Montag, 31. März 2014

Ein Tag beim Arzt

Ein letzter freier Tag, bevor die Uni wieder los geht. Leider dauert es noch, bis ich verbindlich weiß, ob ich den schriftlichen Teil bestanden habe. Das wird zentral ausgewertet und man lässt sich Zeit... Allerdings kenne ich ja meine Antworten und habe sie bereits vergleichen können, und danach sieht es sehr gut aus. Zwei Fragen, bei denen ich überhaupt nicht wusste, was ich ankreuzen sollte, und geraten habe, werden wohl rausgenommen, weil die Aufgabenstellung falsch war. Bei der einen waren in einer Zeichnung Dinge gemalt, die es an der Stelle gar nicht gibt. Also ungefähr so wie: "Kann der Mensch bei Schnupfen auch durch die zweite Nase einatmen?"

Es ging zwar um das Knie und nicht um die Nase, aber das hier zu erklären, würde Absätze füllen. Von daher erzähle ich lieber etwas spannenderes: Marie und ich durften am letzten Freitag erneut bei Maries Mutter in der Praxis helfen, da dort zur Zeit fast alle Mitarbeiterinnen krank sind. Eine hat ihre Erkältung fast überstanden und arbeitet bereits wieder, aber eine Person alleine schafft das nicht. Hinzu kommt, dass zwei Praxen in dem Stadtteil zur Zeit wegen Krankheit oder Urlaub geschlossen sind. Ab 8.00 Uhr ist die Praxis geöffnet, ab 9.00 Uhr ist Sprechzeit - und um 8.00 Uhr standen und saßen bereits über 20 Leute vor der Tür. Marie rief mich um 8.15 Uhr an, ob ich zum Helfen kommen könne - ihre Mama und sie drehen jetzt schon am Rad.

Als ich um kurz vor 9 Uhr dort auftauchte, standen die Leute bis draußen. Die Mitarbeiterin an der Anmeldung meinte schon zu allen, die nichts wirklich dringendes hatten: "Kommen Sie bitte gegen 14 Uhr wieder." - Unser erster Job: Alles, was irgendwie mit Labor zu tun hatte. Einige kamen zur Kontrolle des Blutdrucks, einige zur Kontrolle des Blutzuckers, bei anderen sollte Blut abgenommen werden. Einige sollten vor Ort in einen Becher pinkeln, damit der Urin mit einem Teststreifen kontrolliert werden konnte. Alles unspektakuläre Dinge, die aber unheimlich zeitaufwändig sind, gerade wenn die Patientinnen und Patienten nicht mehr so gut zu Fuß sind und Minuten brauchen, bis sie vom Wartezimmer ins Labor gegangen sind. Alle streckten bereitwillig ihre Arme aus oder hielten mir oder Marie ihr Ohr hin, das war echt toll. Jedes Mal, wenn Maries Mutter hin und her rannte, steckte sie einmal kurz den Kopf um die Ecke.

Einen älteren Herren, der von uns Blut abgenommen bekam, traf sie draußen auf dem Gang. Das kurze Gespräch bekamen wir mit, auf plattdeutsch. Er ist schon in den hohen Achtzigern, mit weißem Oberhemd, Jacket, Krawatte, polierten Schuhen, und spricht Maries Mutter zwar immer mit "Frau Doktor" an, duzt sie dabei aber. Sie duzt dann natürlich auch. Er sagte zu ihr: "Da hast du dir aber zwei Perlen an Bord geholt. Deine Kleine ist ja schon so erwachsen, ich weiß noch genau, wie sie mit der Schultüte in der Hand in der Zeitung war. Wann steigt sie fest bei dir mit ein?" - "Das dauert noch zehn, zwölf Jahre." - "Was? Bis dahin lieg ich schon unter der Erde." - "Ach Quatsch, bei unser guten Pflege wirst du 100 Jahre alt." - "Wenn ich die beiden Hübschen sehe, fühl ich mich gleich 10 Jahre jünger. Muss nur aufpassen, dass mein Herz nicht aus dem Takt kommt." - "Das lass mal deine Frau nicht hören." - "Die ist sowieso böse mit mir. Hab letzten Freitag beim Stammtisch ein bißchen zu tief ins Glas geschaut." - "Bring ihr doch mal paar Blümchen mit nach Hause." - "Davon haben wir doch den ganzen Garten voll." - "Stammtisch ist auch jeden Monat. Lass dir mal einen Tipp geben von einer Frau." - "Meinst du wirklich?" - "Hilft immer, wenn sie von Herzen kommen. Oder du führst sie am Wochenende mal zum Essen aus. Soll schönes Wetter werden, da kann man vielleicht schon draußen sitzen." - "Aber..." - "Aber verzeiht dir nicht. Nun gib dir mal einen Ruck und schenk ihr ein wenig von deinem Herzen. Glück ist die beste Medizin und nach paar Tagen Streit ist doch auch mal wieder gut auf deine alten Tage. Nutzt die Zeit, die ihr zusammen habt, für schöne Dinge."

Marie und ich guckten uns an. Marie nickte kurz und machte eine Miene a la "wo sie recht hat, hat sie recht", bevor der nächste Patient zum Blutabnehmen rein kam. Als wir den Laborstau abgearbeitet hatten, bat uns Maries Mutter, uns in einem der beiden Sprechzimmer zu zweit breit zu machen und alle Patientinnen und Patienten anzunehmen, die mit Erkältungskrankheiten im Wartezimmer saßen. Wir sollten dann die Anamnese abfragen, also seit wann welche Auffälligkeiten und Symptome da sind, was schon gemacht wurde, nach Fieber und Allergien (Penicillin?) fragen, Blutdruck messen und dann in Hals und Ohren schauen sowie die Lunge abhören und die Lymphknoten im Kopf- und Halsbereich abtasten. Maries Mutter behandelte in der Zwischenzeit im anderen Sprechzimmer einen weiteren Patienten, kam aber bei jedem unserer Patienten später dazu und ließ sich von uns kurz beschreiben, was wir festgestellt hatten und hörte selbst auch nochmal die Lunge ab. Da Maries Mutter nicht darauf warten musste, was der Patient erzählte, bis er sich ausgezogen hatte etc., ging das natürlich wesentlich schneller. Und, bevor das wieder jemand fragt, natürlich wurden die Patienten von der Mitarbeiterin darauf hingewiesen, dass wir nur Studentinnen sind. "Sie können, wenn Sie wollen, jetzt zu unseren Praktikantinnen rein, die nehmen heute alle Erkältungen an, tippen schonmal alles in den Computer und hören Sie schonmal ab, die Frau Doktor kommt dann später dazu. Sie können aber auch warten, bis Sie direkt bei Frau Doktor dran sind. Das dauert dann aber etwas, da sind noch Leute vor Ihnen. Wollen Sie warten?"

Alle, die gefragt wurden, wollten zu uns. Wir haben uns mit Mundschutz und immer neuen Handschuhen hoffentlich alle Erreger vom Hals gehalten. Die Arbeitsweise klappte recht gut. Einige Leute erzählen ja endlos: "Vor zwei Wochen hab ich dreimal hinter einander geniest, aber ich dachte, das wäre Heuschnupfen, dann zitterte plötzlich mein Augenlid, aber das hat wohl damit nichts zu tun. Vorletzte Woche bin ich noch joggen gewesen, da taten mir meine Beine schon so weh, das war bestimmt ein Vorbote. Dann hab ich mir Holunderblütentee gekocht und ein wenig von dem Akazienhonig reingerührt, aber dann hat es mich plötzlich erwischt. Und dann bin ich mal früh ins Bett und dachte, hoffentlich ist es dann vorbei, aber nächsten Morgen bin ich mit Halsweh aufgewacht." Und so weiter. Immer, wenn wir am richtigen Zeitpunkt angekommen waren, gaben wir Maries Mutter einen kurzen Pieps über das Computernetzwerk und kurz danach, wenn sie mit ihrem Patienten fertig war, kam sie zu uns rein. Wir sollten immer schon sagen, was wir machen würden, und eigentlich war das recht überschaubar. Maries Mutter meinte, dass wir ihr eine sehr große Hilfe seien. Unser Problem ist nur, dass wir kaum Erfahrungen mit Krankheiten haben, also erstmal nur wissen, wie ein gesunder Körper funktioniert und bisher natürlich kaum Kontakt zu kranken Menschen hatten.

Dennoch war eine Patientin dazwischen, in den Siebzigern, konnte ohne Hilfsmittel gehen, wenn auch etwas verlangsamt, bei der merkte ich sofort, dass sie nicht nur eine Erkältung hatte. Sie meinte, sie habe seit Beginn der Erkältung sehr große Schwierigkeiten, Luft zu holen, sie habe bestimmt eine Bronchitis. Laut Kartei war sie seit Jahren nicht beim Arzt gewesen, wohl immer gesund. Sie sah irgendwie schon so komisch aus, blass und irgendwie wirkte ihr Gesicht leicht geschwollen. Sie meinte, es gehe ihr seit drei, vier Tagen sehr schlecht, sie schlafe im Sitzen, weil sie im Liegen ständig husten müsse, scheiß Reizhusten, meinte sie. Sie habe Kräuterbonbons dagegen gelutscht. Als ich ihre Lunge abhörte, hörte man irgendwie ... nichts. Ob sie mal husten könnte, fragte ich sie. Sie verneinte das. Marie hatte schon ihre Mama angepiepst, die in dem Moment reinkam. Marie erzählte ihrer Mutter kurz, was die Patientin beschrieben hatte. Nahm ihr Stethoskop, drückte es ihr auf den Rücken, ich drückte meins daneben, wesentlich weiter unten, als ich zuletzt versucht hatte, was zu hören. Man hörte nichts. Maries Mutter sagte laut: "Mal richtig tief ein- und ausatmen, Frau [...]. Nicht nur so auf Sparflamme."

Holla, die Waldfee. Was für ein Lärm. Das gluckerte und brodelte in ihrer Lunge, dann hustete sie etwas und hatte den ganzen Mund voll Sekret. "Nicht runterschlucken, Frau [...], spucken Sie das mal hier in die Schale." - Sie fing an zu würgen. Maries Mutter: "Das hört sich nicht gut an, Frau [...], gar nicht gut. Da kann ich hier auch nichts für Sie tun. Ich mache Ihnen eine Einweisung fertig für das Krankenhaus." - Sie wollte diskutieren. - "Nein, das nützt jetzt alles nichts, Sie müssen ins Krankenhaus. Sie haben die ganze Lunge voller Wasser. Wenn wir da jetzt nichts machen, ersticken Sie bald. Das muss jetzt erstmal untersucht werden und wahrscheinlich müssen Sie danach Tabletten nehmen, wenn Sie wieder zu Hause sind." - Sie wollte diskutieren, ob sie sofort ins Krankenhaus müsse oder vielleicht Montag hinfahren könnte. - "Sie müssen da jetzt hin, sofort, bis Montag überleben Sie das nicht. Ich rufe Ihren Mann an, Frau [...], machen Sie sich keine Sorgen. Das findet sich alles und vielleicht sind Sie nächste Woche schon wieder zu Hause. Bleiben Sie mal hier sitzen, ich komme gleich wieder."

Zeigte auf mich und sagte nur: "Mitkommen." - Ich rollte mit Maries Mutter nach draußen. Sie ging ans Telefon und wählte die 112. "77jährige Patientin, weiblich, mit fulminantem Lungenödem, noch ansprechbar", sagte sie dem Disponenten und reichte das Telefon an ihre Mitarbeiterin weiter. Bei "noch ansprechbar" schwante mir Böses. Und wie ja jeder weiß, ziehe ich solche Dinge magisch an. Maries Mutter legte mir einen Notfallkoffer auf den Schoß und schleppte ein mobiles Sauerstoffgerät sowie ein tragbares EKG-Gerät ab. Sie legte der Patientin einen Zugang in die Handvene, klebte das EKG auf. Sie bekam Sauerstoff unter die Nase und kam auf eine Sättigung von 94%.

Kurz danach war der Rettungdienst vor Ort. Die beiden Sanitäter waren anfangs noch recht lustig drauf. Die Frau setzte sich auf die Trage, wurde hochgehoben. "Oberkörper bleibt immer oben", sagte Maries Mutter zu den beiden. Kaum war sie auf der Trage, wurde sie von einer Sekunde auf die nächste bewusstlos, der Puls ging zunächst auf 45, dann auf < 24 runter - mit entsprechend begleitetem Lärm durch die angeschlossenen Geräte, anders als bei unserem Praktikum auf der gastroenterologischen Station. Schaum lief ihr aus dem Mund. "Intubieren, absaugen, und falls mal jemand Zeit für eine Herzdruckmassage hätte", sah man Maries Mutter das "P" in den Augen stehen. Marie und ich guckten uns an. Dass das von einer Sekunde auf die nächste so umkippen kann, hätten wir nicht vermutet. Wir hielten uns im Hintergrund. Ich kürze es ab: Es gelang Maries Mutter, massenweise Sekret aus der Lunge abzusaugen. Nach 3 x 30 Herzdruckmassagen und entsprechenden Medikamenten über die Vene schlug das Herz sofort wieder regelmäßig mit einem Puls von etwa 70. Als sie nach fast 20 Minuten soweit stabil und versorgt war, dass sie abtransportiert werden konnte, traf auch endlich mal der Notarzt ein.

Das Sprechzimmer sah aus wie ein Saustall von dem ganzen Verpackungsmüll und Zellstoff und so weiter. Maries Mutter sah aus wie aus dem Wasser gezogen. Schweiß lief ihr in Strömen durch das Gesicht, ihr Hemd war zwischen den Brüsten und unter den Armen großzügig durchtränkt. Sie setzte sich auf einen Stuhl, ihre Hände zitterten. Marie nahm sie in den Arm. "Hast du gut gemacht, Mami. Ich bin so stolz auf dich." - "Was für eine Scheiße. Mensch, war das nun nötig? Hätte sie nicht mal einen Tag eher kommen können? Warum warten die immer alle bis zur letzten Sekunde?"

Als wir ins Wartezimmer kamen, war dort Totenstille. Mindestens zwei Dutzend Augen guckten uns fragend an. Maries Mutter sagte laut: "Sie wird es überleben."

Allgemeines seufzen. Was allerdings jetzt noch kommt, zieht einem die Schuhe aus. Maries Mutter hatte kurz geduscht und sich frische Sachen angezogen, bevor die nächste Patientin aufgerufen wurde. Wir sollten an der Anmeldung helfen. Plötzlich kam Maries Mutter raus, stapfte ins Wartezimmer, ging einen etwa 25jährigen Mann an. "Haben Sie hier gerade erzählt, dass es ein Fehler der beiden Praktikantinnen gewesen wäre, der dazu geführt hat, dass die Frau mit dem Notarzt weggebracht werden musste?" - Marie und ich guckten uns mal wieder an und glaubten, unseren Ohren nicht zu trauen. - "Haben Sie oder haben Sie nicht?" - Der Mann stammelte: "Ich habe gesagt, dass es so aussieht, als wenn." - "Raus. Sofort." - "War ja klar, dass Sie sie in Schutz nehmen. Dürfen Sie mich überhaupt ablehnen?" - "Raus! Sie sind wohl schief gewickelt. Und kaum als Notfall hier reingekommen. Lassen Sie sich hier nicht wieder blicken." - Erneut starrten alle möglichen Leute erschrocken durch den Raum. Als er draußen war, sagte Maries Mutter: "Die Patientin war seit Tagen in einem lebensbedrohlichen Zustand. Meine Leute haben das sofort erkannt und mich gerufen. Dadurch konnte der Patientin geholfen werden. Sie hat hier, bevor sie umgekippt ist, keinerlei Medikamente bekommen. Damit liegt auch kein Behandlungsfehler vor, wie der Wichtigtuer hier behaupten wollte." - Sagenhaft. Aber wie schon gesagt und bereits bekannt, ich ziehe sowas an.

Kommentare :

Fastdäne hat gesagt…

Hallo Jule,
dein Leben bleibt offenbar bunt spannend und dramatisch. Wie wird dieser dein besonderer Magnet eigentlich aus medizinischer Sicht bezeichnet? Gibts dagegen auch was von R....pharm?
Ansonsten wird es Idioten wie den Typen aus dem Wartezimmer immer wieder geben.
Mich erschreckt, wie lange der NA gebraucht hat. Wurde der erst nachgefordert? Die Erreichfrist im Rettungsdienst ist doch in der Stadt klar geregelt und ich finde sehr sportlich kalkuliert.
Gruß Frank

Judi hat gesagt…

Wow...
Gut, daß alles gut ausgegangen ist. Grad viele Ältere sind ja wirklich so stur, daß sie noch kurz vorm tot umfallen meinen, sie wären unverwundbar.
Allerdings hätte Maries Mutter das, was sie der Wartezimmerbesatzung erklärt hat vielleicht auch dem Wichtigtuer erzählen sollen. Und ihn danach rauswerfen...

Christian hat gesagt…

Ich bin immer wieder begeistert wenn du über Maries Mutter blogst. Diese Frau hat echten Vorbildcharakter!

Jali hat gesagt…

Was sich manche Leute rausnehmen, krass!

Der konnte doch gar nicht beurteilen, was da passiert ist, der hat doch bloß im Wartezimmer gesessen, und mitbekommen "Da ist grad' ein Notfall".

Naja, Du weißt hoffentlich, wie Du das bewerten musst: https://www.youtube.com/watch?v=AaQcnnM2a70

*kopfschüttel*

ednong hat gesagt…

Es ist einfach unglaublich. Auf was für kuriose Ideen manche Leute kommen. Unglaublich, was du wieder für Geschichten anziehst. Und was für Leute.

Dennoch: spannend. Und hoffentlich überlebt sie es.

Spatz hat gesagt…

Wow, wenn das so weitergeht, dass kannst du dir dein Blog ja bald fürs PJ anrechnen lassen!

*** hat gesagt…

Wenn man keine Ahnung hat (und jetzt alle): Einfach mal Fresse halten.

Jule hat gesagt…

@Frank Fastdäne: Der Notarzt wird bei Lungenödem automatisch mitgeschickt, glaube ich. Allerdings zählt das Gebiet, in dem die Praxis liegt, nicht mehr zum Großstadtbereich und ich meine, die Frist ist da nicht 8 Minuten sondern 15. Ich bin mir aber nicht sicher.

Wenn der woanders im Einsatz ist, kann er sich auch nicht teilen. Und wenn kein Heli frei ist (der kommt sonst dort oft, wenn ein Notarzt gebraucht wird), ist halt Warten angesagt. Es ist ja ein Arzt vor Ort.

@Judi: Ob er ihr das geglaubt hätte?

@Jali: "Lasse reden" - so ganz passt es nicht, denn gerade dort kann man auch ganz schnell "unten durch" sein, wenn man sowas nicht richtig stellen kann, glaube ich.

@Spatz: Wäre mal einen Vorschlag wert. :)

jali hat gesagt…

@Jule: Da hast Du wohl recht. Wenn der jetzt durch die Gegend rennt, und das weiter rumerzählt, dann kann Dir das natürlich zum Nachteil gereichen.

Das ist dann aber auch schon deutlich im Bereich der üblen Nachrede. Wollen wir mal hoffen, dass der Typ seine Lektion gelernt hat.

Mir ging es vor allem darum, dass man sich so was nicht allzu sehr zu Herzen nehmen sollte. Du weißt schließlich, was Du wert bist.

Solchen Typen die Schranken zeigen sollte man trotzdem. Insofern war die Reaktion von Maries Mutter genau die richtige.

Anonym hat gesagt…

mir sind die tränen gekommen. ich habe einen riesigen respekt vor maries mutter und ihren fähigkeiten, von denen du ja schon oft erzählt hast.

eva

Anonym hat gesagt…

Liebe Jule!
Ich ja echte Packschwierigkeiten. Nach Jahren des ordinierens und Praxisvertretungen ist mir so eine Scheisse Gott sei Dank noch nicht passiert. Aber nicht genug, dass Du das Unglück anziehst, der Idiotenmagnet bleibt Dir auch treu.
So gerne ich Dich gerne mal in natura kennen lernen würde, aber ich fürchte, dass Du mir kein Rad in meine Ordination setzen dürftest. Zu gross wäre die Angst vor reanimationspflichtigen Patienten, Idioten und dass meine Patienten wie die Fliegen von den Sesseln rutschen. ;-)

Welcher VW ist jetzt nicht lieferbar? Der Multivan oder der Golf? Apropo anziehen.

Liebe Grüße

Andreas

lia hat gesagt…

Was du immer wieder erlebst, ist unglaublich. Ich bin immer wieder geschockt, was für Menschen es gibt (im negativen Sinne) und begeistert über richtig toll reagierende Menschen, in diesem Fall von Maries Mutter.

Ich glaub, du wärst eine tolle Kinderärztin, wenn man so dran denkt, wie gut du mit den "Kleinen" vom Sport umgehst und wie begeistert die von dir sind. ;)

LG

Anonym hat gesagt…

'sah man Maries Mutter das "P" in den Augen stehen'

Was für ein "P"? Ich kapier's nicht. :(

Judi hat gesagt…

Ob er ihr das geglaubt hätte weiß ich nicht. Aber nun rennt er vielleicht "draußen" rum und erzählt "Die Studentinnen hätten da fast ne Frau gekillt und als ich was gesagt habe hat Frau Dr mich rausgeschmissen, eine Krähe hackt ja der anderen kein Auge aus und die will sich ja auch selbst nur schützen blubbblubbblabla..."
Mit der passenden Erklärung vor dem Rausschmiss wüsste er wenigstens, dass er lügt, wenn er da Bullshit verbreitet (was ihn von der Verbreitung desselben allerdings leider nicht zwingend abhalten würde). Jetzt glaubt ervermutlich, daß er recht hatte...

Trotzdem kann ich Maries Mutter gut verstehen - gerade in so einer Situation will man mit nem Idioten echt nicht noch diskutieren...

Max Muster hat gesagt…

Hallo Jule,

du machst ja Sachen...
du solltest endlich mal den Idioten Magnet entfernen lassen und mal endlich ein wenig weniger Chaotische Zeiten verbringen :D


Ich finde es Super wenn Marie und du Bei Maries Mutter in der Praxis mithelfen könnt und so neben bei ein tieferen Einblick in das "leben" als Ärztin erhaltet.

Auch wie Maries Mutter bei und nach dem Notfall reagiert hat war supi.

Mir stellt sich nur gerade eine Frage:

Kannst du eigentlich auch eine HLW (Herz Lungen Wiederbelebung ) durchführen?
Also rein Körperlich meine ich jetzt.

Anonym hat gesagt…

Ja, kann sie. Hat sie schon einmal gemacht, als sich zwei Mädchen versucht haben Suizid zu begehen.
http://jule-stinkesocke.blogspot.co.at/2011/09/hattest-du-doch-blo.html

Leider war eine erfolgreich.
Jule hat ja "nur" gelähmte Beine. Sie kann sich hinknien, und mit den Armen wie jede/r andere auch Herzdruckmassage durchführen.