Montag, 11. August 2014

Auto II ist endlich da

Lange genug hat es jawohl gedauert. Endlich ist es da, mein Auto. Das größere von den beiden. Das, mit dem ich endlich wieder selbständig meinen Sport machen kann. Also auch an Wettkämpfen teilnehmen. Ohne dabei jemanden fragen zu müssen, ob er mein Equipment zum Wettkampfort transportiert. Und ich kann bei Bedarf sowohl in Hamburg als auch an meinem aktuellen Studienort trainieren. Und ich kann außerhalb meiner vier Wände übernachten, ohne Zelte aufbauen oder Unterkünfte buchen zu müssen. Hinter die 2. Sitzreihe passt locker eine 140 x 200 cm große Matratze. In der Breite muss ich sie zwischen den Rädern etwas quetschen (pro Seite fehlen ungefähr 6 cm), aber dafür rollt auch niemand seitlich runter. Nach oben kann ich normal auf der Matratze sitzen und muss die Arme nach oben ausstrecken, um ans Dach zu kommen.

Bisher bin ich sehr zufrieden, Motor und Getriebe erlauben ein sehr entspanntes Fahren. Außer von den Maßen unterscheidet sich das Handling nicht wesentlich vom Golf. Lediglich etwas träger ist die Obstkiste. Und schluckt mehr als das Doppelte: Während der Golf selbst im Stadtverkehr mit Klimaanlage nicht auf 4 Liter Diesel kommt, säuft der Große mindestens acht. Beschleunigen und überholen ist vernünftig möglich, auf 160 km/h schafft es der Motor mühelos, danach nimmt die Kraft spürbar ab. Laut Papiere soll er auf 191 km/h Spitzengeschwindigkeit kommen, das habe ich aber bisher nicht ausgetestet und das muss als Reisegeschwindigkeit auch nicht unbedingt sein.

Nun will ich mir mal wünschen, dass ich mit diesem Auto länger Freude habe. Der Golf geht jetzt erstmal wieder in die Werkstatt: Eine Lüftungsdüse knackt und knistert ständig, die Heckklappe klappert während der Fahrt und muss ständig mit übermäßigem Schwung zugeworfen werden, damit sie richtig einrastet, und seit wenigen Kilometern macht die Servolenkung Theater: Wenn das Lenkrad genau gerade steht und das Fahrzeug mit laufendem Motor auf dem Parkplatz steht, bewegt sich das Lenkrad im Sekundentakt wie von Geisterhand um ein bis zwei Zentimeter hin und her. Dreht sich also abwechselnd jeweils ein bis zwei Zentimeter nach links und nach rechts. Fortlaufend. Stellt man jetzt den Motor ab, geht das Spielchen noch etwa 10 Sekunden weiter, dabei gibt es dann allerdings noch irgendein dumpfes Geräusch dazu, das sich anhört, als wenn von unten jemand gegen ein Metallteil klopft. Die Werkstatt weiß bereits, was es ist. Außerdem wird das komplette Handbediengerät ausgetauscht, da es trotz drei Reparaturen noch immer im Leerlauf oder bei eingeschaltetem Tempomat (also in Nullstellung) vor sich hin vibriert und dabei laut scheppert. Es wird also nie langweilig.

Kommentare :

Blogolade hat gesagt…

Oh weia, immernoch so viel Ärger mit dem Golf? Na wenigstens hast du jetzt den Großen zum Ersatz.

Viel Freude damit, jahrelang wenns geht.

ednong hat gesagt…

Oh man,
dieser Golf ist ja anscheinend eine Never-Ending-Story. Und keine Empfehlung für den Hersteller.

Anonym hat gesagt…

Der Golf soll ein Neuwagen sein? So zickig ist ja nichtmal mein 23 Jahre altes französisches Schätzchen. Und das wurde zu 100% von Ingenieuren im Rotwein-induzierten Delirium geplant.

OK, das Rappeln überhört man, denn nach 20 Jahren ist der Kunststoff im Innenraum ziemlich fertig mit der Welt. C'est la vie. Aber der Rest geht nicht. Nicht in einem 20 Jahre altem Franzosen, und erst recht nicht in einem Neuwagen "Made in Germany".

Tux2000

Philipp hat gesagt…

Mann mann mann was ist denn da nur mit dem Golf los!

Ich hoffe dass du mit dem neuen Auto mehr Glück hast.

Grüße aus Dresden

Philipp