Montag, 2. September 2013

Auf der Alm

Es ist nass, es ist kalt, der Sommer ist für ein paar Tage vorbei. Sogar die Heizung geht schon wieder.

In unserem Haus zumindest. In anderen Häusern vielleicht nicht. Und so fahre ich heute auf dem Weg nach Hause an der Erdgeschosswohnung eines anderen Hauses vorbei und kann im Vorbeirollen durch ein geschlossenes Fenster gucken. Drinnen hängt ein dünner, grauer Vorhang vor dem Fenster. Zugezogen. Dahinter hängt ein Flachbild-Fernseher an der Decke. In Betrieb. Es läuft eine DVD. Der Titel wird eingeblendet. Es ist eine aus der Abteilung, in die man erst ab 18 Jahren darf...

Nein, kein Horrorfilm. Irgendwas mit den Glocken, die nicht nur auf der Alm läuten. Oder so. Erwischt!

Ich musste einen Moment lang vor dem Fenster stehen bleiben. Obwohl es gerade regnete. Und dabei einen Moment lang schmunzeln. Solche Filme machen mich nun so gar nicht an. Aber ich finde es faszinierend, dass die tatsächlich jemand guckt. In diesem Fall ist es ein älterer Herr, der mich immer freundlich grüßt, wenn er mich sieht. Ob ich ihm mal stecken sollte, dass man durch seinen Vorhang hindurchgucken kann?

Kommentare :

Philipp hat gesagt…

Ja, das ist alles männlich, äääh, menschlich, menschlich! ;-)

Grüße aus Kaiserslautern

Philipp

Honigdieb hat gesagt…

Ja hat der denn kein Internet?

Andreas Kley hat gesagt…

Na hoffentlich bekommst du jetzt nicht Kopfkino, wenn du ihn ab jetzt siehst und grüßt

nickel hat gesagt…

Das ist doch wohl nicht DER Titel...
Als mein bester Freund noch hier wohnte, gingen wir öfter in die Videothek, um uns Horrorfilme auszuleihen. Dabei schlenderten wir auch gerne durch die FSK18 Abteilung, um uns über die oft obskuren Titel zu begackern. Und über den Titel, den ich hier in deinem Artikel vermute, sind wir auch gestolpert. Zunächst mussten wir lachen, dann wollten wir wegrennen...

Anonym hat gesagt…

jule ist alles in Ordnung mit dir? Du hast schon lange nichts mehr geschrieben!

LG Pauline :-)

Marcel hat gesagt…

Bezüglich Alm; Ich durfte bis vor wenigen Tagen einen Arbeitseinsatz in den österreichischen Alpen hinter mich bringen um eine Schutzhütte wieder aufzubauen. Auflage der dort ansässigen Nationalparkverwaltung: rollstuhlgerecht muss sie sein. Die Hütte ist nur über einen 3 stündigen Fußmarsch erreichbar, der zu Neunzig Prozent aus einem winzigen Trampelpfad besteht. Einen Rollstuhl dort herauf zu bekommen ist nicht nur schwierig, sondern auch in sofern sinnlos, als dass das Gelände rund um die Hütte nicht rollstuhltauglich ist. Aber Auflage ist Auflage.

Michael hat gesagt…

Maenner ... Seufz. Da kann man sich nicht mal fremdschaemen fuer den Nachbar, denn wir sind alle zwar unterschiedlich aber trotzdem irgendwie gleich. Das mit dem Fernseher an der Decke ist aber schon etwas uebertrieben. Der arme Kerl ist wohl einsam. Sei' trotzdem nett zu ihm, wenn Du ihn siehst, und schmunzle einfach still in Dich hinein.