Mittwoch, 3. Dezember 2014

Nicht der Richtige

Er ist nicht der Richtige. Das muss ich leider so zusammenfassen und der Kennenlernphase ein Ende setzen. Wenn es jemand über zwei Monate nicht über sein Herz bringt, sich klar zu positionieren, ist das zwar ein gangbarer Weg, aber keiner, den ich mitgehen möchte. Es ist gar nicht so sehr das Verhältnis zu seiner Mutter, das ausschlaggebend war, sondern der dahinter stehende Ansatz, Entscheidungen aus dem Weg zu gehen. Klar, es kann mitunter sehr reizvoll sein, einen eher zurückhaltenden bis devoten Partner zu haben. Was mich aber nervt, ist, wenn die Unterwürfigkeit so weit geht, dass die eigene Meinung selbst bei den wichtigsten Entscheidungen nicht mehr erkennbar wird.

Ich kann ja verstehen, dass jemand mit seiner Mutter nicht über alles reden möchte. Auch dann, wenn man (noch) bei seiner Mutter wohnt. Aber ich erwarte von jedem Menschen, der älter als 14 ist, dass er sich einen Umgang aneignet, mit dem sowohl Mutter als auch Sohn leben können. Wenn ein Sohn seine Autonomie völlig aufgibt, um jedem Problem vor seiner Entstehung bereits aus dem Weg gegangen zu sein, ist es für die außerfamiliäre Umwelt einfach zu schwierig, einen adäquaten Zugang zu diesem Mutter-Sohn-System zu bekommen.

Seine abschließende Reaktion, es sei nicht so schlimm, er könne damit leben, wenn wir hin und wieder mal gemeinsam ein Schnitzel essen würden, mag einen großen Schmerz überspielt haben, mag aber auch von der auf mich befremdlich wirkenden Gleichgültigkeit durchsetzt sein. Ich hätte mir eben schon etwas vorstellen können, nur hat es leider - mal wieder - nicht gepasst. Schwierig das.

Kommentare :

Philipp hat gesagt…

Oh jeh, das tut mir leid.

Ich hoffe das Ihr eine Basis findet auf der Ihr trotzdem noch Kontakt halten könnt.

Grüße aus Kaiserslautern

Philipp

thorstenv hat gesagt…

Ganz klar wird mir aus deinem Beitrag nicht, woran es nun gefehlt hat. Möglicherweise kannst oder willst Du das ja hier auch nicht öffentlich genauer erklären. Aber wenn ich eins aus diesem Blog gelernt habe, dann ist es: Jule trifft meistens die richtigen Entscheidungen. Insofern: schade aber hat wohl müssen sein. Auf zu neuen Ufern!

Anonym hat gesagt…

naja, hätt ich dir gleich sagen können, dass das nichts wird mit dem jörn. schien mir doch ne rechte schlafnase zu sein :) wenn auch ne hilfsbereite schlafnase

Chrissy hat gesagt…

Na, wenigstens hattest du den Arsch in der Hose, das Ganze mal anzusprechen. Und, das ist meine Meinung, ist immer der Richtige Weg.
Für dich hats nicht gepasst. Die genauen Gründe hierfür weißt nur du.
Und, hey, eine tolle Frau braucht einen tollen Mann an ihrer Seite! :-) (und keine Schnachnase, bestimmte Neigungen hin oder her). Und das Wörtchen "toll" ist auslegungsbedürftig...