Sonntag, 19. August 2018

Unterste Schublade

An Verbesserungen gewöhnt sich der Mensch sehr schnell. Auch Stinkesocken gewöhnen sich sehr schnell an Verbesserungen. Und nehmen sie irgendwann vielleicht sogar als selbstverständlich hin. Zum Beispiel, wenn man zum Autofahren nicht mehr mit einem Schlüssel hantieren muss. Als Rollstuhlfahrerin bin ich mit beiden Händen stets beschäftigt, da ist es eine enorme Erleichterung, wenn ich keinen Schlüssel in die Hand nehmen muss, um ins Auto einzusteigen. Auch wenn mein allererstes Auto nicht mal eine Funk-Fernbedienung hatte, sondern ich noch mit dem Schlüssel im Türschloss herumfummeln musste und mich irgendwann gewundert habe, dass mein Schlüssel auch beim Auto nebenan passt, möchte ich den technischen Fortschritt nicht missen.

Ich gewöhne mich auch daran, dass unsere Gesellschaft mehr und mehr verarbeitet, dass Menschen mit Behinderungen am Leben teilnehmen. Sehr viele im positiven Sinne. Sie nehmen es wahr, schauen vielleicht mal, fragen mitunter, sind unbeholfen ... alles kein Problem. Okay, wenn ich am selben Tag zum zwanzigsten Mal gefragt werde, ob ich Hilfe brauche, kann es nerven, aber immerhin fasst mich inzwischen fast niemand mehr einfach so an. Das war vor Jahren noch anders.

Manche Menschen haben aber bekanntlich große Probleme. Zu denen rechne ich auch einen jungen Mann, den ich gestern beim Einkaufen beobachtet habe. Normalerweise blende ich wegen der nach wie vor vorhandenen Gafferei sehr viel um mich herum aus. Manchmal bekomme ich in einer Fußgängerzone gar nicht mit, dass jemand an mir vorbeiläuft, den ich kenne. Wenn ich jemanden beobachte, hat das meistens einen sehr guten Grund. In diesem Fall war es ein sehr schlechter: Der Mann erlaubte sich einen Spaß damit, Einkaufswagen, die Menschen am Rand des Gangs geparkt hatten, ganz subtil in die Gangmitte zu ziehen, ebenso Rollcontainer und einen Pappkarton. Im ersten Moment dachte ich, er erlaubt sich einen Scherz auf Kosten eines Bekannten, der mit ihm einkauft und beim Suchen erstmal aufräumen muss.

Ein eher dämlicher Scherz, weil alle anderen Leute ja auch betroffen sind. Mein Lieblings-Scherz beim Einkaufen ist es, irgendwelche Waren, die man auf keinen Fall haben möchte, unbemerkt im gemeinsamen Einkaufswagen zu platzieren. Das funktioniert natürlich nur einmal im Jahr, aber es funktioniert. Kondome, weiße Schlüpfer in Größe 62, billigsten Schnaps in der Literflasche, eine Fünf-Kilo-Box Gummitiere, zwei Dosen Bier der Hausmarke, Inkontinenzhöschen, Fertiggerichte aus der Dose oder einen 12er Karton Scheuermilch. Zuletzt habe ich Maries Mama geprankt und, während sie an der Kühltheke war, vier Zweiliter-Pakete billigsten Wein in den Wagen gestellt. Und dann ganz leidenschaftlich nach den richtigen Tampons gesucht. In den ersten zehn Sekunden war sie sich nicht sicher, ob sie den richtigen Wagen erwischt hat, dann fragte sie ihren Mann: "Brauchst du günstiges Frostschutzmittel oder warum hast du diese Sterbehilfe hier reingestellt?" - Ohne eine Miene zu verziehen, nahm er die vier Packungen und stellte sie in den Wagen, der herrenlos direkt daneben stand, und sagte: "Der hat sich im Wagen geirrt."

Jetzt musste ich nur noch hoffen, dass dieser Mensch nicht vor uns an der Kasse steht und dann erstmal der Marktleiter mit dem Stornoschlüssel aus dem Lager gerufen werden musste. Die ältere Dame, zu der der Wagen gehörte, runzelte eine Zeitlang die Stirn, ich hätte zu gerne ihre Gedanken gelesen. Dann packte sie den Wein zurück in unseren Wagen. Ich konnte den Drang, lachen zu müssen, kaum noch unterdrücken. Die Dame ging weiter, Maries Mutter kam zurück und sah den Wein schon wieder in ihrem Wagen liegen. Sie murmelte etwas mit "volltrunken", bevor sie den Wein wieder in das Regal zurückstellte, wo ich ihn hergeholt hatte.

Die gestrige Aktion des jungen Mannes richtete sich scheinbar gegen eine junge Frau, die hinter ihm lief und einen weißen Taststock in der Hand hielt. Sie musste sich ständig neu orientieren und das ganze Gerümpel zur Seite schieben, das der Typ vor ihr in den Gang geräumt hatte. Ich wollte nur noch herausfinden, ob die beiden vielleicht zusammen gehörten. Eine Neckerei? Ein Test, eine Prüfung? Aber danach sah es nicht aus. Bevor ich mich einmischen konnte, und ich hätte mich eingemischt, sprach ihn ein Mitarbeiter an. Ich konnte nicht hören, was er sagte, er redete jedenfalls auf den Typen ein, während er die Unordnung in seinem Laden wieder beseitigte. Für mich sah es so aus, als hätte der Spinner das direkt auf die offensichtlich sehbehinderte junge Frau abgesehen. Würde ich ihn damit konfrontieren, würde er vermutlich behaupten, dass er das nicht gesehen hätte.

Unsere Wege trennten sich. An der Kasse stand die junge Frau mit dem weißen Taststock plötzlich wieder vor mir. Von dem blöden Typen, der die Einkaufswagen in den Weg geräumt hatte, war nichts mehr zu sehen, dafür sprach sie jetzt die Kassiererin an: "Hallo, ich sehe Sie oft im Bus." - Häh? Soll sie jetzt antworten: 'Fein, ich Sie nicht.' Oder vielleicht: 'Ich fahre lieber Bus, weil ich mein Auto immer überall gegen lenke.' - Nein, sie antwortete: "Oh ja, ich fahre oft mit dem Bus Nummer ..."

Die junge Frau packte ihren Einkauf in ihren Rucksack und wollte mit Karte zahlen. Das ging alles ohne Probleme, und wenn ich nicht vorher ihren weißen Stock gesehen hätte, hätte ich von hinten nicht bemerkt, dass sie eine Sehbehinderung hat. Als sie alles im Rucksack hatte, faltete sie ihren Stock wieder auseinander und ging davon. Ich guckte die Kassiererin an, die glotzte dieser jungen Frau gefühlt endlos hinterher, wie sie zielstrebig direkt auf die Ausgangstür zuging, dann aber stehen blieb und einer Frau mit Kinderwagen auswich, die ihr entgegen kam.

Ich war kurz davor, die Kassiererin zu bitten, weiterzuarbeiten, da drehte sie sich zu mir um und murmelte: "Die ist mir schon immer suspekt gewesen. Haben Sie das gesehen? Sie ist der Frau ausgewichen, bevor sie Kontakt hatten. Bei dem Krach hier kann sie das nicht gehört haben, sondern nur gesehen."

What. The. Ich musste mich echt zusammenreißen. Ich antwortete: "Es ist ja nicht gesagt, dass sie gar nichts mehr sieht." - "Und warum hat sie dann einen Blindenstock?" - "Ich vermute, ihre Sehfähigkeit reicht nicht aus, um den Weg und alle Hindernisse rechtzeitig und zuverlässig zu erkennen. Und sie möchte ihre Umwelt sensibilisieren, dass sie nicht alles sieht." - "Wenn Sie mich fragen, ist das eine Betrügerin." - Ich holte tief Luft. Lohnte es sich? Ja. Ich antwortete: "Ich frage Sie aber nicht, und was Sie da behaupten, ist ungezogen, verachtend und respektlos. Sie sollten sich schämen." - "Was wissen Sie denn? Sie glauben gar nicht, was wir hier tagtäglich alles erleben." - "Nee, glaube ich Ihnen auch nicht. Wenn Sie jetzt vielleicht mal voran kommen könnten?!"

So eine blöde Schrippe. Ich hatte keinen Bock, mich noch über sie zu beschweren, dort rumzupetzen und in der Zwischenzeit wird mein Einkauf warm. Angesichts der Tatsache, dass viele Menschen inzwischen aufgeschlossener gegenüber Menschen mit Einschränkungen geworden sind, schmerzt so ein Vorfall gleich wieder doppelt. Diese Vorverurteilung, diese unberechtigte Kritik von Menschen, die die Situation überhaupt nicht beurteilen können, kotzt mich an. Ich muss es wirklich so deutlich sagen: Es kotzt mich an.

Das sind die gleichen Menschen, die beim Rollstuhlfahrer behaupten, er würde zu Unrecht Sozialleistungen kassieren, denn er habe gerade seinen Fuß bewegt. Ich kann nicht oft genug erwähnen, wie viele Menschen mit Behinderung arbeiten (möchten) und wie viele Rollstuhlfahrer ich kenne, die laufen können. Einige sogar so gut, dass man auf den ersten Blick nicht vermuten würde, dass sie einen Rollstuhl zu Hause haben. Und morgen vielleicht mit dem unterwegs sind, weil sie ihr Tagespensum nicht anders schaffen. Es steht niemandem zu, die Entscheidung, wann jemand ein Hilfsmittel einsetzt und wann nicht, zu kritisieren. Schon gar nicht vor Dritten in Abwesenheit. Das war und ist wirklich unterste Schublade.

Kommentare :

Hana Mond hat gesagt…

Ich schätze, es gibt noch ganz schön viele Menschen, die glauben, dass "blind" bedeutet, dass eine Person gar nichts sieht, "taub", dass eine Person gar nichts hört und "im Rollstuhl", dass eine Person komplett gelähmte Beine hat - da täte vielleicht etwas öffentliche Aufklärung wirklich not ...
Ich finde gut, dass du mit der Kassiererin gesprochen hast - auch wenn sie sich abwehrend verhalten hat, bleibt vielleicht etwas hängen von den Informationen (und evtl. haben andere mithörende Einkäufer auch noch etwas gelernt). Viele wehren ja erstmal ab, wenn sie korrigiert, kritisiert oder über einen Irrtum aufgeklärt werden, denken später im stillen Kämmerlein aber nochmal drüber nach - zu hoffen ist es!

FiAsKo_ hat gesagt…

Beim Thema 'Kinderwagen ausweichen' kann es durchaus auch gewesen sein, daß sie den Kinderwagen gerochen hat, oder eine der Babyrasseln gehört hat.
Man kann sich schwer vorstellen, was mit den verbleibenden Sinnen möglich ist, wenn die 70% Rechenleistung des Gehirns frei werden, die normalerweise durch die Augen genutzt werden.

Unknown hat gesagt…

Auch mittels Schall kann sich ein Blinder orientieren. Zusätzlich zum Blindenstab.

Wer mehr datu rauusfinden möchte googelt nach: blind sonar

Interessante Reportagen zu dieser Nacigationsmethode findet man u.a auch von SpiegelTV und einem TED Talk


Andere haben noch etwas Restsehkraft die ausreicht um Personen die einem entgegenkommen zu erkennen aber keiene Genauen Details bei weniger kontrastreichen Ungebungen. Evtl war daher die Person und Kinderwagen (dunkel) vor dem hellen Aussenlicht zu sehen.


Vielleicht kannst du die Kassiererin beim nächsten Mal „aufklären“ über die verschiedenen Möglichkeiten.


Bzw fordere doch die Kassiererin auf beim nächsten Mal wenn sie die Kunidn sieht im Laden oder im Bus soll sie sie direkt zu fragen wie sie den Kinderwagen erkannt hat. Ich denke dass sich dadurch viele Vorurteile lösen lassen.

Unknown hat gesagt…

Hallo Jule, meine Augen sehen auch noch rellativ normal aus, auch wenn ich nichts sehe. Kommentare wie ""Sie sehen doch bestimmt noch was.", weil ich irgendwas gehört habe und dann ausgewichen bin, durfte ich mir auch schon öfter anhören. Davon abgesehen kenne ich viele Leute mit einem Tunnelblick. Es kann also durchaus sein, das sie den Kinderwagen gesehen hat, weil er grad in ihrem Blickfeld war, allerdings ziemlich zielstrebig gegen den Pfeiler daneben gelaufen wäre, weil der halt ein paar Cm außerhalb ihres Gesichtsfelds lag. Ich finde es gut, das du mit der Verkäuferin gesprochen hast, vermute allerdings, das es wenig Sinn hat. Leute die so denken, kann man selten umstimmen. Da spare ich mir die Energie für Erklärungen lieber für Leute auf, die ernsthaft Interesse zeigen :-)

Sven Uhl hat gesagt…

wegen solchen Dingen zweifle ich oft daran ob man uns tatsächlich als Homo Sapiens bezeichnen sollte im wörtlichen Sinn.

oh man.
Ich selbst muss mich oft eher in meiner Neugier zurück halten,
am ehesten würde ich gerne wissen wie detailiert die Umwelt durch die jeweilige Person wahr genommen wird, mit ihren verbleibenden Sinnen.

Womöglich hat sie die Frau ja doch gehört oder über vibrationen des Fußboden wahrgenommen.

Anonym hat gesagt…

Ungezogen und unverschämt ist die Äußerung der Kassiererin ganz sicher.
Anmaßend obendrein.

Bei einer Sache muss ich ihr allerdings Recht geben: Was man als Mitarbeiter im Handel so alles erlebt, das würde man nicht glauben.
Wenns nicht der tägliche Wahnsinn wäre.

Petra Nixda hat gesagt…

Ich kann ein Liedchen davon singen.

Vor allem die Kämpfe mit Ämtern, Behörden, Krankenkassen. Derzeit wieder mit dem Rententräger. Meine Tochter ist nunmal Körperbehindert und auch Sehbehindert. Sie ist HTX und kann nicht lange gehen, hat wenig Kondition und leidet durch Koma und Maschinen am PRESS Syndrom.

Sie selbst versucht alles, damit sie selbstständig irgendwie lesen kann, macht auf Handy alles groß. Lernt derzeit im Berufsbildungswerk und schafft es immerhin, darum zu bitten, die Arbeitsblätter alle groß zu kopieren. Sie kennt sich in dem Ort noch nicht aus, wollte sich was aus der Apotheke holen und stand 5 Meter von dem Gebäude entfernt, hat aber nicht erkannt, dass in dem Haus die Apotheke ist. Verlaufen hat sie sich dann auch noch. Sie benötigt sehr viele Pausen und oft Begleitung. Auch wenn sie alles alleine versucht. Wenn sie dann aber mal nach Hilfe fragt, kommt solche Verständnislosigkeit, wie Du sie hier beschreibst.

Nun haben wir eine Reha beantragt, mit Begleitung. Reha ist genehmigt, ohne Begleitung in einem ganz anderen Rehazentrum. Was für Kämpfe. Ich habe da so oft keinen Bock mehr drauf. Meine Tochter aber ist oft genau so taff, wie Du. Ich bin mächtig stolz.

Petra Nixda hat gesagt…

Und Ps, auch meine Tochter hat einen Rollstuhl,aber keinen Querschnitt, möchte aber nun gerne eine Anschubhilfe haben, weil sie immer jemanden braucht, der sie schiebt. So wäre sie selbstständiger. Jedoch hat sie Hemmungen, weil wirklich oft die Umwelt sehr merkwürdig reagiert, wenn sie aus dem Rolli aufsteht. Als wir im Urlaub die Behindertendusche nutzten, weil sie nicht allein duscht, wegen Kreislauf, hat sie sich sogar extra langsam bewegt, damit jeder sieht, dass sie behindert ist. Was für eine Welt. Ich versuche, ihr immer zu erklären, dass niemand doof zu schauen oder zu fragen hat. Sie hat eine breite Narbe auf der Brust (war nach der HTX entzündet, daher hässlich), die sie nicht versteckt. Und das ist gut so.

ThorstenV hat gesagt…

Reaktion wieder 1A. Muss man eigentlich nicht erwähnen.
Genau wie bei den "FLÄÄCHTLINGEN, DIE UNS ÜBERFLUTEN, DIE ARBEIT WEGNÄHMEN UND VON UNSÄÄRÄÄR SOZIALHILFE LEBEN WOLLEN!!!1!!!" kann man auch hier die Unwissenheit der Masse in bare Münze verwandeln. Das beherrschen die evangelikalen Fundiprediger/-heiler ganz gut. Zum Beispiel Blinden, die noch eine Restsehkraft haben, auf der Bühne ein paar Finger vor die Augen zu halten und wenn sie sagen könne, wieviele das als Wunderheilung zu verkaufen. Oder Gehbehinderten ganz fürsorglich einen Rollstuhl anbieten, damit sie sich nicht so mühen müssen und sie dann auf der Bühne spektakular auffordern aufzustehen. https://en.wikipedia.org/wiki/The_Faith_Healers
Die Welt ist schlecht. Außer Jule.

Anonym hat gesagt…

Darf ich kurz kotzen? Ich bin blind. Schweinerei, was der eine gemacht hat. Es gibt so schon genug Hindernisse in Supermärkten. Da muss man nicht noch absichtlich für welche sorgen. Das Argument: "Hab ich nicht gesehen." hätte bei dem absolut nicht gezogen.
Ja, ich kenne viele sehbehinderte, die noch einen Sehrest haben, der aber so gering ist, dass sie einen Stock benutzen. Die sehen vielleicht noch hell dunkel oder große Umrisse. Oder einfach in der Dunkelheit nichts. Und oh ja, auch bei Lärm kann man Kinderwägen akkustisch mitbekommen, wenn sie auf einen zukommen. Diese Kassiererin kann sich das vielleicht einfach nicht vorstellen.

Danke, dass du solche Ereignisse aufschreibst und einer breiteren Masse zugänglich machst. Wenn sich auch nur einer in so einem Beitrag gespiegelt sieht und auf Grund dessen seine Haltung überdenkt ist uns eventuell schon geholfen.

Anonym hat gesagt…

Alles Liebe zum Geburtstag

Anonym hat gesagt…

Ich glaube viele Menschen können sich gar nicht vorstellen, wie geschärft die anderen Sinne werden/sind, wenn der Gesichtssinn fehlt.
Ich bin einmal von einer blinden Person angesprochen worden, als ich eine vielbefahrene Straße überquert habe - hupende Autos, Baulärm, Gespräche, plätschernder Springbrunnen in der Nähe, und er hörte mich mit meinen Gummisohlen trotzdem. Da war ich auch im ersten Moment echt überrascht.

Was solche Menschen betrifft, wie den Mann, der Sachen in den Weg schiebt - da frage ich mich echt, ob das normal ist. Im wahrsten Sinn, oder ob das schon eine psychische Störung vorliegt. Ich hatte mal einen Kollegen, bei dem ich eine narzisstische Persönlichkeitsstörung vermutete. Der hat auf alles und jeden, den er als schwächer als er selbst angesehen hat, einen richtigen Hass entwickelt und Vergnügen daraus gezogen, seine vermeintliche Überlegenheit auszuspielen.

Anonym hat gesagt…

Es ist auch so, dass man ab einem bestimmten Grad der Sehbehinderung als 'gesetzlich blind' gilt. Was manche Leute mit dem Sehrest noch anstellen können, klingt manchmal total absurd. Das ist auch eine Frage der Übung, den Rest z.B. noch optimal zu nutzen, durch Erfahrung raten zu können... usw.
Blinde haben sich im Straßenverkehr sichtbar zu kennzeichnen (durch Binde, Stock,...), ansonsten kommt ihnen bei einem Unfall immer mindestens eine Teilschuld zu, weil z.B. der betroffene Autofahrer vor Gericht argumentieren kann, er habe nicht gewusst, dass derjenige behindert sei und hätte ansonsten anders gehandelt. Egal ob das richtig ist oder nicht.