es scheint wieder alles gut zu sein.

Kommentare :

Anonym hat gesagt…

Alles Gute zum Geburtstag nachträglich ! Und schön, dass es dir wieder gut geht.
Ich habe da mal eine Frage zu der Dusche: hat die einen "normalen" Abluss oder einen speziellen der auch mit "größeren Dingen" fertig wird?

engelundeinhoerner hat gesagt…

Alles Gute zu deinem "Scheiss-Geburtstag" ;-)

unkontrollierte-Kontrolle hat gesagt…

Alles Gute zum Geburtstag (nachträglich)! :) :)

Ich finds toll, wie die Assistentin (oder wer es jetzt genau war) reagiert hat. Kann aber auch verstehen, dass dir das total unangenehm war. Ich war auch öfters in Situationen, in denen ich total von anderen abhängig war, und hab es gehasst wie die Pest...

Fühl dich gedrückt! Schön, dass es dir wieder besser geht. LG

BigDigger hat gesagt…

Oh Mann, Du machst Sachen...

Aber großes Lob an Deine bzw. Marias Assistentin. Gut, die Frau!
Nicht nur das, was sie gesagt hat, sondern auch das Handeln - 1 mit Sternchen. Nicht nur nach den Vorschriften, sondern pragmatisch und aufmerksam (Stichwort: Stuhlprobe).

Und was das angeht: "Du bist nicht schwach. Du hast nur einen Querschnitt. Und einen gelähmten Darm. Das hat nichts mit Schwäche zu tun. Das sind körperliche Gegebenheiten..."

Das stickst Du Dir bitte auf ein Stück Stoff und hängst es Dir an die Wand. Dann machst Du davon ein Foto und nimmst das gefälligst als Hintergrundbild Deines Handys und Deines Computers!

David Turman hat gesagt…

Hallo Jule!

Nachträglich ganz ganz dicke Glückwünsche. Hoffentlich hast du unglaublich viele tolle Geschenke bekommen.

So, jetzt zu deinem Blog-Eintrag!
Irgendwo kann ich nachvollziehen, dass es dir unangenehm ist, in Situationen wie dieser auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Aber was willsst du denn tun? Du hättest natürlich die Wahl, dass du in deiner Sauce sitzenbleibst, bis ... für wann ist der nächste Weltuntergang angekündigt?
Stelle es dir mal vor: dir ist es unangenehm, andere Leute um Hilfe zu bitten. Und diese anderen Leute sagen sich: Okay, wenn sie was will, dann soll sie gefälligst fragen.
Würde dich das zufriedenstellen?

Vielleicht kannst du es aus einer anderen Sichtweise besser beurteilen.
Stelle dir einfach vor, einer Freundin von dir, die ebenfalls im Rollstuhl sitzt, wäre das passiert. Was hättest du gemacht? Hättest du ihr Hilfe angeboten? Oder hättest du gedacht: Oh nein, hilf ihr bloß nicht, denn ihr ist das bestimmt unangenehm?

Jeder von uns braucht bei irgendetwas Hilfe. Und damit meine ich wirklich jeden! Ohne Hilfe kommt keiner aus. Manche brauchen Hilfe bei Mathematik. Okay, der Vergleich zu deiner Krankheit hinkt ganz gewaltig, aber die, die Hilfe bei Mathematik brauchen, denen ist das nicht weniger unangenehm, um Hilfe zu bitten.

Um Hilfe zu bitten hat bei uns immer noch den Makel der Schwäche. Aber es macht uns deshalb nicht zu schlechteren Menschen. Glaubst du, deine Freunde mögen dich nur, wenn dir keine Missgeschicke passieren?

"Ach herrje, sie hat sich in den Finger geschnitten und das blutet jetzt wie doll. Lass uns ihr mal lieber die Freundschaft kündigen. Wenn sie hier rumsaut, wollen wir nichts mehr mit ihr zu tun haben."

Rollifahrer wissen, was ihnen alles passieren kann und auch deren Pfleger wissen das. Das ist zwar lästig, aber nicht zu ändern. Du könntest jetzt Baden in offenen Gewässern vermeiden. Und auf Grillparties nichts mehr essen. Bist du dann auf der sicheren Seite?

Also, es wird ganz sicher wieder passieren. Und dann nimm den Rat von Marias Assistentin an und nimm es mit Humor. Bratensoße gehört in die Sauciere.

Dave

Sally hat gesagt…

Och nee, Jule. Was macht denn dein bescheuerter Darm immer mit dir? :(
Konntest du dich immerhin etwas feiern lassen?

raupenblau hat gesagt…

Na dann: Alles Gute nachträglich!

AndreasD hat gesagt…

Hallo Jule,

auch von mir alles Gute zum Geburtstag. Schön zu hören das es wieder Berg auf geht. Ich hoffe das am Wochenende noch eine kleine Feier startet :)

Anonym hat gesagt…

Alles Gute nachträglich, Jule!

xoxo Sunny

Jasute hat gesagt…

Hallo Jule,

ich wünsche Dir alles alles Gute nachträglich zum Geburtstag!

Mit Geburtstagskuchen war ja wahrscheinlich noch nicht so dolle, hole es nach und lass ihn dir schmecken. Ich wünsche Dir ein tolles neues Lebensjahr mit vielen erfolgreichen und interessanten und vor allem angenehmen Tagen :-)

Gruß Jasmin

Jule hat gesagt…

Alles Gute nachträglich für Jule von Jule! :)

Edelnickel hat gesagt…

Alles Gute nachträglich!
Schön, dass es dir wieder besser geht.

Anonym hat gesagt…

Marias Assistentin ist ja wohl der Hammer! Absolut unbezahlbar! Großes Lob!

Tux2000

Niklas hat gesagt…

Schön, dass es dir wieder besser geht.
Ich kann deinen Schwäche-Gedanken gut nachvollziehen. Von außen, etwas distanzierter betrachtet, finde ich aber nicht, dass du da wirklich schwach warst. Du hast ja getan was du konntest, um die Situation zu einem guten Ende zu bringen, das sie glücklicherweise auch hatte. :)

Außerdem gibt es ja auch etwas Positives:
Alles Gute zum Geburtstag!

Daniela hat gesagt…

Auch von mir alles Gute nachträglich zum Geburtstag!!

Wie Du Dich gefühlt hast, kann ich auch nachvollziehen, aber die Reaktion von der Assistentin ist super, die Frau ist in ihrem Beruf genau richtig und hat das Herz auf dem rechten Fleck. Schade, daß es nicht mehr Menschen von dieser Sorte gibt.

Jakob hat gesagt…

Alles Gute nachträglich!
Ich hoffe, dir gehr es wieder besser und du kannst noch etwas feiern, wenn du das nicht schon getan hast :)

Philipp hat gesagt…

Auch von mir ein alles-gute-nachträglich!

Ich hoffe dass du schnell wieder gesund wirst.

Grüße aus Kaiserslautern

Philipp

Dennis hat gesagt…

Alles liebe nachträglich zu Deinem Geburtstag. :-) fühl dich gedrückt

Blogolade hat gesagt…

Auch ich wünsche dir alles Gute nachträglich zum Geburtstag! Ich hoffe dieses Lebensjahr geht ohne MD-Infekte rum. So einen Scheiß braucht doch kein Mensch...

Drakoon1964 hat gesagt…

Von mir und meiner Familie auch alles Gute nachträglich.

Graugrüngelb hat gesagt…

Auch von mir alles Gute nachträglich.

Schön, dass du nicht nur von Idioten (wie im vorigen Beitrag zu lesen), sondern auch von ein paar netten Menschen umgeben bist. Eine Assistentin, die offenbar goldrichtig in ihrem Beruf ist, das ist doch toll!

BigDigger hat gesagt…

Und? Biste mit dem Sticken schon fertig ?

*grrrrr*

Ruthy hat gesagt…

Alles Liebe nachträglich zum 21. Geburtstag. Darfst Du auch erst jetzt in Spielbanken, oder ist das bei Ech anders als in Bayern? ;)

Antje M. hat gesagt…

Oh, da hab ich Deinen Geburtstag verpasst - herzlichen Glückwunsch nachträglich und super, dass es Dir wieder besser geht!

LG Antje

ednong hat gesagt…

Ach herrje,
ich hoffe, du hast wenigstens etwas feiern können und deinen Geburtstag geniessen können :(

Der Spruch der Assistentin trifft es doch eigentlich sehr genau. Und dass einem so etwas unangenehm ist, ist so. Aber ändern kannst du es halt nicht, warum dann drüber ärgern? Unnütz!

Gut, dass du eine so gute Hausärztin hast, kann ich immer wieder nur denken. Lass es dir gut gehen.

jali hat gesagt…

Och mensch, und das zum Geburtstag. Sowas wünscht man sich doch! Nicht.

Ich hoffe, jetzt wo es Dir wieder besser geht, kannst Du noch schön feiern.

Alles Gute!

Anonym hat gesagt…

Happy birthday!

Alles, Alles Gute zum Geburtstag nachträglich (war im außer europäischen Ausland auf Urlaub wo Datenroaming ein Vermögen kostet).

LG

Andreas

PS: die Pflegerin ist ein echter Mensch. Baldige Besserung

ThorstenV hat gesagt…

1) Nachträglich Glückwunsch
2) freue mich, dass alles ok ist
2) tolle Assistentin
4) Wie schon bei der Matratzensache angemerkt wurde: Männer sehen das anders. Wenn ich den Kumpels von überstandenem Durchfall/Übelkeit berichte, gilt: je schlimmer je besser. Dann erzählt jeder von seinen Magen/Darmproblemen, ein richtiger Wettbewerb, wer das schlimmste Untier bezwungen hat. Womit wir wieder beim Urwald wären.

Anonym hat gesagt…

HAppy Birthday nachträglich. ich hoffe du verbringst nicht all deine Geburtstage so :)

Und ich hoffe das du trotzdem dein Geburtstag auch geniessen konntest :)

lg aus Münster

Kathy

Olli hat gesagt…

Sehr nachträglich alles Gute... Im neuen Jahr schaff ich es hoffentlich zeitnäher...

"Als ich mich zum dritten Mal innerhalb von fünf Minuten über einen lauten Pups erschrak und feststellen musste, dass außer mir niemand im Raum ist, den ich dafür verantwortlich machen könnte, rollte ich vorsichtshalber schonmal in Richtung Klo."

LOL - dieses erschrecken, auch beim aufstoßen konnte meine verstorbene Oma perfekt. Gerade auch wenn mehrere im Raum waren war sie immer die erschreckteste, wenn ihr sowas passierte.

Und zu dem anderen Kommentator von wegen Männer brüsten sich gerne - ich fürchte, das stimmt. Wobei nicht mit jedem Durchfall. Alles, was nur Spuren in der Schüssel hinterlässt ist doch nichts besonderes. Erst ab den Stufen "Sprenkel an Klobrillenunterseite" und besonders (ich weiss auch nicht, wie ich das letzt schaffte) "beim draufsitzen Sprenkel außerhalb der Schüssel produzieren" spricht man(n) ;-) wohl von starklem Durchfall.
Ansonsten kann ich mich nur den anderen anschließen, tolle Hausärztin, tolle Assistenz.

Zur Opiumtinktur: hätte ich welche, würde ich es ausprobieren. Wobei ich fürchte, keinen Keks zu bekommen. Daf+ür schaffe ich es, müde zu werden, eine Koffein-Tablette einzuwerfen, kurz darauf dann selig und entspannt zu schlafen. Als die zivilklamottentragenden Heilberufler noch meinten, ich hätte ADS gab es oft die Situation Wecker klingelt morgens, ich quäl mit irgendwie ausm Bett, werfe die vorgesehenen 10mg Methylphenidathadrochlorid ein, lege mich kurz nochmal hin - und verschlafe 4h später den nöchsten Wecker für die nächste Dosis...