Samstag, 19. April 2014

Ordnen über Ostern

Die Reaktionen, die Resonanz, die Anteilnahme in den letzten Tagen war vielfältig und überwältigend. Ich bin insgesamt sehr aufgefühlt. Nein, es geht mir nicht gut. Darüber wird sich aber niemand wundern.

Fakt ist, dass ich seit fast einer Woche nicht mehr in meinem eigenen Bett geschlafen habe. Ich habe drei Versuche gestartet, drei Mal haben mich Maries Eltern wieder aus der Wohnung geholt. Mit Maries Mutter durch die Tiefgarage, während Maries Vater meine Mutter von mir fern gehalten hat. Sie sitzt und liegt seit einer Woche fast durchgehend vor unserer Haustür. Sie ist für Stunden immer mal weg, manchmal wird es wohl langweilig, ein anderes Mal trägt die Polizei sie weg. Nach ein paar Stunden ist sie regelmäßig wieder da.

Tagsüber taucht sie ständig in der Physiotherapiepraxis auf. Inzwischen ist unten zwar die Tür zu, so dass man klingeln muss, aber spätestens wenn jemand rausgeht, ist sie wieder drin. Vom Treppenhaus klettert sie über die außen am Haus angebrachte Feuertreppe in ein anderes Stockwerk und hampelt oben vor den Fenstern rum. Selbst abends ist es für sie eine Leichtigkeit, ins Haus zu kommen. Sobald jemand mit dem Auto aus der Tiefgarage fährt, sprintet sie durch das offene Rolltor. Da der Weg durch das Haus einer der beiden Fluchtwege ist, kann man da auch nichts abschließen. Sie kommt zu Fuß zwar nur bis ins Erdgeschoss (um weiter nach oben zu kommen, muss man durch eine Tür, die man von außen nicht öffnen kann, oder mit dem Aufzug fahren, den man drinnen allerdings auch nur mit Schlüssel bedienen kann), aber sie setzt sich dann zum Beispiel unten in den Aufzug und wartet über Stunden, bis oben jemand diesen ruft. Zack ist sie im Wohnbereich.

Inzwischen wissen zwar alle Mitbewohner, was hier los ist, aber was soll jemand im Elektrorollstuhl, der gerade genug Kraft hat, den Joystick zu bedienen, ausrichten, wenn sie sich an ihm vorbei drängelt? Da gibt es ja nicht mal die Möglichkeit, ihr über die Füße zu fahren, so schnell ist ja niemand. Fakt ist, dass meine Mutter durch ihr unberechenbares Verhalten bei meinen Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern jede Menge Ängste schürt. "Irgendwann steckt sie noch das Haus an", muss ich mir schon anhören. Ich habe zwar meine Mutter nicht beauftragt, diesen Zirkus zu veranstalten; andererseits fühle ich mich aber meinen Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern gegenüber verantwortlich. Sie sollen in Ruhe leben können und nicht etwa jemanden im 5. Stock vor dem Fenster stehen haben, wenn sie morgens die Rolläden hochfahren.

In einigen Kommentaren oder Mails habe ich gelesen, dass es gut wäre, sie zwangsweise in die Psychiatrie zu stecken, alternativ in den Knast. Auch könne ich vielleicht auf die bei psychischen Erkrankungen meistens erhöhte Suizidalität hoffen. Sie jedes Mal verprügeln zu lassen, war ein anderer Vorschlag. Einiges habe ich gar nicht veröffentlicht. Meine Mutter ist und bleibt ein Mensch. Ich sage bewusst nicht, dass sie meine Mutter ist. Aber sie ist ein Mensch. Ein kranker Mensch. Nach der gesetzlichen Lage kann man sie nicht so einfach zwangsweise einweisen, dafür müssen ganz andere Dinge passieren. Sie ist auch nicht haftfähig. Es gibt nach wie vor einen Gerichtsbeschluss, dass sie Abstand zu halten und die Kontaktaufnahme zu unterlassen hat, aber Geld ist wohl nicht zu holen und haftfähig ist sie eben nicht. Somit läuft das weitestgehend ins Leere; lediglich darf sie die Polizei nach Hause bringen. Selbst ein so genannter "Verbringungsgewahrsam" käme nicht in Betracht. Dabei hat man früher so genannte Störer weit weg gefahren, damit sie wenigstens eine Zeitlang brauchten, um wieder zurück zu kommen.

Ein sporadischer Kontakt zu meiner Mutter kommt nicht in Frage. Warum nicht, habe ich bereits oft genug ausgeführt. Auch wenn das der eine Leser oder die andere Leserin nicht nachvollziehen kann: Ich möchte es nicht. Und es muss mein Recht sein und mein Recht bleiben, zu bestimmen, mit wem ich mich treffen möchte und mit wem nicht. Meine Entscheidung, jemanden nicht sehen zu wollen, kann nicht höher gewertet werden, als die Entscheidung eines anderen, mit mir Kontakt haben zu wollen.

Ich bin kein Fan davon, absatzweise darüber zu berichten, was alles nicht geht. Ich möchte mich mit Möglichkeiten beschäftigen, nicht mit Unmöglichkeiten. Das geht vielleicht dem einen oder anderen zu schnell, vielleicht bin ich wegen der vielen Herausforderungen, die meine Behinderung mit sich bringt, auch in gewisser Weise prädisponiert für schnelle Entscheidungen. Fakt ist, dass ich in den letzten fünf Tagen mehr Unterstützung bekommen habe als ich mir je hätte erträumen können.

Damit meine ich nicht nur die vielen Kommentare und Mails, in denen mir meine Leserinnen und Leser zuhauf angeboten haben: "Komm an meine Uni, hier ist es überwiegend barrierefrei, ich würde mich darum kümmern, dass du die richtigen Kontakte bekommst und dich hier vor Ort unterstützen." - Vielen, vielen Dank! Ich bin wirklich gerührt. Dennoch habe ich die meisten davon nicht veröffentlicht, denn ich möchte im Internet keine Diskussion über meinen künftigen Studienort beginnen. Aus guten Gründen. Ich habe auch aus genau diesen Gründen auf keine einzige dieser Mails geantwortet, waren sie auch noch so nett. Woher soll ich wissen, ob das nicht eine Mail von meiner Mutter ist, die das hier mitliest und vielleicht aus einem Internet-Cafè mit mir schreibt? Und auf diesem Weg dann die Antwort bekommt: "Lieber Otto, danke für dein Angebot, aber ich habe mich bereits für die Uni in Harvestehude entschieden." - Oder: "Lieber Peter, das ist ja fein, dann sehen wir uns demnächst, ich liebäugel nämlich mit einem Studienplatz an deiner Uni." - Liest sich paranoid. Und genauso komme ich mir derzeit vor.

Mein derzeitiger Plan ist, für zwei bis vier Semester aus Hamburg wegzugehen und anderswo in Deutschland zu studieren. Ich werde meinen Platz in meiner heiß geliebten WG aufgeben. Das ist sehr schmerzhaft, aber es ermöglicht eben mir einen kompletten Neuanfang und meinen Leuten die Rückkehr zu einem ruhigen Alltag. Ich werde für ein bis zwei Jahre in einer anderen Stadt in Deutschland wohnen und dort quasi zwei bis vier "Auswärtssemester" sammeln. Es ist absolut nicht unüblich und wird sogar empfohlen, auch mal in eine andere Uni reinzuschnuppern. Anschließend werde ich wieder nach Hamburg zurück kommen. Das möchte ich auf jeden Fall, denn Hamburg ist meine Heimat und Hamburg bleibt meine Stadt. Ich kann nicht ohne. "Anschließend" ist dann, wenn das Haus, das ich tatsächlich (nicht alleine) bauen (lassen) möchte, fertig ist und ich dort in eine Wohnung einziehen kann. Bis Ende Mai soll alles so weit eingetütet sein, dass es los gehen kann. Davon und darüber schreibe ich ein anderes Mal mehr. Jedenfalls gibt es hierzu recht gute Neuigkeiten.

Zum Glück sind andere Menschen in meinem Umfeld zur Zeit mindestens genauso paranoid wie ich und unterstützen mich mit ihren Möglichkeiten. Maries Mutter hat am letzten Sonntag mit jenem Professor telefoniert, der mir vor ziemlich genau drei Jahren meinen Studienplatz eröffnet hat. Sie hat ihn bei einer Veranstaltung erreicht und er hat ihr spontan zugesagt, sich am Dienstag mit mir an einer Uni zu treffen, an der ich gerne studieren möchte. Damit hätte ich natürlich niemals gerechnet, ich hatte gehofft, er würde dort anrufen. Aber so war es natürlich noch besser. Er wollte dort zusammen mit mir mit dem Präsidenten der Uni zu reden, um einen Wechsel innerhalb eines Semsters, der normalerweise nicht möglich ist, unbürokratisch anzuschieben. Ich weiß nicht, ob er sowieso dort in der Gegend war; ich möchte nicht wissen, welchen Umweg er für mich in Kauf genommen hat, denn damit würde es mir vermutlich schlecht gehen.

Es ist im Vergleich zur Hamburger eine verhältnismäßig kleine Universität. Ich wartete vor einem Verwaltungsgebäude in strahlendem Sonnenschein. Plötzlich tauchte er auf, ich habe keine Ahnung, woher er gekommen war. Er gab mir die Hand, sagte nur kurz, dass er von Maries Mutter gehört habe, was bei mir zu Hause los sei. Es sei meine private Angelegenheit und er mische sich dort nicht ein. Aber wenn er mir helfen könne, dann solle ich ihn anrufen. Er gab mir seine Visitenkarte. Ich will nicht zu viel über ihn sagen, aber ich wusste nicht, wie mir geschah. Der Mann ist enorm bekannt und ein weltweit geschätzter und gefragter Experte in seinem Fachgebiet. Ich übertreibe nicht und würde zu gerne auf seine Webseite verlinken, nur kann ich das gerade nicht tun, aus guten Gründen. Entsprechend war auch die Begrüßung beim Präsidenten der Universität. Ich saß in einem kleinen, hübsch eingerichteten Büro mit meinen schweißnassen Händen und einem 200er-Puls, während mein Professor sagte: "Vielen Dank, dass Sie einen Moment Zeit für mich gefunden haben." - Als Antwort kam wörtlich: "Es ist mir eine Ehre, Professor."

Mein Professor sagte, es sei ihm ein bedeutendes persönliches Anliegen, dass ich mein Studium ungestört fortsetzen könne. Er erklärte, dass ich im Zusammenhang mit meinem Unfall heute massiv belästigt und verfolgt werden würde. Diese Lage sei durch die psychische Erkrankung einer Frau derart eskaliert, dass er keinen anderen Ausweg sehe, als mitten im Semester den Studienplatz zu wechseln und an eine Universität zu gehen, in der sich das Präsidium darum kümmert, dass ich in Ruhe studieren könne. Der Präsident guckte mich relativ betroffen bis geschockt an, sagte erstmal gar nichts, schluckte ein paar Mal und meinte dann: "So einen Fall hatten wir hier noch nie. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich gar nicht weiß, wie wir so etwas angehen können. Aber ich möchte auf jeden Fall helfen."

Danach ging alles relativ schnell. Mein Professor verabschiedete sich, ließ mich draußen alleine zurück. Ich schaute mir einige Bilder an, die im Eingangsbereich ausgestellt waren. Nach einiger Zeit kam eine Frau im Rollstuhl auf mich zugerollt. Geschätzt 30 Jahre alt, kräftiger Oberkörper, auffallend strahlend blaue Augen, dunkles, langes, krauses Haar zu einem Zopf gebunden, ungeschminkt, Brille, Batik-T-Shirt. Die Beine erschienen für die Gesamtkörpergröße ein wenig zu kurz, ich tippte auf eine angeborene Querschnittlähmung. Sie gab mir die Hand, stellte sich vor. Eine Psychologin, sie möchte sich um mich kümmern. Sie schleppte mich in ihr Zimmer ab. Bat mir, völlig ungewöhnlich, sofort das "Du" an. Das mache sie bei Leuten im Rollstuhl immer so. "Willst du ne Cola? Oder ein Wasser? Guck dir das an, ich hab einen eigenen Kühlschrank in meiner Zehn-Quadratmeter-Betonzelle. Hart erkämpfter Behindertenbonus."

Sie wollte hören, was mit mir los sei. Es war absolut faszinierend: Die Chemie stimmte von der ersten Sekunde. Und sie war derart einfühlsam, natürlich und aufrichtig, dass ich ihr sofort meine komplette Geschichte erzählt habe. Das alles war insbesondere deshalb so geradlinig, weil sie ungewöhnlich offen und damit - aus psychologischer Sicht - vermutlich völlig unprofessionell war. Aber es war eben keine Psychotherapie. Und ich glaube, es war professionelle Unprofessionalität. Sätze wie: "Boa, krass, ich würde durchdrehen!" oder "Lesen musste ich schon viel darüber, aber so live und in Farbe weiß ich gar nicht, was ich dazu sagen soll." oder "Was für eine verfi**te Scheiße, tschuldigung" würde meine Krankenhauspsychologin aus Hamburg nie in den Mund nehmen.

Und dann kam von ihr: "Also, du gibst mir bitte drei Stunden, dann sehen wir uns wieder und dann mache ich dir ein Angebot. Du machst in der Zwischenzeit bitte nichts außer dich irgendwo in ein Cafè setzen und Eis essen. Oder du legst dich auf eine Wiese an [einem Fluss] und lässt dir die Sonne auf den Bauch scheinen. In drei Stunden sehen wir uns wieder." - "Ich hatte sonst gedacht, ich gucke mal, ob es irgendeine Chance gibt, kurzfristig eine Wohnung zu bekommen." - "Mach bitte nichts. Guck dir die Stadt an, setz dich irgendwo hin, unternimm bitte nichts. Ich setze jetzt alle Hebel in Bewegung und dann möchte ich freie Schussbahn haben." - "Irgendwie habe ich gerade ein wenig Angst." - "Ich erwähne weder deinen Namen noch deine Geschichte. Ich erkundige mich nur und organisiere ein wenig. Vertrau mir."

Es fiel mir sehr schwer, ich kannte diese Frau noch nicht mal zwei Stunden. Nach drei Stunden sahen wir uns wieder. Und ich bekam, womit ich im Traum nicht gerechnet hätte, eine Lösung auf dem Tablett präsentiert. "Also: Du kannst hier ab morgen dein Studium fortsetzen. Ich habe grünes Licht von 'ganz oben' und 'ganz oben' hat grünes Licht vom Land. Das kommt alles noch schriftlich, aber telefonisch ist das geklärt und offiziell bestätigt. Ich hatte Kontakt zum Landeskriminalamt, und die empfehlen dir, deinen Nachnamen ändern zu lassen. Du kannst einen Antrag stellen und fügst das Gerichtsurteil mit dem Näherungsverbot bei und holst dir mehrere Zeugenaussagen dazu, wie oft dagegen verstoßen wurde. Von Angehörigen, von der örtlichen Polizei. Dem wird aller Voraussicht nach entsprochen. Das entscheidet das örtliche Standesamt. Deine neue Adresse wird beim Landeskriminalamt in einer Opferschutz-Akte hinterlegt. Im öffentlichen Melderegister steht nur der Hinweis auf die Akte. Gleichzeitig beauftragst du eine dir nahestehende Person, dir deine Post weiterzuleiten. Das heißt: Du gibst als Anschrift offiziell deren Wohnanschrift an und dort scannt dir das jemand oder leitet das im Briefumschlag weiter. Zum Beispiel die Mutter deiner Freundin [Marie], von der du mir erzählt hast. An deine Hausklingel kommen nur deine Initialen. Hier bei uns in der Uni wird deine Akte im Präsidium geführt, die Chefsekretärin ist die einzige Ansprechpartnerin für dich, an allen anderen Stellen gibt es deinen Namen nicht. Weder deinen alten noch deinen neuen. Und auch auf irgendwelchen Listen taucht er nicht auf. Im Einzelfall müssen wir dann schauen, wie sich das genau realisieren lässt, aber das wird funktionieren. Was sagst du dazu?"

Ich antwortete nur mit einem Wort: "Namensänderung?"

Sie sagte: "Ja. Würde ich machen. Ist der effektivste Weg, wenn nicht sogar der einzige, einen Schnitt in dein Leben zu bekommen und Verfolger abzuschütteln. Ich will nicht sagen, dass wir das von dir erwarten, aber fast ist es so: Wir wollen hier natürlich auch keinen solchen Aufwand betreiben und ab nächste Woche eine psychisch kranke Frau auf dem Unigelände haben, die alle terrorisiert. Und dann ziehst du wieder um."

Ich antwortete; "Wieder umziehen? Erstmal muss ich überhaupt eine Wohnung finden." - Sie grinste mich an: "Die findest du. Wir haben gleich noch ein paar Besichtigungstermine. Wenn du möchtest. Können wir auch auf morgen früh verschieben, aber am besten wäre es jetzt gleich." - "Häh?" - "Nix häh. Ich arbeite doch nicht hier ohne Kontakt zu den örtlichen Vermietern zu haben und zu wissen, wo barrierefreier Wohnraum existiert. Es gibt drei Neubauprojekte, in allen gibt es noch jeweils eine barrierefreie Wohnung, die sofort bezogen werden kann." - Ich stand da mit offenem Mund. - "Mund zu, Herz wird kalt", sagte sie. "Wir sind hier nicht in Hamburg, wo man drei Jahre auf eine völlig überteurte Wohnung wartet. Ich habe drei zur Auswahl. Ich muss gestehen, ganz so einfach war es nicht, ich musste mächtig Alarm machen. Aber wir haben einen Makler in der Familie und bei dem hatte ich noch einen Gefallen offen. Ich habe ihm gesagt, er soll mal zeigen, dass er ein Fachmann ist." - "Bist du wahnsinnig?", fragte ich sie. - "Ein bißchen. Du musst sie ja nicht nehmen. Aber angucken schadet nicht. Und wenn du im halben Jahr was besseres findest, ziehst du wieder aus. Aber erstmal ..."

Ich habe mir nur die erste Wohnung angeguckt: Drei Zimmer, Etage 2 von 2, sechs Parteien in diesem Hauseingang, Aufzug, Tiefgaragenstellplatz, Kellerraum, Niedrigenergie-Haus mit Zentralheizung, überall Parkett, im Bad Fliesen mit Fußbodenheizung, Badewanne, ebenerdige Dusche, Einbauküche, großer Südbalkon mit Holzplanken und herrlichem Panorama, überall Rolläden und Fliegengitter vor den Fenstern, zehn Minuten zu Fuß in die Innenstadt, zwanzig zu Fuß zur Uni, zehn Minuten mit dem Auto zur Autobahn. Öffentlicher Nahverkehr direkt vor der Tür. Verkehrsberuhigte Sackgasse, knapp 9 Euro kalt pro Quadratmeter, dazu kommen 2,35 Euro für Neben- und Heizkosten. Erstbezug.

Dann kam vom Makler: "Ziehen Sie alleine ein?" - "Meine Freundin überlegt, auch hier zu studieren ab nächstem Semester. Sie sitzt auch im Rollstuhl und würde dann gerne mit einziehen." - "Die Eigentümerin möchte keine Studenten-WGs. Grundsätzlich nicht. Ich rufe sie aber an und frage, ob sie eine Ausnahme macht."

Sie war ablehnend, ich hörte aber, wie er im Nebenzimmer ins Handy laberte, ich erfülle absolut nicht das Klischee. Dreißig Minuten später stand sie mit uns vor der Wohnung. War recht hektisch, musterte mich, fragte, welches Fach ich studiere, fragte, was Marie studierte, und sagte: "Ja. Könnten wir so machen. Sie wirken auf mich nicht wie eine Chaotin, die mir hier alles zerlegt und für Beschwerden unter den ganzen Nachbarn sorgt, weil hier eine Party nach der anderen gefeiert wird. Ich habe aber auch kein Problem, eine Rollstuhlfahrerin rauszuklagen, wenn das nicht funktioniert, wir haben in der Familie selbst jemanden mit einer Behinderung. Ich habe da also keine Berührungsängste."

Eine Woche wollte er mir die Wohnung reservieren. Ich war gerade zurück in Hamburg, und bevor ich mich versah, saßen am Donnerstag Marie mit ihren Eltern und ich im Zug und donnerten in Richtung Süden, um die Wohnung erneut zu sehen. Der Makler hatte noch einmal Zeit, selbst die Eigentümerin kam noch einmal vorbei, um nun auch noch Marie zu mustern. Marie war absolut begeistert, Maries Mutter fand sie super, Maries Papa meinte: Zuschlagen. Maries Eltern luden uns zum Essen ein, Maries Papa meinte, ich sollte noch in Hamburg den Antrag auf Namensänderung stellen und mich mit erstem Wohnsitz bei ihm zu Hause melden und diese Adresse vom Landeskriminalamt abdecken lassen. Alternativ könnte Marie auch die Wohnung auf ihren Namen anmieten, er würde insoweit für sie finanziell bürgen, dann tauche ich nicht in irgendwelchen Dokumenten auf.

Am Donnerstagabend sind Maries Eltern mit Marie wieder nach Hamburg zurück gefahren. Ich schlafe über das Osterwochenende bei Freunden außerhalb Hamburgs. Am Dienstagmorgen treffen Marie, Maries Papa und ich uns höchstwahrscheinlich noch einmal mit dem Makler. Bis dahin müssen wir entscheiden, was wir tun. Anschließend fahre ich zurück nach Hamburg - vermutlich, um mit dem Umzug zu beginnen. Aber noch ist nichts unterschrieben. Ich bin noch immer völlig aufgewühlt und muss erstmal alles ordnen.

Kommentare :

nussundpoint hat gesagt…

Wow. Das Leben ist schnell.

Anonym hat gesagt…

Natürlich ist es dein gutes Recht, nie wieder Kontakt zu deiner Mutter haben zu wollen. Du bist ihr nichts schuldig!
Habe selbst eine gestörte Mutter (zum Glück keine Stalkerin wie in deinem Fall), zu der ich im Moment keinerlei Kontakt haben möchte.
Auf jeden Fall alles Gute und viel Spaß an der neuen Uni, falls du dich zu dem Umzug entschließt.

Anonym hat gesagt…

Viel Erfolg,
Das wird schon!

Jakob hat gesagt…

Ich komme mir vor, wie im falschen Film, wenn Umzug und Namensänderung die einzige praktikable Lösung zu sein scheinen... Überleg dir das gut, aber zum Glück hast du ja dein Umfeld, das wieder Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um eine Lösung zu finden.
Ich habe deinen Blog in letzter Zeit seltener gelesen, alles schien sich einzupendeln und etwas alltäglicher zu werden. Deine letzten Einträge lesen sich wieder wie Krimis, aber ich wünsche dir, dass dein Blog bald wieder zu alltäglichen Themen zurückkehren kann, auch wenn sich das nicht so spannend liest.
ich hoffe, du findest in der neuen Stadt schnell Anschluss und kannst dich nach dem ganzen Chaos wieder auf dein Studium konzentrieren.

Lexi hat gesagt…

Ich freu mich riesig für dich, dass dir diese Möglichkeit geboten wird!
Deinen Namen zu ändern ist zwar krass, aber wenn du unter deinem alten weiterstudieren würdest, würde deine Mutter dich früher oder später finden.

Dass du nicht öffentlich schreibst, an welcher Uni oder auch nur an welchem Ort du jetzt studieren wirst, halte ich für sehr sinnvoll. Die Wahrscheinlichkeit, dass deine Mutter deinen Blog mittlerweile kennt und mitliest, ist wahrscheinlich recht hoch und dann ginge das ganze Spiel von vorne los.

Alles Gute an der neuen Uni und der fremden Umgebung und dass du dich schnell einlebst und Anschluss findest. Gibt es dort denn auch Sportmöglichkeiten?

Seute Deern hat gesagt…

Ich wünsch dir alles erdenklich Gute für die Zukunft!

JULI hat gesagt…

Herzlichen Glückwunsch. Und Ganz viel Glück

Daniel hat gesagt…

Alter Falter...

Du hast ja zweifelsohne einen sehr stark ausgeprägten Idiotenmagneten. Sozusagen als Ausgleich scheinst Du allerdings auch ein Heer an Schutzengeln und irdischen Helfern um dich herum zu scharen.

So unerträglich das alles ist, der Weg scheint praktikabel. Die Namensänderung ist sicher ganz, ganz harter Tobac, aber im Ernst, das dürfte wohl der einzige Weg sein, einigermassen sicher dauerhaft Ruhe zu bekommen.

Was Deine ehemalige Erziehungsberechtigte angeht - hoffen wir mal, dass es ihr bald wieder besser geht. So Käse diverse Vorschläge (Schläger. Ja sicher.) waren, finde ich die Abwägung, dass es so sie nicht haftfähig ist, Dein Problem ist, ehrlich gesagt reichlich schal. Aber so ist's nun einmal und ich bin echt erstaunt, wie leicht sich die bittere Pille (Umzug, etc.) schlucken lässt.

Viele Grüße
Daniel

Anonym hat gesagt…

ach Du liebe Scheiße, ich sitze hier solidarisch heulend und völlig fassungslos. So schlimm die ganze Situation ist, ich bin überwältigt und froh, dass Du so viel Unterstützung erfährst!

Ich hoffe hoffe hoffe SO für Dich, dass Du bald Ruhe hast, dass Du Dich schnell im neuen Umfeld einleben kannst und es Dir bald besser geht!
Ganz viel Kraft wünsche ich Dir.

Oni hat gesagt…

Viel Glück!

Anonym hat gesagt…

Wow!
Ich wünsch dir viel Glück und endlich Ruhe!

Anonym hat gesagt…

Hallo Jule,
das klingt nach einer tollen Chance!
Im Falle einer Namensänderung: Kannst du deinen Blog auch anonym weiterführen? Oder unter deinem bisherigen Namen? Wäre so schade, nichts mehr von dir zu lesen!

Tom hat gesagt…

Ich war ja bisher nur stiller Mitleser, aber jetzt muss ich das unbedingt einmal ändern.
Viel möchte ich gar nicht da lassen, außer:

Wahnsinn! Jule, ich drück dir die Daumen! Viel Kraft für die nächste Zeit.

Inzwischen bin ich mir ja nicht mehr sicher, ob du wirklich einen Idiotenmagneten hast. Vielleicht hast du im Durschnitt mit den gleichen Menschen zu tun – nur hast du die Bandbreite von extrem weit unten bis extrem weit oben abgedeckt. Letzteres zahlt sich jetzt hoffentlich aus ;)
Alles Gute!

Philipp hat gesagt…

O M G !

Ach du Sch*....!

Was für eine Geschichte! Sowas hab Ich ja noch nie gehört. So schnell möcht Ich auch mal umziehen!

Ich drück euch die Daumen dass das alles so klappt wie Ihr euch das vorstellt.

Wenn Ich lese was deine Mutter da veranstaltet, also das ist ja wirklich nicht mehr tragbar.

Ich denke du hast alles richtig gemacht.

Nimm den Umzug als Chance was neues kennen zu lernen, sagt dir ein frisch umgewurzelter!

Und mit Marie an deiner Seite hast du in der Fremde schonmal eine Schulter zum anlehnen. Das kann sehr wichtig sein!

Das mit der Namensänderung ist ja schon ein Ding, doch bei dem was man hier so liest, eigentlich nur die logische Konsequenz.

Ich drück euch beiden alle Daumen und wünsche einen guten Neustart in der Fremde.

Ostergrüße von einem Kaiserslauterer in Dresden

Philipp

ruolbu hat gesagt…

Freut mich sehr für dich. Bedeute das, dass dein Blog auch eine Namensänderung erfährt? Aus Jule-Stinkesocke wird Jule-Inkognito, damit dich niemand mehr zuordnen kann? ^^

Scherz beiseite, ich will es nicht heraufbeschwören, aber wenn du das Gefühl hast, dein Blog kann zu einer Sicherheitslücke werden, solltest du das hier auch auf Eis legen. Eigentlich übst du dich ja seit jeher darin, Details unerkenntlich zu gestalten. Aber ich weiß aus deinem Text zumindest schon, dass die Uni kleiner ist als die Hamburger, dass die Stadt einen Fluss hat und dass sie nah genug dran ist, um an einem Tag mit dem Zug hin und zurück zu fahren. Die Aussagen zur Innenstadt und dem ÖPNV kann man auch als Grundlage für Vermutung heranziehen. Klar, das hat alles Spielraum, oder ist nichtssagend und ob es stimmt, was du uns schreibst, steht auf einem anderen Blatt. Aber wenn du deinen Blog fortführst und du gelegentlich Details über deinen evtl. neuen Wohnort verlierst, sind auch die jetzt noch wertlosen Infos potentiell gefährlich.

Pass auf dich auf.

Und an die Mitleser_innen. Mag mir das mit der nicht vorhandenen Haftfähigkeit nochmal jemand erklären? Worin unterscheided sich die aktuelle Haft, zu der sie nicht herangezogen werden kann, zu der Zwangseinweisung, für die sie noch keinen Anlass gegeben hat? Muss sie erst gefährlich und körperlich agressiv werden, oder gar verletzen, bevor es einen Anlass gibt, sie von anderen Menschen fern zu halten? Und warum ist die Schwelle für Haft und für Einweisung eine ganz andere?

Anonym hat gesagt…

1. Ich bin männlich und absolut nicht nach am Wasser gebaut.

2. Ich hab gerade feuchte Augen.

3. Nachdem was in deinen letzten 3 Beiträgen stand eine ganz klare Sache. Es wird nicht einfach aber du hast durch Marie und ihre Eltern so guten Rückhalt, dass du es schaffen wirst.

Ich wünsche dir alles, alles gute bei deinem Neuanfang.

Anonym hat gesagt…

Ich hatte befürchtet das es auch weiterhin ärger mit deiner Mutter gibt und du deshalb mal eine Weile nicht schreibst.

Und ich hatte gehofft das es ein langer Bericht mit einem positiven Ende wird.

Phu ich hätte Lotto spielen sollen.

Was mir mehr Sorgen macht ist Dein Sport, der Dir sehr wichtig ist.

Ich befürchte da wirst Du dich wenigstens bei den Wettkämpfen sehr zurückhalten müssen. Eine Handyknipse ist überall und soviele Sportlerrinnen gibt es nicht beim Para-Tri....

Ich drücke dir die Damen .... alles gute für den Neuanfang...

juergen

Vio hat gesagt…

Mensch, Jule, egal wieviel Mist Dir zwischendurch passiert: Du bist ein Glückskind! Und das meine ich ganz ehrlich!

Du hast tolle Menschen um Dich herum, die sich für Dich einsetzen und Dir auch in besch… Situationen beistehen. Vergiss das nie! So viel Rückhalt ist nicht selbstverständlich.

Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute für Deinen Neuanfang! Fühl dich umarmt : )

Anonym hat gesagt…

Das ist schon echt harter Tobak was da bei dir passiert. Ich wünsche dir auf jeden Fall für die Zukunft alles erdenklich Gute.


Du hast in Zeiten, die wirklich finster waren, einen Lichtblick gesehen und dich nicht unterkriegen lassen, hast dein Leben neu ausgerichtet und bemühst dich um Bildung und Perspektive, das verdient Respekt. Das hast du vielleicht schon gefühlte 100000 mal gehört oder gelesen aber trotzdem.

Was mich irgendwie stört ist das es den Behörden echt nicht möglich ist deine Mutter in dem Zustand dauerhaft aus dem Verkehr zu ziehen, muss denn erst was schlimmes passieren? Ich versteh nicht wie bei so einer Situation keine Gefährdung anderer oder eine Eigengefährdung vorliegen kann, die Frau ist unberechenbar.

Clavicular von PL hat gesagt…

boah krass. da denkt man es wird "langweilig" und dann geschehen dir Dinge mit denen normalerweise ein 90 Minuten Starbesetzter Kinofilm von handelt. Musst du dafür deine Halbschwester opfern oder könntest du weiterhin Kontakt zu denen haben?
Ich wünsche >euch< viel Erfolg und gutes gelingen in eurer neuen Stadt. Ich hoffe ihr werdet ein paar ruhige Tage verbringen um dann wieder voll durchstarten zu können !

Pauli hat gesagt…

Hey Jule,

das hört sich ja alles ziemlich krass an und mir kommen irgendwie gerade die Tränen hoch, dass man wegen der eigenen Mutter so einen Mist machen muss. Aber ich freue mich für dich, dass du jetzt hoffentlich einen Neuanfang machen kannst, auch wenn du dir sich ein leichteres Leben vorstellen könntst.
Die Frau an der Uni war ja mal der Oberhammer, es ist so schön zu sehen, dass es solche Menschen gibt. Und natürlich Marie und ihre Eltern.
Liebe Jule, ich lese jetzt seit fast zwei JAhren deinen Blog und habe auch alles was du du vorher geschrieben hast schon zig mal durchgelesen und du hast mir Mut gemacht. Mut, dass ich keine Angst vor der Zukunft haben muss und alles gut werden wird. Jetzt alledings bist du die, die Mut braucht und ich bin froh, dass du neben einer beschreuerten Person so viele nette Leute um dich herrum hast, die dir helfen und auch hoffentlich in Zukunft zu dir stehen werden.
Liebe Jule, ich wünsche dir alles alles Gute, viel Glück für die Zukunft, dass du deine Freunde und lieben Menschen behälst, dass du dich in deiner Neuen Stadt gut einlebst und auch dort tolle Leute kennenlenst und dass du diese Zeit als eine gute Erfahrung verbuchen kannst und dass du irgendwann wenn alles wieder gut ist nach Hamburg zurückkehren kannst.
Alles liebe von deiner Leserin
Pauli

Elminster hat gesagt…

Hallo Jule,
ich finde es sehr schade, dass du dein (offensichtlich sehr geliebtes) Hamburg verlassen musst, und vor allem deinen Freundeskreis. Aber ich finde es auch ganz stark, was die Leute an deinem neuen Studienort auf die Beine stellen und wie sie dich gleich unterstützen - ich finde, das hört sich nach einem guten Ort zum studieren an. Und ein paar Tips - z.B. den Namenswechsel - find ich sehr gut, da kommt deine Mutter nicht so einfach dran vorbei.
Wenn du dich dafür entscheidest, da hinzugehen, wünsche ich dir da alles Gute - und ein bisschen südlichere Luft schadet dir auch nicht ;)

Btw: ich habe jetzt auch deinen Blog einmal in ein paar Wochen komplett durchgelesen, und bin fasziniert von deiner Entwicklung und deinem Schreibstil. Und deinem Menschenmagneten - der zwar viele Idioten anzieht, aber ich finde auch viele ganz besondere und tolle Menschen (zum Beispiel die aus diesem Eintrag - aber auch viele deiner Hamburger Leute, allen voran Marie und ihre Familie).

Viel Glück, und alles Gute für dein Studium!

Anonym hat gesagt…

Widerspricht es nicht der Namensänderungsidee, wenn du mit Marie da wohnst? Ist es nicht denkbar, dass deine Mutter Maries Namen rausbekommt und euch darüber findet?

Blogolade hat gesagt…

Wow, die richtigen Kontakte sind offenbar Gold wert!

Ich sag mal vorsichtig herzlichen Glückwunsch und wünsche dir alles Gute an der neuen Uni. Das wird sicher ganz cool, besonders wenn Marie dann nachkommt (zum nächsten Semester vermutlich?)

Anonym hat gesagt…

Wow.
Viel Kraft, Durchhaltevermögen und alles erdenklich Gute.

Anonym hat gesagt…

Liebe Jule,

bei all dieser Scheiße, mit der du momentan umgehen musst, DAS klingt wie im Film!!
Ich wünsche dir alles Glück dieser Welt, dass das so klappt!! :)

Ich finde es auch wirklich stark, die du die Erkrankung deiner Mutter "anerkennst".
Denn wie du bereits angedeutet hast, viele Kommentare bezüglich verprügeln usw. waren echt angebracht. - Sie ist übelst krank und leider hat das gerade ganz ganz schlimme Auswirkungen auf dich!
Viel Kraft für die kommende Zeit!!!

Andrea hat gesagt…

Liebe Jule.

Bitte wirf den Idiotenmagneten nicht weg. Ja, der Minuspol zieht die seltsamsten Gestalten an.
Aber der Pluspol beschert Dir die besten Freunde und Helfer die man sich im Leben nicht vorstellen kann.
Ich drück Dir beide Daumen, dass Du in Ruhe weiter studieren kannst.
Viel Glück im neuen Umfeld.

Gruss
Andrea

jacob hat gesagt…

puuuhhh..... immer noch harter tobak das ganze. aber es scheint, dass du zu deinem idioten-magneten auch noch einen glücksmagneten irgendwo hast, dass das jetzt alles so schnell und scheinbar unbürokratisch geht. gratulation dafür.

namensänderung ist zwar bestimmt ein schwerer schritt, aber in der jetzigen situation imho das einzig richtige. deine identität wirst du damit schon nicht verlieren ;)

auch wenn dein blog für dich anscheinend immer noch ein teil deiner "therapie" ist, würde ich dir wegen deiner mutter raten, vielleicht nicht mehr so viel zu privaten belangen zu schreiben. denn auch wenn du viele sachen anonymisierst, kann man mit entsprechender geduld (und die scheint deiner mutter zu haben) garantiert rausfinden, von welchen örtlichkeiten du manchmal schreibst. es gibt bestimmt auch die möglichkeit, einträge mit einem passwort zu versehen, das du nur an deine engsten freunde weitergibst.

Anonym hat gesagt…

Schön, dass dir dein Idiotenmagnet zum Ausgleich auch immer wieder nette und hilfsbereite Leute über den Weg schickt.

Alles Gute, wie auch immer du dich jetzt entscheidest!

Hanni hat gesagt…

Du kannst Deiner Mutter nicht entrinnen - körperlich vielleicht, aber nicht seelisch. Auch wenn Du räumliche Distanz zu schaffen versuchst, bekommst Du keinen Abstand. Sie ist DEINE MUTTER, und wenn Du sie ablehnst, lehnst Du einen Teil von Dir selber ab. Das hat schlimme Folgen.
Finde einen Weg, wie Du mit ihr klarkommst - und lauf nicht weg!!!
Ich wünsche Dir alles Gute!
Hanni

Anonym hat gesagt…

Ohoh Jule, das klingt ja krass alles!

Aber wenn du mich fragst, dass du innerhalb von einem Tag einen neuen Studienplatz und eine Traumwohnung hast - klingt für mich als würde dir das Schicksal mit dem Zaunpfahl winken und sagen: Das ist der richtige Schritt!

rike hat gesagt…

Wow, was da für Hebel in Bewegung gesetzt werden! Du musst wirklich ein umwerfendes Auftreten haben :)
Ich wünsch dir, dass du dich aus ganzem Herzen für diesen Schritt entscheiden kannst - das klingt wirklich toll! Und zusammen mit Marie rockst du das :)
Nur schlimm, dass ihr euch nicht aus freien Stücken zu soetwas entscheiden durftet...

Anonym hat gesagt…

Liebe Jule,

uff, uff, uff.

Es ist schön zu lesen, dass Dir so schnell und bereitwillig geholfen wird - und ich finde, diese Hilfe und das Engagement hast Du absolut verdient.
Wenn ich mir überlege, wie oft Du Dich schon für andere engagiert hast - jetzt bist Du mal diejenige, die so intensiv unterstützt wird. Ich hoffe, das ist für Dich gut anzunehmen.

(Du wirst Dir gut überlegt haben, was Du über die Uni und die Psychologin hier veröffentlichst, und wirst ggf. Details entsprechend verfremdet haben...)

Die Nachstellungen durch Deine kranke Mutter sind eine extreme Belastung, ich hoffe inständig, dass durch Umzug inklusive Namensänderung für Dich wieder dauerhaft Ruhe einkehrt. Namensänderung ist eine heftige Maßnahme, aber es gibt ja auch einen guten Grund dafür.

Ich verstehe sehr gut, dass Du keinen Kontakt zu Deiner Mutter willst, und Du hast auf jeden Fall ein Recht darauf, selbst zu bestimmen, ob und wann Du mit Deiner Familie Kontakt haben willst. Lass Dir bitte keinesfalls ein schlechtes Gewissen einreden, der Satz "aber es ist doch Deine Mutter!" ist BULLSHIT. Ja, ist sie, aber hat das bitte groß zu sagen angesichts des Vorgefallenen?
Sie ist ein Mensch, das stimmt. Du auch! Sie ist krank. Schlimm genug.
Das hat sie sich nicht ausgesucht. Du hast Dir auch nicht ausgesucht, ihre Tochter zu sein und das Ziel ihrer Nachstellerei zu werden. Du hast ein Recht auf DEIN LEBEN, so wie Du es leben willst. Und Du darfst sie daraus komplett ausschließen.
Das wirst Du wissen, aber vielleicht ist es ja gut, diese Sicht von anderen hin und wieder bestätigt zu bekommen.

Also: Dir alles Gute für die nächste Zeit.

Gruß
vom Stechinsekt



Piranjade hat gesagt…

Woah! Das ging ja Schlag auf Schlag! Ich wünsche dir ganz viel Glück in der neuen Stadt und hoffe, dass du uns trotz allem weiter aus deinem Leben berichtest.

Anne hat gesagt…

Die Situation mit deiner Mutter ist echt krass, ich hoffe du kommst schleunigst da raus! Solche Einschränkungen musst (und solltest) du nicht in Kauf nehmen.

Dass der Professor sich die Zeit nimmt, dir diese Möglichkeit zu vermitteln, finde ich total klasse! Muss ein toller Mensch sein. Die Psychologin klingt auch total cool! Ich bin echt beeindruckt, was sie da alles in so kurzer Zeit geklärt hat! (Marie und ihre Eltern sind eh die Besten, aber das ist ja nichts Neues.)

Insgesamt klingt das für mich nach einer echt sinnvollen Lösung, die gut für dich ist.

Nachnamensänderung und Opferschutz ist für mich die logische Konsequenz, wenn du soweit gehst, mitten im Semester die Uni zu wechseln und in eine andere Stadt zu ziehen. So ist auch sicher, dass deine Mutter keine Chance hat, da was mitzukriegen, wenn zufällig jemand über die Frau Stinkesocke redet.
Für mich stände noch die Frage im Raum, welchen Nachnamen du nimmst. Aber da kann dich bestimmt jemand mit Ahnung von Opferschutz kompetent beraten.

Ich wünsche dir alles Gute und dass du die für dich richtige Entscheidung triffst (egal ob nun die hier genannten Optionen oder doch eine ganz andere Uni, Stadt, etc)!

Annike hat gesagt…

Der Wahnsinn, ich bin noch in Schockstarre ^^
Du hast so ein Riesen Glück mit deinen Freunden ich bin einfach sprachlos.
Meinen Respekt hast du auf jeden fall und ich Wünsche dir wirklich von Herzen alles Glück der Welt!

Edelnickel hat gesagt…

Wow, mir bleibt die Spucke weg.
Natürlich ist das alles sehr krass und sehr schnell. Ich kann gut verstehen, dass du jetzt baff bist und dich ordnen musst.
Andererseits freut es mich, dass dir so schnell und gut geholfen werden kann, etliche Hebel in Bewegung gesetzt werden für einen guten Zweck.

Bitte mach nicht den Fehler zu denken, dass du das gar nicht verdient hättest oder dass man sich für dich verbogen hätte. Es war ein kleiner Gefallen für eine junge Frau. So heftig wie dir das vorkommen mag war es vielleicht gar nicht für die einzelnen Personen. Teilweise ist das ja auch deren Job. Frag dich nicht, ob du das verdient hast, sondern freue dich drüber, dass es jetzt so kam. Es ist eine Chance und die kannst du nur nutzen - oder eben nicht.
(Aber wenn nicht wärst du ein bisschen doof, nech. ;) )

Liebe Grüße, alles Liebe und frohe Feiertage,
nickel

Tilo hat gesagt…

Wow!

Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg bei der ganzen Aktion.

Anonym hat gesagt…

Bitte sei vorsichtig und poste hier nichts mehr betreffend Deines Umzuges.

alles Gute

Andreas

Anonym hat gesagt…

Wow, du hast mal wieder verdammt wertvolle Tipps erhalten, die es dir so sicher ermöglichen werden, gut weiter zu machen. Andere haben dieses Glück nicht, aber du wirst es sicher zu schätzen wissen.

Ich wünsche dir alles Gute!

Anonym hat gesagt…

Und was ist, wenn deine Mutter die neue Wohnung über Maries Namen ausfindig macht? :-/
Ich könnte mir vorstellen, dass es in dem Falle besser wäre, es würde über deinen neuen Namen laufen. Einen Bürgen brauchst du ja nicht, wenn ich den richtigen Eindruck von deinen Finanzen habe.

Anonym hat gesagt…

Viel Glück und gutes Ankommen im neuen Studienort, wenn es soweit ist. Ich drück dir fest die Daumen, dass sich die Situation dann entspannt.

Namensänderung und Sperrvermerk find ich angemessen. Ist vielleicht auch nochmal ne Chance, sich von der biologischen Familie loszusagen..? Also auch namentlich nichts mehr miteinander zu tun zu haben, hat zumindest Symbolik.

Echt, alles Gute dir, Jule! Und schön, dass du so gute Kontakte hast knüpfen können und so unterstützt wirst.

ThorstenV hat gesagt…

Liebe Jule, ich wünsch dir natürlich, dass der Umzugs- und Namensänderungsversuch klappt, aber zur Sicherheit noch eine Bemerkung zur Haftfähigkeit.

Haftfähig heißt nicht, dass man im Gefängnis sitzen muss. Es gibt auch die Version, dass jemand zwar in Haft ist, aber in ein KH außerhalb der Anstalt verlegt wurde. Es erscheint von daher durchaus sinnvoll eine harte Linie zu fahren und jedesmal wieder die Polizei zu rufen und Anzeige zu erstatten. Dies müsste, da ja kein Geld vorhanden ist regelmäßig zur Verurteilung zu einer Ersatzfreiheitsstrafe führen. So kann der StA jedesmal wieder neu entscheiden, ob nicht doch Haftfähigkeit (im obigen Sinne) gegeben sein kann.

Kurz und frech formuliert: Du kannst durch konsequentes vorgehen deine Problem, da Du ja reichlich davon hast, großzügig ein wenig mit Polizei, StA und Gerichten teilen. Wenn dann die auch durch die ständige Befassung inkommodierten sind und die unvollstreckbaren Freiheitsstrafen sich türmen, steigert das sehr die Kreativität bei der Entwicklung von pragmatischen rechtlichen Lösungen.

Anonym hat gesagt…

Dann... stell ich dir mal ein paar virtuelle Ordner hin, dass das Ordnen besser klappt.

(und hier gibts keine medizinische Fakultät, hier willst du also gar nicht hin ;))

*Daumen drück*'

Arno

Alice hat gesagt…

Wow! Was für krasse Neuigkeiten! Abgesehen von den schwierigen Menschen um dich herum, gratuliere ich dir noch mal ganz herzlich zu den vielen wunderbaren Menschen, die in dein Leben getreten sind. Alles, alles Gute weiterhin. Ohren steif halten :)

Talia hat gesagt…

Krass trifft es wohl am genauesten...

Ich wünsche Dir so sehr daß das klappt wie ihr euch das vorstellt und endlich wieder Ruhe einkehrt in dein Leben.
Sind sicher drastische Maßnahmen aber wenn es hilft.
Mit deiner neuen Bekanntschaft da hast du ja scheinbar nen echten Glücksgriff gelandet!

Ach ja: lass den Magneten in Hamburg - vll. bleiben die Idioten dort oben an ihm kleben?

Anonym hat gesagt…

"Boa, krass, ich würde durchdrehen!"

Dazu fällt mir eigentlich nur eins ein:
Ich wünsche dir (unbekannterweise), dass du die richtigen Entscheidungen triffst und ganz viel Glück für die Zeit, die danach folgen wird!
Ich drücke dir ganz stark die Daumen, dass der Anteil an Mist, der dich in letzter Zeit ja zu verfolgen scheint, ab sofort ganz schnell abnimmt.

Annitzky hat gesagt…

Hallo Jule,

ich bin seit dem Eintrag "Plötzlich Glibber", der beim Bildblog verlinkt wurde, sämtliche deiner Beiträge gelesen. Ich bin sehr beeindruckt, was du bisher geschafft hast und wie entschlossen und mutig du deinen Weg gehst.
Das Verhalten und die Aktionen deiner Eltern sind ja vom ersten Beitrag an zu verfolgen, aber dass es tatsächlich einmal so extrem werden würde, dass du sogar deinen Namen ändern musst, hätte ich nicht gedacht. Und durch Stalking seitens meiner Eltern und nun endlich erwirktes Kontaktverbot zu ihren Enkeln, also meinen Kindern, bin ich auch nicht gerade unbedarft. Aber das, was du gerade durchmachst, ist schlicht und einfach unfassbar und liest sich wie ein Krimi.
Ich wünsche dir in deinem Exil alles Gute, endlich etwas Ruhe und trotzdem maximale Erfolge in deinem Studium! Du hast ein paar liebe Menschen an deiner Seite, immerhin, das ist Gold wert und ersetzt die doofe Verwandtschaft.

Alles Liebe

Anna

PS: Frohe Ostern!

Anonym hat gesagt…

Bei allem Respekt für Deine Entscheidung und mit viel Hoffnung, dass für Dich alles gut ausgeht - ich verstehe einfach nicht, warum Du das öffentlich machst. Du kannst doch davon ausgehen, dass Deine Mutter Dein Blog liest, oder? Welchen Sinn hat, es ihr so leicht zu machen? Sie weiß ja nun, dass Du in "den Süden" ziehst (warum überhaupt die Angabe zur Lage?), und wenn sie weiß, dass Du Deinen Namen ändern willst, wird sie ja vermutlich versuchen, was rauszufinden. Wer so viel gestörte Energie hat, wie Deine Mutter, wird dann vermutlich auch in der Lage sein, süddeutsche Kleinstädte mit Unis mit medizinischen Fakultäten abzuklappern. So viele sind es ja nicht.
Warum so viel öffentliche Infos?

Alles Gute Dir.

Anja

Brilo hat gesagt…

Whow! Das ist wirklich viel auf einmal.
Aber die Situation in Hamburg ist unhaltbar. Da hilft vermutlich nur ein klarer Schnitt.
Schön ist, wenn Marie mitkommen kann, dann hast du jemanden an deiner Seite, auf den du dich verlassen kannst.
Ich wünsche dir viel Kraft und Energie. Du packst das!

Lexis hat gesagt…

Hallo Jule,
beim Lesen Deines Eintrages habe ich mich sehr gefreut, dass sich für Dich so schnell einen Ausweg aufgetan hat.
Ich empfinde es durchaus als Sinnvoll den Namen zu ändern, in Verbindung mit dem Umzug kannst Du damit viel erreichen. Diejenigen denen Du wichtig bist, werden sich sehr schnell an den neuen gewöhnen. Vielleicht findest Du ja einen der typisch hamburgisch/norddeutsch ist und Du damit Dein geliebtes Hamburg mit Dir trägst.

Ich wünsche Dir alles Gute!

Herzliche Grüße
Lexis

Jo hat gesagt…

Eins muss man dir lassen - egal wie hoch der Abgrund ist, du hast irgendwie immer das Glück, auf den Füßen zu fallen. Ich halte dir die Daumen, dass alles klappt! :)

Anonym hat gesagt…

Ich würde dir auf jeden Fall raten, den Namen zu ändern. Ich wußte nicht, daß es so "leicht" ist. Du kannst dann einen nehmen, den es sehr häufig gibt (z.B. Müller oder Schmidt). Google einfach mal nach dem häufigsten Nachnamen in Deutschland und den nimmst du dann. Es gibt wahrscheinlich hunderte Julia Schmidt in Deuschtland. Selbst wenn dein Name dann mal irgendwo auftaucht, ist es immer noch sehr schwer, dich auch wirklich zu finden. Hast du vielleicht noch einen zweiten Vornamen? Dann könntest du den als Rufnamen nehmen. Aus Julia G. wird dann z.B. Katrin Schmidt. Das muß man dann erstmal finden.

Banane hat gesagt…

Hi Jule,

ich bin nach wie vor einfach nur entsetzt darüber, dass es angeblich unmöglich ist, etwas effektives dagegen zu unternehmen, dass diese Frau nicht nur dich, sondern auch all deine Mitbewohner, usw. so massiv terrorisiert.
Muss diese Frau tatsächlich erst mal eure Bude anzünden und damit das Leben vieler unschuldiger Personen gefährden (was ich ihr durchaus zutrauen würde), bevor es Möglichkeiten gibt, ihrem Treiben ein Ende zu setzen?

So etwas kann und darf in einem Staat nicht geben, der auch nur so etwas ähnliches, wie ein Rechtsstaat sein will!

Es ist ja nett, dass es die Möglichkeit gibt, mit einem rießigen Brimborium (Umzug, Namensänderung, usw.), die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass du nicht mehr, oder zumindest nicht mehr so schnell von dieser Frau gefunden wirst. Und es ist super, dass es Leute gibt, die alle verfügbaren Hebel in Bewegung setzen, um dir zu helfen, wenn unser Staat schon auf ganzer Linie versagt.
Es ist sicherlich keine Schande, wenn du all diese Angebote und Möglichkeiten dankend annimmst. - Du hast es verdient!
Wenn es irgendeine Möglichkeit gäbe, wie ich dir helfen könnte, würde ich jedenfalls genau wie Marie und ihre Eltern, der weltberühmte Herr Professor, oder die Uni-Psychologin alles tun, was ich irgendwie tun kann.

Aber ich frage mich doch auch, was aus deinem bisherigen Hamburger Umfeld wird.
Diese Frau weiß, wo du bisher gewohnt hast, sie weiß, in welchem Verein du Sport getrieben hast, usw. und sie wird sicherlich nicht so schnell damit aufhören, all diese Leute zu terrorisieren, um irgendwie herauszufinden, wo sie dich finden kann, um dich weiter terrorisieren zu können.
Das heißt nichts anderes, als dass all diese Leute weiterhin unter dieser Frau leiden müssen, weil es wohl keine Möglichkeit gibt, sie irgendwie effektiv in die Schranken zu weisen.

Und was wird aus deinem Kontakt mit deinem bisherigen Hamburger Umfeld?
Wenn du deine Sicherheit ein wenig erhöhen möchtest, darf ja eigentlich niemand von diesen Leuten irgendwas über dein neues Leben erfahren.
Sonst wird diese Frau irgendwann jemanden finden, den sie durch ständigen Terror so weichkochen kann, dass er ihr Informationen über dein neues Leben gibt, um endlich weider seine Ruhe zu bekommen.

Ich überlege mir angesichts dieser haarsträubenden Geschichte jedenfalls mal wieder, ob Deutschland tatsächlich der Staat ist, in dem ich noch lange leben möchte...

Nach diesem langen Beitrag bleibt mir nicht mehr übrig, als dir ganz viel Kraft zu wünschen und zu hoffen, dass dein Abstecher an die andere Uni der richtige Weg für dich ist.

Kopfschüttelnde Grüße,
Banane

Vorleserin95 hat gesagt…

Hallo Jule,
bisher hab ich immer nur still mitgelesen, aber ich drücke dir ganz dolle die Daumen, dass durch die Namensänderung und die Unterstützung von Uni, Maries Familie und Staat deine Mutter deine Spur verliert. Außerdem wünsche ich dir an der neuen Uni alles Gute und hoffe, dass du sowohl vom Unterrichtsstoff, als auch von den sozialen Kontakten schnell Anschluss findest.
Die Psychologin ist ja supersympathisch und ich hoffe, dass du auch für deine Physiotherapie u.Ä. dort gute Praxen findest und mit deinem Sport weiter machen kannst :)
LG Vorleserin95

Max Muster hat gesagt…

Hallo Jule,
wen ich deinen letzten Post so lese läuft es mir eiskalt den rücken runter.
Das deine Mutter derart deine Mittbewohner belästigt und die Polizei nichts dagegen machen kann ist schon der Hammer.
Bis zu dem aktuellen Post wollte ich dir eigentlich raten das Problem auszusitzen und in Hamburg zu bleiben. Da du ja dort deine ganzen Sozialen Kontakte hast und auch die wichtigsten Ärzte etc (Maries Mutter und euren Pflegedienst) griffbereit hast.
Nach dem Neusten Text finde ich es sinnvoll das du in den sauren Apfel beißt und erst mal Abstand gewinnst.

So wie du deine Erstbegegnung an der neuen Uni beschreibst klingt das sehr vernünftig und ich drücke dir alle Daumen das das mit dem Umzug klappt und du dich dan dort schnell ein Leben kannst.

du solltest aber meim abbrechen deiner Zelte nicht vergessen einige deiner Freunde über dein neue adresse zu informieren , allerdings das nur auf die wichtigsten beschränken
Wichtrig wäre auch das du versuchst herauszubekommen wie dein Mutter dich aufspüren konnte so dass du den wiederholungsfall vermeiden kannst.
Ich befürchte nämlich das deine mutter rafinierter vorgegangen ist als du denkst.
Zum Sperren der Kreditkarten etc musste sie ja erstmal genau wissen bei welcher Bank du dein Konto führst und das ist ja eine Info die du wirklich nicht weitererzählt hast.
Sinnvoll ist auch das du wen du deine Namen ändern lässt das du dann auch nicht einfach das Konto änderst sondern ein neues Konto eröffnest.

Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Glück bei deinem Neuanfang.

Anonym hat gesagt…

Liebe Jule,

ich finde es furchtbar, dass ein Mensch von einem anderen dazu gezwungen werden kann, sein Leben so drastisch zu verändern - aber ich finde es berührend und wunderbar, dass es so viele Menschen gibt, die dich unterstützen. Das hast du verdient!

Es wird alles irgendwie gut werden, das glaube ich ganz bestimmt.

Anonym hat gesagt…

Liest sich nach: Machen!

Stephan Wilden hat gesagt…

Mein lieber Schwan,
da ist aber ordentlich was in Bewegung. Ich finde deinen Mut und deine Entschlossenheit toll, was aber wohl auch anders nicht zu machen ist.
Die Sache mit der Namensänderung finde ich krass, halte das aber für notwendig. Ist ja auch anscheinend nur der Nachname, den kann man ja auch im Namen einer Hochzeit ändern.
Du gehst ja davon aus, dass deine Mutter hier mitlesen könnte, für diesen Fall kannst du den Namen der Stadt/Region hier nie nennen. Ich hoffe, dass du dann nach zwei bis vier Semestern wieder zurück nach Hamburg kannst. Ich drücke dir die Daumen.
Von Hilfsangeboten für den Umzug nehme ich Abstand.

Bloggergramm hat gesagt…

Das klingt doch mal gut. Hab beim "Fremde Luft" Posting nicht kommentiert, aber ich denke auch, das eine Namensänderung der einzige Weg ist.
Vor allem wegen deinem Immobilienplan. Weil wenn du den Namen behälst, dann wirst du wohl leider auch im eigenen Haus keine Ruhe haben.
Klingt vielleicht doof, aber lies dir mal die Verhaltensrichtlinien für Teilnehmer eines Zeugenschutzprogrammes durch, da dürfte einiges dabei sein, was du auch beherzigen solltest. Um nicht ausversehen wieder Spuren zur neuen "Identität" preis zu geben.

Ich könnte dir auch Hilfe beim Umzug anbieten (Transporter, etc), werde ich aber nicht machen, da ich weiß, das du (aus verständlichen Gründen!) nicht darauf eingehen wirst. Und vermutlich sowieso mehr als genug Hilfe. ;-)

Mal was ganz anderes, erreiche ich "Frank" eigentlich über euren Verein? Momentan schwebt mir nämlich ein Projekt vor, das ähnlich zu deinen Plänen auf Erwins Acker ist... Und da er sich schon mal mit sowas beschäftigt hat...

Chrissy hat gesagt…

Da krieg ich echt Pipi in die Augen...

Ich kann mir nicht vorstellen/nachvollziehen, wie es dir im Moment geht, denn ich war noch nie in "so einer Situation".

Aber eines kann ich machen: Dir von ganzem Herzen viel Kraft wünschen!! Auch hoffe ich für dich, dass du nach dieser aufwühlenden Zeit Ruhe findest und ungestört (!) deinem Studium und deinen Hobbies nachgehen kannst.
Einfach wieder "leben", das wünsche ich dir!

Anonym hat gesagt…

Hallo Jule,
ich lese schon seit mehreren Jahren still deinen Blog mit.
Ich wünsche Dir auf diesem Weg viel Kraft!
Liebe Grüße
Marie

Anonym hat gesagt…

@Hanni: Wenn sie sich von ihrer Mutter abgrenzt ist das notwendiger Selbstschutz. Sie lehnt doch nicht einen Teil von sich ab, im Gegenteil, sie steht dann zu sich selbst.

FiAsKo hat gesagt…

Moin moin!

Ich hätte da noch eine 'freche' Idee:

Wäre es möglich, daß in ein - zwei ANDEREN Uni's Dein realer Name in irgendwelchen öffentlich findbaren Listen auftaucht?
Diese Uni's sollten alerdings keine Ahnung haben, wo Du tatsächlich studierst, allenfalls an 'Deinen' Professor melden, wenn sich jemand nach Dir erkundigt....

Anonym hat gesagt…

Kopf hoch, Jule!
Wer weiß, wozu's gut ist. Vielleicht triffst du in der neuen Unistadt endlich deinen Mister Right, den du ohne den Terror deiner Mutter nie kennengelernt hättest.

Anonym hat gesagt…

Liebe Jule, ich lese hier schon lange still mit und liebe deine Art zu schreiben.
Es ist unglaublich, was psychische Erkrankungen mit einem Menschen machen.
Ich kann nicht sagen, was der richtige Weg für dich ist, aber aus deinen sehr differenzierten Beiträgen entnehme ich, dass du mit Hilfe deiner Freunde eine gute Lösung finden werdet.
Und genau das wünsche ich mir auch für dich, eine gute Lösung, die sich vielleicht sogar am Ende als "wie gut, dass ich damals x oder y gemacht habe" erweist. Ich bin mir sehr sicher, dass du deinen Weg im Leben finden wirst.
Liebe Grüße, Elke

Laura hat gesagt…

Jule, du bist klasse. So wie du für dich selbst einstehst und Dinge regelst, einfach super. Auch großes Lob an die Menschen in deinem Umfeld, die dich so unterstützen, sowas kann sich jeder nur wünschen. Alles Gute!

windgetrieben hat gesagt…

Ich wünsch Dir viel Glück und alles Gute!

ednong hat gesagt…

Wow. Mir bleibt die Spucke weg.
Viel Erfolg.

Anonym hat gesagt…

@Anja: Da ausgehend von Hamburg ja fast alles in D "im Süden" liegt, finde ich die Bezeichnung jetzt nicht so gefährlich ;-)

@Jule: echt harter Tobak, die ganze Geschichte. Umzug und Namensänderung/Sperrvermerke und Auskunftsverbot in sämtlichen Registern sind schon heftig, allerdings sehe ich das Problem am ehesten noch darin, dass man künftig jede Äußerung (nicht nur im Blog) dreimal überlegen (und auf die der Angetrauten Acht geben) muss. Am besten wäre es, wie ich fürchte, den Blog einzustellen. Ein "Heute war ich mit Freundinnen in Kneipe xy" kommt schnell mal über die Lippen und das kann dann schon zum Verhängnis werden. Einen Neuanfang des Blogs würden hier sicher alle sehr begrüßen, fraglich ist, wie das kommuniziert werden soll; eine öffentliche Ankündigung für alle Seitenbesucher geht ja nu schlecht...

Edit:
Wie auch schon jmd hier erwähnt hat:
Konsequenterweise müsste dann wohl auch Marie ihren Namen ändern lassen, wenn ihr zusammen studiert bzw. wohnt. Wie ich schätze, habt ihr einem so enges und langjähriges Verhältnis zuinander, dass Maries Existenz mit den erforderlichen Details deiner Mutter bestimmt nicht verborgen geblieben sein dürfte...

Sry, dass ich gleich ein bisschen mit paranoid geworden bin, die ganze Geschichte hat schon den emotionalen Effekt eines fesselnden und mitnehmenden Krimis.

Auf jeden Fall Daumen hoch, dass die Orga so schnell und unkompliziert verlaufen ist, wahrlich keine Selbstverständlichkeit, v.a. die behördlichen Sachen betreffend.
Hoffe, dass du dich gut einlebst und wieder in einen tollen Freundeskreis gerätst.

Ahoi